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Brand Finance: Adidas überholt Rolex, Chanel und Gucci bei Markenstärke

Der Sportartikelkonzern steigt im Europa-Ranking von Brand Finance auf Platz vier. Adidas zählt nun zu den stärksten Marken Europas – noch vor Rolex, Chanel und Gucci. Der Markenwert des Konzerns liegt bei 16,6 Milliarden Euro.

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Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten verzeichnen Europas 500 wertvollste Marken laut der aktuellen Erhebung von Brand Finance einen kombinierten Markenwert von 2,3 Billionen Euro. Mit 75 gelisteten Marken und einem Gesamtwert von 616,5 Milliarden Euro führt Deutschland das Europa-Ranking an.

An der Spitze bleibt erneut die Deutsche Telekom („T“), deren Markenwert um zwölf Prozent auf 76,5 Milliarden Euro gestiegen ist. Damit bleibt sie nicht nur Europas wertvollste Marke, sondern auch weltweit führend im Telekommunikationssektor. Im globalen Vergleich belegt T zudem Platz elf im Gesamtranking über alle Branchen hinweg. Die Masterbrand-Strategie, so die AnalystInnen von Brand Finance, stärke die Wahrnehmung in Bereichen wie Innovation, Kundenservice und Weiterempfehlung.

Einen besonderen Aufstieg verzeichnet Adidas: Der Sportartikelhersteller klettert von Rang 25 auf Platz vier der stärksten europäischen Marken. Mit einem Markenwert von 16,6 Milliarden Euro und einem Brand Strength Index (BSI) von 93,4 Punkten erreicht Adidas nun ein AAA+-Rating. Laut Brand Finance punktet das Unternehmen insbesondere bei Bekanntheit, Glaubwürdigkeit und Markenattraktivität. Auch bei Auswahl, Preisakzeptanz und Weiterempfehlung erzielt die Marke hohe Werte.

Mercedes-Benz hält mit einem Markenwert von 47,6 Milliarden Euro trotz eines Rückgangs von 14 Prozent seinen zweiten Platz im Europa-Ranking. Die Schwäche reflektiert einen allgemeinen Abwärtstrend deutscher Automarken. Nur Audi verzeichnet ein Plus: Der Markenwert des Herstellers steigt um 13 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro.

Die Allianz Group bleibt Europas drittwertvollste Marke mit einem leichten Zuwachs von zwei Prozent auf 44,7 Milliarden Euro. Während der Versicherungskonzern in der Eurozone mit starker Markenwahrnehmung punktet, fällt das Ergebnis in Ländern außerhalb des Euroraums – wie der Schweiz, Schweden und dem Vereinigten Königreich – schwächer aus.

Neu in den Top Ten ist SAP: Der Softwarekonzern steigert seinen Markenwert um 25 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. Haupttreiber ist das Wachstum im Cloud-Geschäft, insbesondere durch die Übernahme von WalkMe im September 2024. Ziel war es, die digitale Transformation der Kunden weiter zu beschleunigen.

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