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Peter Hrubi, Head of Business Youtube AT und YouTube Commercial Lead Alpine: „Menschliche Kreativität ist und bleibt entscheidend.“

Peter Hrubi, YouTube: „Creator sind die Start-ups von Hollywood.“

Peter Hrubi, Head of Business YouTube AT und YouTube Commercial Lead Alpine spricht über die neuen Chancen in seiner Zusammenarbeit mit der Schweiz, die Bedeutung authentischer Creator-Kooperationen und warum menschliche Kreativität trotz KI wichtig bleibt.

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Du hast deine neue Rolle als YouTube Commercial Lead Alpine mit sehr viel Begeisterung auf LinkedIn angekündigt. Was bedeutet dieser Schritt für dich persönlich und worauf freust du dich bei der Zusammenarbeit mit den Schweizer Kunden am meisten?

Peter Hrubi: Die Schweiz ist ein Land der Innovationen. Dort werden viele neue Produkte und Ideen entwickelt, die dann international auf dem Markt landen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit einerseits mit Kunden, die einen sehr traditionell-schweizerischen Zugang haben, und andererseits mit innovativen neuen Marken, die in der Schweiz entstanden und international erfolgreich sind.

Welche typischen Fehler machen Unternehmen oder Agenturen im Umgang mit YouTube Ads?

Hrubi: Der häufigste Fehler auf strategischer Ebene ist, die Vielfalt im Bereich Bewegtbild zu ignorieren. In der Werbe-Planung sollte das unbedingt berücksichtigt werden. Eine Multi-Format, Multi-Device-Strategie ist das Allerwichtigste.

Was macht eine gute Kooperation zwischen Marken und CreatorInnen aus und wo geht es oft schief?

Hrubi: Das Geheimnis von Creator-Marketing ist es, kreative Freiheit zuzulassen und dabei gleichzeitiger die Rahmenbedingungen von Brands und ihren Richtlinien einzuhalten. Schief geht es aus meiner Sicht überall da, wo eine Marke ein zu genaues Briefing macht, genau vorgibt, was der Creator sagen und machen soll. Wenn Creators gezwungen sind, ein unauthentisches Video zu machen, wird es wohl eher schief gehen. Gerade die Authentizität ist entscheidend.

Welche Tipps würdest du einem Unternehmen geben, das erstmals mit CreatorInnen zusammenarbeiten möchte?

Hrubi: Creatorn Freiraum geben, aber gleichzeitig auf den Markenfit zu achten ist ganz entscheidend. Und möglichst langfristig denken. Mut haben, das ist das Entscheidende. Sich einfach mal was trauen als Marke, kann ich nur allen raten.

Welche Entwicklungen siehst du in der Creator Economy in den nächsten Jahren?

Hrubi: Creator sind die Start-Ups von Hollywood. Damit ist gemeint, dass viele von ihnen erfolgreiche Businesses aufbauen, sich professionalisieren und zu starken Marken entwickeln.

Wie werden Themen wie KI, Personalisierung oder neue Videoformate die Arbeit von CreatorInnen beeinflussen?

Hrubi: Entscheidend um erfolgreich zu sein, ist die Mischung aus menschlicher Kreativität und der Möglichkeiten, die KI bietet. Der menschliche Input ist unheimlich wichtig. Gleichzeitig leistet die künstliche Intelligenz wichtige Unterstützung im kreativen Prozess und bei der Umsetzung. KI kann auch bei der Übersetzung von Videos in andere Sprachen helfen. Das eröffnet zusätzlich ein breiteres Publikum.

Internet World Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten. Dieser Artikel wurde von Hanna Tanczos und Caroline Guttmann verfasst.

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