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Georg Konjovic, CEO von karriere.at

karriere.at: Ansprache in Stelleninseraten mehrheitlich per Sie

Eine Analyse der Stelleninserate auf der Online-Jobplattform karriere.at hat ergeben, dass Arbeitgeber Jobsuchende in Ausschreibungen mehrheitlich mit „Sie“ ansprechen.

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Obwohl sich bei der Gesamtbetrachtung zeigt, dass in einer Mehrheit der Inserate (63 Prozent) Jobsuchende gesiezt werden, so ist der Unterschied zwischen den Positionsebenen und Berufsfeldern groß: Werden Berufseinsteigerinnen in 70 Prozent der Inserate geduzt, so sind es nur 33 Prozent der Jobsuchenden mit Berufserfahrung, und 32 Prozent der Personen, die auf der Suche nach einer Stelle als Projekt- oder Bereichsleiterin sind. In Stelleninseraten für Positionen in der Unternehmensführung wird ausschließlich gesiezt, jedoch betrifft dies im Vergleich wenige Inserate.

Nach Berufsfeldern betrachtet werden Jobsuchende in der Pharma-Branche und Gesundheitsberufen besonders häufig gesiezt (85 Prozent per Sie) und im Berufsfeld „Grafik, Design“ mehrheitlich geduzt (61 Prozent per Du). Insgesamt ist die Ansprache per Sie in mehr Berufsfeldern üblich als die Ansprache per Du. In immerhin 14 Prozent der Inserate ist die Ansprache uneinheitlich, es wird also sowohl gesiezt als auch geduzt.

Jobsuchende präferieren das „Du“ im Arbeitsalltag

Eine Umfrage unter 1.000 Userinnen auf karriere.at ergab, dass die große Mehrheit der Jobsuchenden (80 Prozent) nichts dagegen hat, im Stelleninserat mit „Du“ angesprochen zu werden. Nur 12 Prozent finden es nicht ok, in der Ausschreibung geduzt zu werden, die restlichen 8 Prozent der Befragten haben keine Präferenz geäußert. Auch im Arbeitsalltag präferieren die Userinnen das „Du-Wort“: Nur sechs Prozent der Befragten möchten mit Kolleg*innen per Sie sein, 17 Prozent mit der Führungskraft.

„Im Arbeitsleben ist es in den meisten Branchen zum Standard geworden, sich zu duzen. Ob auch Jobsuchende im Stelleninserat mit Du angesprochen werden, hängt einerseits von den Gepflogenheiten der Branche, aber auch von der jeweiligen Unternehmenskultur ab. Damit ein Arbeitgeber authentisch ist, muss das Bild aus Sicht der Bewerbenden stimmig sein. Wenn im Stelleninserat geduzt wird, es aber im Unternehmen üblich ist, sich zu siezen, dann wirkt ein Arbeitgeber schnell unglaubwürdig“, erklärt Georg Konjovic, CEO bei karriere.at.

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