© Stefanie J Steindl

Markus Plank

„Wir wollen den bereits digitalisierten Werbemarkt in Österreich mitgestalten.”

Markus Plank, Managing Director adverserve, gibt spannende Einblicke in den Etat der Österreichischen Post, den adverserve im neuen Jahr erweitert betreut, welche Ziele erreicht werden soll, wie das Team zusammengestellt ist und welche Rolle "VIOLET" dabei spielt.

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Herr Plank, Sie sind Managing Director von adverserve Österreich und betreuen seit 2020 den digitalen Media-Etat der Österreichischen Post. Worauf sind Sie in dieser Kooperation bisher besonders stolz?

Markus Plank: Mit der Übernahme des digitalen Mediaetats der Post hat sich adverserve klar als strategische Wachstumspartnerin des Mutterkonzerns positioniert. Einerseits ist die Digitalisierung fest in der DNA unseres Unternehmens verankert, andererseits wissen wir als 100-prozentige Tochtergesellschaft und durch unsere intensive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren sehr gut über die Bedürfnisse und strategische Ausrichtung der Post Bescheid. Hier ist eine starke Vertrauensbasis in den einzelnen Fachabteilungen und ein wertschätzendes und konstruktives Miteinander entstanden, auf das wir sehr stolz sind. Das hat auch dazu geführt, dass adverserve ab 2022 den gesamten klassischen und digitalen Mediaetat der Post betreuen wird.

Ab 1. Jänner 2022 wird die Mediaagentur adverserve den gesamten Österreichische Post-Etat (inklusive bank99) übernehmen. Wie kam es dazu?

Plank: In unserer Unternehmensvision haben wir zwei essenzielle Entwicklungsschritte definiert: In der ersten Phase forcieren wir den Ausbau eines 360-Grad-Digitalansatzes. In der zweiten Phase, in der wir uns gerade befinden, setzen wir dann mit einem 360-Grad-Mediaansatz fort und stärken unsere Positionierung als Full-Service-Agentur. Im Vordergrund steht die ganzheitliche, kanalübergreifende Kampagnenkonzeption und ‑aussteuerung, welche eine KundInnenansprache entlang der gesamten Customer Journey garantiert – qualitativ hochwertig und aus einer Hand. Gleichzeitig kam innerhalb der Österreichischen Post die Frage auf, wie man die gesamte Mediaplanung inhouse abwickeln kann. adverserve wurde beauftragt, mit allen relevanten Fachabteilungen der Post diesen Prozess sorgfältig zu planen und sämtliche Vor- und Nachteile abzuwägen. Schlussendlich ist eine übergreifende Roadmap entstanden, in welche wir den digitalen sowie den klassischen Mediaetat für Print, Out-of-Home, Radio und TV in eine ganzheitliche Mediaplanung integrieren können.

Inwiefern unterscheidet sich bei der Österreichischen Post die B2B- von der B2C-Kommunikation?

Plank: Zusammen mit unserem Mutterkonzern folgen wir der Vision, den bereits digitalisierten Werbemarkt in Österreich aktiv mitzugestalten und die Stellung der Post als kundInnenorientierte und moderne Werbepartnerin weiter auszubauen. Sowohl in der B2B- als auch in der B2C-Kommunikation stehen für uns die Bedürfnisse der KundInnen im Mittelpunkt. Unsere Aufgabe wird es sein, einerseits die bestehenden Produkte für die Post-EndkonsumentInnen in die neue, digitale Welt zu integrieren, und andererseits innovative digitale Lösungen für die Business-KundInnen zu entwickeln. Dadurch werden die Post-Markenwerte und die Werbewirkung sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich optimiert, um letztlich auch ein positives Umsatzwachstum zu erzielen.

Welche Ziele verfolgen Sie nun mit der erweiterten Kooperation?

Plank: Diese Kooperation ermöglicht uns, die gesamte Mediaplanung der Post unter einem gemeinsamen Dach abzuwickeln. Budgets werden effizienter eingesetzt, weil wir etwa beim Einkauf sowie bei der Planung und Aussteuerung übergreifend und gemeinsam vorgehen. Gleichzeitig baut die adverserve ihre Position als Full-Service-Agentur weiter aus. Dazu gehört in erster Linie die Erweiterung unserer Services in den Bereichen Search Engine Advertising (SEA) und Social Paid Advertising. Damit sind wir imstande, eine integrative Mediaplanung nicht nur für die Post, sondern auch für weitere KundInnen anzubieten, die auf hochwertigen Daten basiert. Denn die Zukunft der Werbung ist ganz klar automatisiert und datengetrieben. Auf dem Markt werden also nur diejenigen reüssieren, die den digitalen Mediaansatz von Grund auf verstehen, aber auch neue Digitalisierungspotenziale klassischer Mediakanäle erkennen und auch nutzen werden. Unsere Stärke liegt darin, Unternehmen bei diesem Change-Prozess zu begleiten. Ein erfolgreiches Beispiel der Digitalisierung zeichnet sich gerade bei Out-of-Home ab, Digital Out-of-Home und die automatisierte Buchung setzt neue Standards. „Classic becomes Digital“ ist für adverserve Manifest und Zukunftsvision zugleich – diese Ziele werden wir bei allen unseren KundInnen verfolgen.

Wie ist das Post-Team bei adverserve zusammengestellt?

Plank: Gleich nachdem wir unsere gemeinsame Roadmap ausgearbeitet war, haben wir die Suche nach qualifizierten Personen für Schlüsselpositionen begonnen. Unser Ziel ist: mit den besten Köpfen der Branche unseren holistischen Ansatz weiter zu verfolgen und Synergieeffekte, welche durch die Verzahnung von Offline- und Online entstehen, bestmöglich zu nutzen. Dies spiegelt sich auch in der neuen Ausrichtung unseres Client Services wider. Jens Feyen, bisher Client Service Director bei adverserve, ist nun zum Director Digital Channels aufgestiegen. Er ist ein erfahrener Mediaexperte und verantwortet seit Oktober dieses Jahres die strategische und operative KundInnenberatung für alle digitalen Medienkanäle. Sein Fokus liegt auf den Bereichen Programmatic Display, Search Engine Marketing (SEM) und Social Advertising. Neuzugang André Rathammer übernimmt als Director Classic Media die Leitung des gleichnamigen Bereiches, den wir im Zuge unserer Umstrukturierung neu geschaffen haben. Er verantwortet seit Oktober die Entwicklung und Umsetzung klassischer Kampagnenkonzepte und ‑strategien. So positioniert sich adverserve zunehmend als strategische Partnerin für die Cross-Channel-Kommunikation und kann Digital und Classic Media perfekt aufeinander abstimmen. Unser bisheriger Technical Project Manager Ivan Marković avanciert zum neuen Head of Enterprise und verantwortet u.a. die Bereiche Innovation und Business Development. Er wird das technologische Portfolio von adverserve mit Blick auf die aktuellen Markttrends weiterentwickeln. Technologie wird hinsichtlich des Marketingerfolges von Unternehmen in Zukunft eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Die österreichische Post hat mit „VIOLET“ auch eine in-house Agency. Welche Aufgabenbereiche fallen in wessen Verantwortungsbereich?

Plank: Die Customized Hub Agency VIOLET – bestehend aus AANDRS, dialogic, papabogner und Virtual Identity – kümmert sich weiterhin um Konzeption, Umsetzung und Optimierung der werblichen Kommunikationsmaßnahmen. adverserve übernimmt hingegen die integrierte Aussteuerung aller Maßnahmen entlang der ganzen Customer Journey. Hier werden wir den neuen Leitgedanken der Post – #zusammenbringen – aktiv leben und die Zusammenarbeit mit VIOLET weiter ausbauen. So können wir gemeinsam gewährleisten, dass Kreation, Strategie, Planung und Aussteuerung von Kampagnen perfekt aufeinander abgestimmt werden.

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