Während KI die digitale Werbung entlang der gesamten Wertschöpfungskette fundamental verändert, steht die gesamte Branche vor einer entscheidenden Wahl: Entweder sie lässt eine weitere Generation fragmentierter, proprietärer Systeme entstehen, die Abhängigkeiten von Walled Gardens weiter zementiert – oder sie schafft ein offenes Ökosystem, in dem KI-Agenten transparent, sicher und plattformübergreifend agieren können.
Anfang dieses Jahres hat Adform über seinen Model Context Protocol Server (MCP-Server) den gesamten Leistungsumfang von Adform FLOW freigeschaltet und damit externen KI-Agenten mehr als 800 Funktionen über den gesamten Werbeprozess hinweg zur Verfügung gestellt. Die Plattform deckt die Bereiche Kampagnenplanung, Prognose, Aktivierung, Optimierung, Fehlerbehebung und Reporting ab und ermöglicht es KI-Agenten, über eine einheitliche und sichere Schnittstelle mit Werbe-Workflows zu interagieren. Auf dieser Basis treibt Adform nun die praktische Umsetzung entstehender Agentic-Advertising-Standards voran und bringt diese bereits heute gemeinsam mit ersten Kunden in konkreten, praxistauglichen Anwendungen zum Einsatz.
Ein Schwerpunkt für Adform liegt auf der Bereitstellung praktischer, interoperabler agentischer Schnittstellen und Lösungen, die auf neuen Branchenstandards wie den Agentic Advertising Management Protocols (AAMP 2.0) des IAB Tech Lab basieren. AAMP schafft einen gemeinsamen operativen Rahmen für KI-Agenten in der gesamten digitalen Werbung. Aufbauend auf bewährten Branchenstandards wie OpenRTB, OpenDirect, dem Advertising Common Object Model und der Deals API führt AAMP neue Komponenten ein, darunter das Agentic Real-Time Framework (ARTF), Software Development Kits (SDKs) für Buyer- und Seller Agents sowie ein Agent Registry zur Registrierung von Agenten. Zusammen sollen diese die Grundlage dafür bilden, dass KI-Agenten auf transparente, interoperable und geregelte Weise kommunizieren, sich koordinieren und Werbe-Workflows ausführen können.
Als eine der führenden europäischen AdTech-Plattformen bringt Adform eine besondere Perspektive in die Entwicklung dieser Standards ein. Durch die Abdeckung des gesamten Advertising-Stacks – von Planung und Aktivierung über Optimierung, Identity-Lösungen bis hin zu Reporting – kann Adform neue Standards über den gesamten Kampagnenlebenszyklus hinweg praxisnah validieren und weiterentwickeln, anstatt deren Potenzial nur in isolierten Einzelanwendungen zu bewerten. Die Unterstützung für ARTF ist bereits fest in der Adform-Infrastruktur verankert. Gemeinsam mit dem IAB Tech Lab entwickelt und testet Adform zudem AAMP‑2.0‑Workflows für den Einsatz in realen Kampagnenszenarien.
Anthony Katsur, CEO des IAB Tech Lab, sagt: „Agentic Advertising braucht kein neues Ökosystem. Es braucht eine Möglichkeit, das bereits funktionierende Ökosystem zu erweitern. Indem wir auf bewährten Branchenstandards aufbauen, können wir Innovationen beschleunigen und gleichzeitig die Interoperabilität, Transparenz und das Vertrauen bewahren, auf denen digitale Werbung beruht.“
Jochen Schlosser, Chief Technology Officer bei Adform, fügte hinzu: „Agentic Advertising funktioniert nur, wenn das zugrunde liegende Ökosystem vernetzt ist. Wir müssen eine fragmentierte Landschaft meiden, in der proprietäre Agenten isoliert voneinander agieren. Offene Standards wie AAMP und gemeinsame Protokolle wie MCP und ARTF sind für Sicherheit, Transparenz und nahtlose Skalierbarkeit unerlässlich. Als europäische Full-Stack-Plattform sehen wir uns sowohl in der Verantwortung als auch technisch in der Lage, diese Zukunft mitzugestalten.“













