Grundsätzlich: Je älter, desto geringer der Wunsch nach einem Jobwechsel – und desto größer die Loyalität zum aktuellen Arbeitgeber. In der Altersgruppe 50 + möchte die Mehrheit (59 Prozent) langfristig im jetzigen Job bleiben. Im Durchschnitt aller Befragten liegt dieser Wert bei 48 Prozent. Wenig überraschend daher: Unter allen Altersgruppen sind Beschäftigte 50+ diejenigen, die von ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber am seltensten mehr Zeit abseits des Unternehmens – im Rahmen von Home Office oder Remote Work – einfordern würden (29 Prozent vs. Gesamt: 36 Prozent).
Im Generationenvergleich zeigt sich die Altersgruppe, die man weitestgehend als „Millennials“ bezeichnen könnte – Beschäftigte zwischen 30 und 39 Jahren – am unzufriedensten mit ihrer aktuellen Arbeit. Jede fünfte Person (21 Prozent) in dieser Altersgruppe gibt an, „eher“ oder „sehr unzufrieden“ mit ihrem Job zu sein. Gleichzeitig ist ihnen Unabhängigkeit wichtig: Diese Altersgruppe wünscht sich von potenziellen Arbeitgebern öfter als der Durchschnitt eine flexible Arbeitszeit-Einteilung (65 Prozent vs. Gesamt 55 Prozent) sowie die Möglichkeit von Homeoffice oder Remote Work (45 Prozent vs. Gesamt 36 Prozent).
Jüngste Beschäftigte am häufigsten demotiviert – und mit größtem Wechselwunsch
Am stärksten ausgeprägt ist die Wechselbereitschaft bei den jüngsten befragten Beschäftigten. Insgesamt 61 Prozent der 18- bis 29-Jährigen planen heuer noch einen Jobwechsel oder sind zumindest offen dafür (Gesamt: 48 Prozent). Die Jüngeren fühlen sich tendenziell häufiger demotiviert im Job, besonders auffällig ist der Unterschied zu der Altersgruppe 50 +: 68 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren geben an, mehrmals im Monat keine Lust auf Arbeit zu haben. Zum Vergleich: Bei den über 50-Jährigen liegt dieser Wert bei 43 Prozent. Entsprechend gering ist auch die langfristige Bindung an den Arbeitgeber: Nur 11 Prozent der 18- bis 29-Jährigen können sich vorstellen, bis zur Pension beim aktuellen Arbeitgeber zu bleiben.
Am häufigsten demotiviert und mit höchster Wechselbereitschaft: Wie können potenzielle Arbeitgeber diese Altersgruppe passend ansprechen? Was erwartet sie vom nächsten Job? Am wichtigsten sind ihr ein höheres Gehalt (70 Prozent), ein langfristig sicherer Job (60 Prozent) und eine flexible Arbeitszeit-Einteilung (58 Prozent) – damit unterscheiden sich 18- bis 29-Jährige nicht vom Durchschnitt aller Österreicher. Spannend jedoch: Sie wünschen sich häufiger mehr Diversität bzw. Vielfalt ohne Ausgrenzung einzelner Gruppen im Job als der Durchschnitt (22 Prozent vs. Gesamt 15 Prozent).
Blick in die Zukunft: Jüngere besonders optimistisch bei der Jobsuche
Trotz vergleichsweise kurzer Erfahrung am Arbeitsmarkt blicken die jüngsten Befragten besonders optimistisch auf ihre Jobchancen. Während im Durchschnitt aller Befragten 61 Prozent davon ausgehen, innerhalb der nächsten sechs Monate „auf jeden Fall“ oder „wahrscheinlich“ einen neuen Job zu finden, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen sogar 71 Prozent. Gleichzeitig gilt: Je älter Beschäftigte sind, desto geringer ist ihre Zuversicht bei der Jobsuche.
Unabhängig vom Alter hingegen zeigt sich eine hohe Zuversicht hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit. In keiner Altersgruppe überwiegt die Angst vor einer Kündigung im Jahr 2026. Mindestens 80 Prozent der Befragten geben an, „eher geringe“ oder „überhaupt keine Sorge“ vor einem Jobverlust zu haben.
Junge wollen eher auch über den Ruhestand hinaus arbeiten
Mit Blick auf das Ende des Erwerbslebens zeigen sich durchaus überraschende Erkenntnisse über die Jungen: 47 Prozent der 18- bis 29-Jährigen können sich heute vorstellen, auch nach Erreichen des regulären Pensionsalters weiterzuarbeiten. Im Schnitt sagen das aktuell 40 Prozent der heimischen Beschäftigten. Die wichtigsten Gründe, warum Beschäftigte über alle Altersgruppen im Ruhestand grundsätzlich weiterarbeiten würden, sind geistige Fitness (50 Prozent), finanzielle Notwendigkeit (43 Prozent) sowie der Wunsch, weiterhin mit Menschen in Kontakt zu bleiben (42 Prozent).












