Die Epica Awards haben ihre Einreichphase für 2026 eröffnet und begleiten den Start mit einer satirischen Kampagne. Im Zentrum steht ein fiktives „Awards Survival Kit“, das auf humorvolle Weise Praktiken rund um Award-Saisonen aufgreift – und zugleich die Positionierung des Wettbewerbs betont.
Satire auf die Mechanik der Award-Saison
Für die Call-for-Entries-Kampagne arbeiteten die Epica Awards erneut mit den Kreativen Matt Jones und Abi Stephenson zusammen. Die beiden entwickelten ein „Awards Survival Kit“, das angeblich all jene Hilfsmittel enthält, die Agenturen benötigen könnten, um bei Juror anderer Wettbewerbe aufzufallen.
Zu den erfundenen Gegenständen zählen etwa ein Tuch zum Polieren des Egos oder Atemminzbonbons für abwertende Branchenkommentare. Die Idee spielt mit den Klischees von Schmeichelei, Netzwerken und Selbstinszenierung, die im Umfeld großer Kreativpreise häufig mitgedacht werden.
Epica verweist auf journalistische Jury
Der zentrale Unterschied der Epica Awards liegt laut Veranstalter in der Zusammensetzung der Jury. Der Wettbewerb bezeichnet sich als einziger globaler Kreativpreis, der von der Fachpresse bewertet wird. Die Jury besteht aus erfahrenen Autor und Broadcaster aus Bereichen wie Werbung, Design, PR und Digital sowie aus Spezialfeldern wie Produktion und Fotografie.
Damit positioniert sich Epica als unabhängiger und objektiver Award, der weniger anfällig für Branchenpolitik sein soll. Die Unabhängigkeit wird zusätzlich durch eine Regel gestützt, nach der Juror keine Arbeiten aus ihrem eigenen Land bewerten dürfen.
Kampagne soll Positionierung zuspitzen
Matt Jones und Abi Stephenson erklärten zur Kampagne: „Wir haben uns sehr gefreut, erneut mit den Epica Awards an ihrer Call-for-Entries-Kampagne zusammenzuarbeiten. Nachdem wir bereits an der Kampagne 2025 beteiligt waren, in der wir einige der bekanntesten Kreativverantwortlichen der Branche augenzwinkernd aufs Korn genommen haben, wollten wir die Satire in diesem Jahr noch weiter treiben. Die Idee parodiert all die Dinge, von denen viele annehmen, dass sie nötig sind, um die Award-Saison zu überstehen: Schmeichelei, Networking, Ego-Politur. Am Ende steht jedoch der eigentliche Unterschied der Epica Awards: All das braucht es hier nicht. Es braucht nur die Arbeit, denn Epica wird von unabhängigen Journalist bewertet, nicht von Kreativen.“
Auch Epica-Awards-Editorial-Director Mark Tungate hebt den satirischen Ansatz hervor. Die Arbeit von Abi Stephenson und Matt Jones sei „funny, relevant and superbly crafted“. Zugleich betonte Tungate, dass die Kampagne nicht als Abwertung anderer Award-Shows verstanden werden solle, sondern die eigene Positionierung mit einer aufmerksamkeitsstarken Idee sichtbar mache.
Early-Bird-Phase läuft bis September
Die Epica Awards sind ab sofort für Einreichungen geöffnet. Die Early-Bird-Phase läuft bis 1. September 2026. Anschließend beginnt die reguläre Einreichphase, die bis 4. Oktober 2026 dauert.
Für Agenturen und Kreativunternehmen bleibt der Wettbewerb damit ein internationaler Gradmesser für kreative Arbeiten. Die Kampagne setzt dabei weniger auf klassische Award-Rhetorik als auf eine ironische Abgrenzung: Entscheidend soll nicht der Zugang zu Juror sein, sondern die Qualität der eingereichten Arbeit.














