Dass es Medien heutzutage nicht schlecht gehen muss, erzählte Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur „Die Zeit”, im Zuge seiner Keynote am 26. September bei den von Horizont/Manstein Verlag ausgerichteten Medientagen. Er erklärte den Teilnehmern, dass es der „Zeit” 2019 besser geht als vor 15 Jahren und sogar 40 Prozent mehr Redakteure beschäftigt sind. Auch junge Leser abonnieren nach wie vor die „Zeit” und nutzen sowohl das Print- als auch das Digital-Abonnement.
Di Lorenzo erläuterte, mit welchen Strategien die „Zeit” arbeitet, um ihre Leser zu erreichen und dass Belehrung im Journalismus abschreckend auf den Leser wirkt. Vor allem die Offenheit des Mediums wird von den Lesern und Redakteuern geschätzt. Gemeinsam mit den Journalisten wurden neue Produkte wie „Zeit Campus“ und „Zeit Verbrechen“ lanciert. Ein Leserparlament und „Freunde der Zeit” wurden kreiert und gaben den Lesern eine Stimme. Er erwähnte, dass es in keinem anderen Medium in Deutschland so unterschiedliche Meinungen, wie in der „Zeit“ gibt, daher wurde ein „Streit Ressort“ ins Leben gerufen, in dem diese Meinungen geteilt werden können. Dabei führte Diversifikation laut Di Lorenzo das Medium zum Erfolg. Aber nicht nur bei den Meinungen sondern auch bei der Besetzung der Redaktion, spiegelt sich Diversität wieder.
Abschließend appellierte Giovanni di Lorenzo an die Teilnehmer, dass es in der Hand der Journalisten und Kommunikationsbranche liegt, den Journalismus zu retten.












