© Österreichische E-Commerce-Gütezeichen

Das Bewusstsein für Internetbetrug steigt

Jeder vierte Österreicher war bereits von Internetbetrug betroffen

Zu den häufigsten Konsumentenfallen zählen falsche Zahlungsaufforderungen, Schadsoftware und Abo-Fallen. Aber auch Unternehmen kämpfen häufig mit Identitätsschwindel und Zahlungsunfähigkeit.

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Laut einer aktuellen Studie des Österreichischen E‑Commerce-Gütezeichens sind nicht nur Konsumenten, sondern auch Unternehmen häufig von Internet-Betrug betroffen.

Das Bewusstsein für Internetbetrug steigt, immerhin kaufen 61 Prozent der Befragten nicht im Online-Shop ein, wenn ihnen Angebote unseriös oder seltsam vorkommen und 51 Prozent recherchiert über den Anbieter und sucht nach Kundenbewertungen.

So ist laut Studie jeder vierte Österreicher schon einmal Opfer eines Internetbetrugs gewesen. Zu den Top drei Betrugsarten zählen gefälschte Zahlungsaufforderungen, Schadsoftware, wie Viren oder Trojaner und Abo-Fallen. Aber auch mit nicht gelieferten Bestellungen waren die Befragten konfrontiert.

„Die Betrugsmaschen werden immer ausgereifter und können für Konsumenten wie für Unternehmer teils einen erheblichen finanziellen Schaden bedeuten. Deshalb sind Vorsicht und ein Bewusstsein für unseriöse Angebote unerlässlich. Wer darauf achtet, hat beim Einkauf im Internet nichts zu befürchten“, so Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E‑Commerce Gütezeichens und Projektleiter der Watchlist Internet.

Knapp 27 Prozent der Unternehmen haben Erfahrung mit Bestellbetrug gemacht

Aber auch mehr als ein Viertel der befragten Online-Anbieter wurde bereits Opfer eines Bestellbetrugs. Beinahe jedes zweite befragte Unternehmen gibt an, dass die Fälle von Online-Betrug in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Zu den häufigsten Betrugsarten auf Unternehmensseite zählen falsche Namensangaben, oder falsche Adressdaten und Identitätsmissbrauch, also Kunden welche mit einer erfundenen oder gestohlenen Identität bestellt haben. Aber auch die Zahlungsunfähigkeit von Kunden, das Abstreiten des Warenerhalts und die Angabe falscher Zahlungsdaten zählen zu den gängigsten Betrugsfallen für Unternehmen.

Österreichisches E‑Commerce-Gütezeichen

83 Prozent der befragten Online-Anbieter ergreifen Maßnahmen um sich gegen Bestellbetrug zu schützen. So bieten sie beispielsweise nur sichere Zahlungsarten, wie beispielsweise Paypal an oder prüfen verdächtige Bestellungen. Auch Bonitätslisten und Sperrlisten betrügerischer Kunden kommen häufig zum Einsatz.

Bewusstsein für Online-Betrug steigt

Aus den Studienergebnissen geht hervor, dass auch auf Konsumentenseite das Bewusstsein für unseriöse Angebote gestiegen ist. 61 Prozent der Befragten kaufen nicht im Online-Shop ein, wenn ihnen Angebote unseriös oder seltsam vorkommen und 51 Prozent recherchiert über den Anbieter und sucht nach Kundenbewertungen. 34 Prozent verifizieren sogar das Impressum des Anbieters und ein Viertel vergewissert sich, ob der Anbieter ein Gütezeichen hat.

Beim Online-Kauf oder der Online-Buchung achten 64 Prozent der Konsumenten auf sichere Zahlungsmittel. 55 Prozent suchen nach Bewertungen anderer Kunden und 47 Prozent nach der Bekanntheit des Anbieters. Aber auch Storno- und Retourbedingungen sind für 40 Prozent der Konsumenten wichtig.

Maßnahmen für Unternehmen

Für Unternehmen ist es wichtig, sich als seriöser Anbieter zu positionieren. „Für kleine und mittlere Online-Händler ist es besonders wichtig, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Zum einen, um Kunden zu überzeugen, auch bei kleineren Anbietern zu kaufen, zum anderen aber auch, um sich deutlich überprüfbar von immer besser werdenden Fake-Angeboten abzugrenzen“, erklärt Behrens.
Online-Anbieter sollten daher auf gut auffindbare und vollständige Kontaktdaten, einer ausreichenden Beschreibung der Produkte, ein vollständiges Impressum, der Einhaltung der Datenschutzanforderungen, Preistransparenz und auf professionelle Produktfotos achten.

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