
Herr Greber, Sie waren zwei Jahre lang als Key Account Manager im Internet-Start-up YASSSU tätig. Inwiefern hat Sie ihre Tätigkeit bei YASSSU, auf Ihre Funktion als Head of Media Sales bei styria digital one (sd one)vorbereitet?
Pierre Greber: Die Ähnlichkeit zu meiner jetzigen Position: Ich bin jetzt zwar in der Verkaufsleitung tätig, habe aber als Account Manager bei styria digial one gestartet. Natürlich ist es etwas anderes, wenn man bei einem Start-up arbeitet, da man einen kompletten Neuaufbau betreut. Bei sd one kennt man die Marken mit denen man arbeitet. Es ist jedoch wieder etwas anderes, wenn neue Produkte aufgenommen werden, denn dann besteht – so wie bei einem Start-up – Erklärungsbedarf. Im Start-up haben wir an der Entwicklung eines Produktes, das in Richtung Medienplattform ging gearbeitet. Damals konnte ich erste Erfahrungen in der digitalen Medienwelt sammeln und das war sozusagen mein Trittbrett. Verkauf war dabei immer das zentrale Thema.
Wie sind Sie eigentlich zur sd one und in weiterer Folge zu Ihrer Funktion als Head of Media Sales gekommen?
Pierre Greber: Ich habe 2013 bei Presse.com als crossmedialer Verkäufer gestartet. Nach vier Monaten wurde mir gesagt, dass das Unternehmen zur sd one fusionieren wird. Damals war ich für die Verkaufsgespräche, Termine, Angebote und Akquisen zuständig. Im Zuge dessen avancierte ich zum stellvertretenden Verkaufsleiter und bin sozusagen in das Unternehmen hineingewachsen.
Wie sieht eigentlich ein typischer Arbeitsalltag von Ihnen aus?
Pierre Greber: Bei uns ist es so, dass die Verkaufsleitung sehr viel Führungsaufgaben übernimmt, daher arbeite ich eng mit dem Team zusammen. Im Unternehmen herrschen flache Hierarchien, also gibt es dann nur noch die Geschäftsführung. Der Arbeitsalltag wird aber auch durch Troubleshooting für das Team oder für Kunden bestimmt. Auch Jahresverhandlungen mit Agenturen und großen Kunden zählen zum Alltag. Zudem fällen wir Entscheidungen über den Einsatz von Ad-Technologien und Tools.
Sie betreuen erfolgreiche nationale und internationale Marken: Gibt es auch Kunden, die einen besonderen Stellenwert im Unternehmen einnehmen?
Pierre Greber: Ja, eine ganze Reihe, das hat aber unterschiedliche Gründe. Es gibt große Kunden, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten und mit denen wir qualitativ sehr hochwertige Kooperationen eingehen. Dann gibt es „kleinere Kunden“, an denen man sich die Zähne ausbeißt und mit denen wir erst nach zwei bis drei Jahren eine spannende Kooperation eingegangen sind.
In welcher Branche sehen Sie künftig das größte Potential für Online-Werbung?
Pierre Greber: Potenzial für Online-Werbung sehe ich in allen Branchen. Wir befinden uns ja gerade in einer sehr spannenden Entwicklungsphase mit Trends, wie Usability, den professionellen Einsatz von Social Media und den Trend zur Bewegtbildwerbung über alle Kanäle. Auch aus unserem Produktportfolio geht hervor, dass Online-Präsenz für jede Branche relevant ist. Schlussendlich kommt es aber auch auf die Branche an, wie intensiv und wie schnell der Trend innerhalb der Branche voranschreitet.
Internet World Austria berichtete in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten live von der DMEXCO. Dieses Interview wurde im Zuge der Kooperation von Daniel Wolfinger und Stefan Racek geführt.














