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Publicis Sapient: Die meisten Unternehmen nutzen KI, doch nur 10 Prozent sehen sie als zentral für ihre Geschäftsprozesse

Das zeigt der neue „Global Enterprise AI Report“ von Publicis Sapient, der am 17. Juni auf der VivaTech in Paris vorgestellt wurde. KI ist bereits fester Bestandteil der täglichen Arbeit, doch die meisten haben ihre Organisation noch nicht angepasst.

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Publicis Sapient, ein globales Unternehmen für Enterprise-AI-Plattformen und ‑Services, hat am 17. Juni auf der VivaTech in Paris seinen „2026 Global Enterprise AI Report” vorgestellt. Die Studie belegt: KI ist inzwischen fester Bestandteil des Arbeitsalltags in großen Unternehmen. Doch die meisten Organisationen haben die Systeme, Arbeitsabläufe und Betriebsmodelle noch nicht so transformiert, dass sie das volle Potenzial von KI ausschöpfen können.

Zentrale Ergebnisse

  • 73 Prozent geben an, dass KI regelmäßig oder in den meisten Geschäftsprozessen eingesetzt wird – doch nur 10 Prozent sagen, dass KI zentral dafür ist, wie ihr Unternehmen arbeitet.
  • 47 Prozent glauben, dass KI bereits in der Lage ist, die heutigen geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen.
  • 42 Prozent geben an, dass KI zwar leistungsfähig ist, ihre Unternehmen jedoch strukturell nicht entsprechend aufgestellt sind, das volle Potenzial zu erschließen.
  • 22 Prozent sehen die Art, wie ihr Unternehmen organisiert ist, als größtes Hindernis für den Erfolg von KI.
  • Nur 38 Prozent sagen, dass KI grundlegend verändert, wie ihr Unternehmen heute arbeitet.

„Unternehmen wurden nicht für die Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Autonomie konzipiert, die KI ermöglicht”, sagte Nigel Vaz, CEO von Publicis Sapient. „Viele Organisationen haben KI erfolgreich eingeführt, doch die Einführung allein verschafft noch keinen Wettbewerbsvorteil. Die Gewinner werden jene Unternehmen sein, die neu definieren, wie Arbeit erledigt wird, ihre Abläufe modernisieren und KI in die DNA des Unternehmens einbetten.”

KI ist bereits in Unternehmen angekommen. Die Transformation hält nicht Schritt.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz von KI für große Unternehmen nicht mehr die zentrale Herausforderung darstellt. KI ist bereits tief in die Arbeitsabläufe integriert. Die größere Herausforderung liegt in der Organisation: Systeme, Arbeitsabläufe und Betriebsmodelle müssen schneller angepasst werden, um den Mehrwert auszuschöpfen, den KI bereits heute bieten kann.

Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) gibt an, dass KI bereits in der Lage ist, die heutigen geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig sagen 42 Prozent, dass ihre Unternehmen strukturell nicht aufgestellt sind, diesen Nutzen zu erschließen. Während sich KI über verschiedene Funktionsbereiche ausbreitet, bleiben viele Fortschritte auf einzelne Teams und Arbeitsabläufe beschränkt, anstatt unternehmensweite Veränderungen voranzutreiben. Nur 38 Prozent der Befragten sagen, dass KI grundlegend verändert, wie ihr Unternehmen arbeitet. Mehr als jeder fünfte Befragte (22 Prozent) sieht die Art, wie ihre Unternehmen organisiert sind, als größtes Hindernis für den Erfolg von KI – ein Zeichen für die die wachsende Bedeutung der organisatorischen Aufstellung neben der Einführung der Technologie.

Regionale Unterschiede zeigen, wie unterschiedlich die KI-Transformation voranschreitet. Das Tempo der KI-Transformation variiert stark je nach Region.

USA: Schnellste Einführung, größter organisatorischer Handlungsbedarf

Fortgeschrittene Märkte wie die USA sehen zunehmend die Organisationsstruktur – nicht die KI selbst – als Engpass. 41 Prozent sagen, dass KI das Geschäft grundlegend verändert. 34 Prozent geben an, dass die Art, wie ihre Unternehmen organisiert sind, das größte Hindernis für den Erfolg von KI darstellt.

Großbritannien: Vorreiter der Transformation

Großbritannien liegt bei der KI-getriebenen Transformation unter den untersuchten Märkten vorn. 51 Prozent sagen, dass KI die Arbeitsweise des Unternehmens grundlegend verändert. 60 Prozent geben an, dass KI in hohem Maße oder vollständig in Arbeitsabläufe eingebettet ist.

Frankreich: Einführung ohne Transformation

KI wird eingesetzt, doch Datenbeschränkungen bremsen die Transformation. 24 Prozent sagen, dass KI die Arbeitsweise des Unternehmens grundlegend verändert. 51 Prozent nennen interne Daten als größtes Hindernis für den Erfolg von KI.

Deutschland: Eingebettet, aber fragmentiert

Deutsche Unternehmen gehören zu denjenigen, die KI am stärksten als ‚Kollege‘ im Arbeitsalltag einsetzen – doch die unternehmensweite Integration bleibt begrenzt. 35 Prozent sagen, dass KI als „Kollege” eingesetzt wird, der von Teams zur Unterstützung und Erledigung von Aufgaben genutzt wird. 10 Prozent geben an, dass KI unternehmensweit vollständig integriert ist.

Australien: Stetig, aber uneinheitlich

Australische Unternehmen betten KI in ihre Arbeitsabläufe ein, während die Transformation stetig voranschreitet. 53 Prozent geben an, dass KI in hohem Maße oder vollständig in Arbeitsabläufe eingebettet ist. 38 Prozent sagen, dass KI die Arbeitsweise des Unternehmens grundlegend verändert.

Vereinigte Arabische Emirate: Ambitioniert, aber unkoordiniert

Die Einführung und Koordination von KI schreiten rasch voran, doch die unternehmensweite Integration bleibt gering. 60 Prozent geben an, dass KI über Teams und Arbeitsabläufe hinweg vernetzt ist, um Aufgaben koordiniert auszuführen. 5 Prozent sagen, dass KI unternehmensweit vollständig über alle Mitarbeitenden, Funktionen und Teams hinweg integriert ist.

Über alle Märkte hinweg übertreffen die Erwartungen an KI-Fortschritte weiterhin die KI-Readiness der Organisationen. In den USA erwarten 71 Prozent der Befragten innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate signifikante Fortschritte bei der Skalierung von KI – doch nur 20 Prozent geben an, dass ihre Unternehmen heute vollständig darauf vorbereitet sind, diese Erwartungen zu erfüllen. Ähnliche Lücken bestehen in allen untersuchten Märkten, was darauf hindeutet, dass die Ambitionen vieler Organisationen der Umsetzung weit voraus sind.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Erfolg von Enterprise AI zunehmend davon abhängen wird, ob Organisationen in der Lage sind, Legacy-Systeme zu modernisieren, Arbeitsabläufe funktionsübergreifend zu verknüpfen und Betriebsmodelle rund um KI neu zu gestalten. Wenn Unternehmen über die Experimentierphase hinausgehen, könnte die operative Anpassung – nicht allein die Einführung von Technologie – darüber entscheiden, welche Organisationen nachhaltig Wert aus KI realisieren.

Der vollständige „2026 Global Enterprise AI Report” von Publicis Sapient ist verfügbar unter: https://go.publicissapient.com/enterprise-ai-readiness-gap

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