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Peter Dorfinger

Salzburg Research: Ausgezeichnet im Bereich KI/ML in 5G

Das Forschungsinstitut Salzburg Research erreichte bei Challenge zum Thema Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen im Bereich 5G die Silbermedaille. Damit setzten sich die Salzburger Forscher mit ihrem Know-how gegen mehr als 900 internationale Teams durch.

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Peter Dorfinger, Leiter des Bereichs Intelligent Connectivity bei Salzburg Research: „Mit Hilfe von zuverlässigen Vorhersagen können Netzwerkbetreiber ihr Netz rasch umkonfigurieren oder verschiedene Netzwerkkonfigurationen testen.„
Salzburg Research

Kommunikationsnetze sind eine wichtige Lebensader unserer Gesellschaft. Damit sie mit dem enormen technologischen Fortschritt schritthalten können, werden sie in Zukunft mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) betrieben werden. Weltweit forschen zahlreiche Organisationen, wie KI/ML in zukünftigen Netzwerken, einschließlich 5G-Netzwerken, am besten eingesetzt werden kann. Bei einer internationalen Challenge traten 911 Teams aus 62 Ländern mit ihrem Know-how an. Insgesamt wurden 23 Einzel-Challenges ausgeschrieben. Die jeweils drei besten Teams wurden Ende Dezember 2020 ins Finale eingeladen. Das Salzburger Forschungsinstitut Salzburg Research erreichte im Finale den zweiten Platz über alle 23 Challenges hinweg und vor zahlreichen namhaften und großen Organisationen im Bereich der Telekommunikationsforschung. China Mobile eroberte Gold. 

Künstliche Intelligenz sagt Verzögerung im Netzwerk voraus

„Gerade im Hinblick auf Echtzeitnetze, in denen Übertragungsgarantien gegeben und eingehalten werden müssen, ist eine gute und rasche Vorhersage von Verzögerungen im Backbone-Netzwerk wichtig“, sagt Peter Dorfinger, Leiter des Bereichs Intelligent Connectivity bei Salzburg Research. „Mit Hilfe von zuverlässigen Vorhersagen können Netzwerkbetreiber ihr Netz rasch umkonfigurieren oder verschiedene Netzwerkkonfigurationen testen.“ Den zweiten Platz erreichte das Forscherteam vorrangig durch die Effizienz der von ihnen entwickelten KI/ML-Lösung: „Während die Lösungen anderer Teams teilweise eine ganze Woche lang lernen mussten, wurde die KI aus dem Hause Salzburg Research nur 48 Stunden lang trainiert und konnte dennoch die Verzögerung hervorragend vorhersagen“, sagt Dorfinger. Entscheidend für den Erfolg ist außerdem die Interdisziplinarität im Forschungsteam, bestehend aus Mathematikern und Informatikern. „Durch unser Wissen über Netzwerke konnten wir die Komplexität des Systems niedrig halten. Das Know-how aus der Mathematik sorgte für zusätzliche Performanz“, so Dorfinger weiter. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Salzburg Research-Forscher Martin Happ, Christian Maier, Jia Lei Du und Matthias Herlich erfolgte im Rahmen des IDA Lab Salzburg (Lab for Intelligent Data Analytics). Das Lab, gefördert vom Land Salzburg im Rahmen der WISS 2025, ist ein Kompetenzzentrum für Grundlagen- und angewandte Forschung in den Bereichen Data Science, Machine Learning, AI und Statistik. Es ist eine Kooperation der Paris Lodron Universität Salzburg, der Paracelsus Medizinischen Universität, der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und der Fachhochschule Salzburg.

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