Am 1. April 2021 startete das Online-Voting für die Marketing Leader Awards 2020: Was halten Sie generell von der Idee einen Award zu lancieren, der die herausragendsten und cleversten Marketing-Profis Österreichs würdigt?
Joachim Feher: In unserer aktuellen Corona-Zeit, wo so viele Businesses Pandemie-bedingt geschlossen bleiben müssen oder Vertriebskanäle seit Monaten nicht bespielt werden können, hat Marketing ein neues Könner-Level erreicht: Da, wo Markenerlebnisse nur digital oder als Teaser auf die Zeit danach erlebbar sind, braucht es Marketing-Exzellenz in Markenführung praktisch ohne Vorlaufzeiten. Und wer das Best in Class meistert, der hat eine große Bühne verdient.
Sie fungieren als Kategoriesponsor „Tourismus, Gastronomie, Verkehr, Logistik“ der Marketing Leader Awards. Aus welchen Gründen unterstützen Sie die Marketing Leader Awards?
Feher: Die RMS hat sich ganz bewusst für diese Kategorie entschieden, denn das sind wohl die Branchen, die Corona-bedingt am stärksten wirtschaftlich getroffen wurden. Wir verstehen unser Engagement als bewusstes Signal, um zu zeigen, wir haben euch nicht vergessen und bei RMS seid ihr immer gut aufgehoben.
Was macht einen Marketer – Ihrer Meinung nach – zu einem ehrwürdigen Marketing Leader Award-Gewinner?
Feher: Um in der Top-Liga vorne dabei zu sein, braucht es meiner Meinung nach vier Eigenschaften: eine neue und aufsehenerregende kreative Idee, eine unterbrechungsfreie und stringente Bespielung der User Journey mit einer nachhaltigen Experience, megaschnelle Best-in-Class Exekution und die Kraft, dies alles gleichzeitig zu stemmen und durchzuhalten.
Was halten Sie von der Idee, auch die zwei Spezialpreise, „Rookie of the year“ und „Lebenswerk“, zu vergeben?
Feher: Das sind wichtige Initiativen, um die Branche zu erinnern, welche Marketing-Ikonen es in Österreich gibt und auf dem anderen Ende des Zeitstrahls dem neuen Marketingzeitgeist einer neuen Generation eine Bühne zu bieten.
Welchen Stellenwert haben Kreativ- und Digital-Awards Ihrer Meinung nach in Österreich?
Feher: Corona hat uns in den letzten Monaten oft schmerzhaft gelehrt, wie weit hinten Österreich generell in der Digitalisierung ist und wie wenig neue Ideen es gibt. Da ist es umso schöner, aufzeigen zu können, dass es quer durch Österreich und alle Branchen weitstrahlende Leuchttürme gibt.
Die Marketing Leader Awards würdigen die Arbeit Österreichs Marketer rückwirkend auf das Jahr 2020. Wie hat sich das Corona-geprägte Jahr für RMS entwickelt?
Feher: RMS hat 2020 hervorragend performt. Nur Radio und die RMS bieten die Assets, die Auftraggeber in Corona-Zeiten brauchen: Schnell – Spots können innerhalb eines Tages produziert und on air gebracht werden; Reichweitenstark – innerhalb einer Woche wissen über 90 Prozent der ÖsterreicherInnen Bescheid; Agil – der Spot-Content kann rasch an die aktuelle Situation und die gesetzlichen Bestimmungen angepasst und, wenn notwendig, auch kurzfristig gestoppt werden; Aktivierend – Radiowerbung bringt die Menschen in die Shops – online und real; Effizient – in keiner anderen Mediengattung ist kraftvolle Spotproduktion so günstig und dies in Kombination mit niedrigen TKPs.
Welche Ziele planen Sie mit RMS in dem immer noch unsicheren Jahr 2021 zu erreichen?
Feher: Wir wollen auf das erfolgreiche letzte Jahr noch eines draufsetzen: Noch mehr Auftraggeber davon überzeugen, dass die RMS ein unverzichtbarer Teil ihres Mediaplans sein muss und speziell auch belegen, welch starken Anschub Radiowerbung dem Webtraffic geben kann und damit Radiowerbung auch einen Fixplatz im E‑Commerce sichern.
Hat der Fokus des RMS in den vergangenen Jahren einen Shift Richtung Internet bzw. Web Radio gemacht? Wenn ja, wie sieht das Verhältnis klassisches Radio/Internet Radio anteilsmäßig in Zahlen aus?
Feher: Die veränderte Lebenssituation der ÖsterreicherInnen hat auch das Mediennutzungsverhalten nachhaltig verändert. Zu Lockdown-Zeiten haben sich die Zugriffe auf die Streaming-Angebote der österreichischen Radios teilweise verdoppelt und nachhaltig sind die Zugriffe um rund 40 Prozent gewachsen. Dies liegt beispielsweise daran, dass wir als einzige Mediengattung Eyes-Free-Medienkonsum bieten, egal ob zuhause oder beim Spaziergang. Zusätzlich zum Inventarwachstum auf knapp unter 20 Millionen AI´s im Monat ist auch die Nachfrage signifikant gestiegen. Auch im ersten Quartal 2021 konnten wir ein schönes zweistelliges Umsatzplus verbuchen.
Wie sieht Ihrer Meinung nach die Entwicklung von weiteren „Spezialradio-Formaten“ aus?
Feher: Im Streaming-Bereich bieten Österreichs Privatradios bereits jetzt über 120 unterschiedliche Programme an, dazu kommt noch eine Riesenmenge an weiterem On-Demand-Audio-Content von Podcasts bis Service-Snippets. Parallel darf ich jeden einladen, auch mal das Angebot auf DAB+ zu screenen und kann hier spoilern, dass zu der bunten Mischung an Programmen über DAB+, die bereits on air sind, noch im ersten Halbjahr 2021 weitere Programme folgen, die nicht „more of the same“, sondern „now something completely different“ sein werden.
Der Marketing Club Österreich, die Austrian Marketing Confedaration und das Fachmedienportal INTERNET WORLD Austria suchen von 1. April bis 31. Mai in einem offenen Voting die Marketing Leader 2020 in sechs Kategorien. Außerdem werden die beiden Spezialpreise „Rookie of the year” und „Lebenswerk” von der Jury vergeben. Geben Sie hier Ihr Voting ab!













