Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich
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Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich

PwC: KI-Champions setzen auf Wachstum statt Effizienz

Die aktuelle PwC-Studie zeigt, warum drei Viertel des KI-Wertschöpfungspotenzials bei nur 20 Prozent der Unternehmen landen. KI-Champions nutzen die Technologie zwei- bis dreimal häufiger, um Wachstumschancen zu identifizieren.

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Beim Thema Künstliche Intelligenz klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Zwar experimentieren viele Unternehmen mit KI, doch nur eine kleine Gruppe verwandelt die Experimente in echten Geschäftserfolg: Knapp drei Viertel (74 Prozent) des KI-Wertschöpfungspotenzials fließen an nur 20 Prozent der analysierten Unternehmen. Das zeigt die aktuelle AI Performance Study der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Für die weltweite Studie wurden 1.217 Führungskräfte aus 25 Branchen befragt. Im Fokus standen konkrete Umsatz- und Effizienzgewinne sowie der Einsatz von KI in der Praxis.

Was machen die Top 20 Prozent der Unternehmen anders? Sie nutzen KI nicht, um bestehende Abläufe ein bisschen schneller zu machen. Stattdessen verändern sie ihr Geschäftsmodell grundlegend und erschließen dabei neue Märkte und Umsatzquellen. KI-Vorreiter sind 2,6‑mal häufiger der Meinung, dass KI ihr Geschäftsmodell transformiert, und sind zwei- bis dreimal öfter auf Wachstumschancen durch Branchenkonvergenz ausgerichtet – also bereit, mit Partnern außerhalb des eigenen Kerngeschäfts zu kooperieren. Zugleich investieren sie in belastbare Grundlagen wie Datenqualität, Governance und Vertrauen.

„Viele Unternehmen experimentieren mit KI, aber nur wenige erzielen dabei messbare finanzielle Ergebnisse. Die Vorreiter richten KI konsequent auf Wachstum aus und schaffen die Voraussetzungen, um die Technologie skalierbar und verlässlich umzusetzen“, kommentiert Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich.

Mehr Automatisierung, aber mit Verantwortung

KI-Vorreiter vertrauen der Technologie mehr: Sie überlassen KI-Systemen deutlich mehr Entscheidungen ohne menschliches Eingreifen, und zwar fast dreimal so schnell (2,8‑mal) wie andere Unternehmen. Dabei setzen sie häufiger auf fortgeschrittene Betriebsmodi – ob KI, die mehrere Aufgaben im Rahmen klarer Leitlinien ausführt (1,8‑mal), oder vollständig autonome Systeme (1,9‑mal).

Gleichzeitig investieren die Top 20 Prozent der analysierten Unternehmen stärker in Governance und Vertrauen. Sie haben 1,7‑mal häufiger ein Responsible-AI-Framework und 1,5‑mal häufiger ein bereichsübergreifendes KI-Gremium etabliert. Das zahlt sich aus: Ihre Mitarbeitenden vertrauen KI-Ergebnissen doppelt so häufig wie in anderen Unternehmen.

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