Armin Rogl und Johanna Pein von MediaBrothers eröffneten den Training Day der JETZT Social Media am 5. Mai in Wien mit einem Workshop unter dem Titel „People follow people – Turning Likes to Loyalty“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Marken auf Social Media nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern echte Beziehung und Loyalität aufbauen können.
Perfektion schafft noch keine Nähe
Der Workshop stellte die These auf, dass Social-Media-Content heute zwar immer professioneller, glatter und durch KI leichter produzierbar wird, dadurch aber nicht automatisch relevanter wirkt. Makellose Bilder, hochproduzierte Videos und perfekte Captions führen laut MediaBrothers nicht zwingend zu Vertrauen. Entscheidend sei vielmehr, ob Inhalte Nähe, Glaubwürdigkeit und Emotion vermitteln.
Die zentrale Botschaft lautete: Menschen folgen nicht Logos, Produktbildern oder Rabattbotschaften, sondern Menschen, Geschichten, Haltungen und echten Momenten.
Marken müssen Bedeutung vermitteln
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Unterschied zwischen klassischer Markensprache und menschlicher Kommunikation. Während Corporate Posts häufig austauschbar wirken, entstehen stärkere Inhalte dann, wenn sie konkrete Erfahrungen, Meinungen und Alltagssituationen zeigen.
MediaBrothers verdeutlichte dies anhand mehrerer Beispiele: Ein Möbelhaus verkauft nicht nur Möbel, sondern ein Zuhause; ein Fitnessstudio nicht nur Trainingsgeräte, sondern Veränderung und Selbstvertrauen; ein Tourismusbetrieb nicht nur Zimmer, sondern Abstand vom Alltag. Gute Social-Media-Kommunikation müsse daher nicht zuerst fragen, was verkauft werden soll, sondern warum ein Produkt für Menschen relevant ist.
Von Likes zu Loyalität
Im letzten Teil ging es darum, wie aus kurzfristiger Aufmerksamkeit langfristige Bindung entstehen kann. Ein Like sei nur ein erster Kontaktpunkt, während Loyalität durch Wiederholung, Vertrauen und konsistente Erlebnisse aufgebaut werde. Rabatte könnten zwar aktivieren, seien aber selten ausreichend, um Beziehung zu schaffen.
Wichtige Faktoren für Loyalität seien wiedererkennbare Formate, echte Geschichten, aktive Community-Pflege, glaubwürdige Menschen und Inhalte, die mehr leisten als reine Werbung. Der Workshop schloss mit dem Fazit, dass Marken auf Social Media nicht weniger professionell, sondern relevanter und menschlicher auftreten müssen.














