
JETZT Konferenz
Der Training Day der JETZT Amazon hat am 21. Mai 2019 im 25hours Hotel in Wien stattgefunden. Das Motto des Tages lautete „So funktioniert das Amazon Universum“ und Speaker Karim-Patrick Bannour, Gründer der renommierten Amazon-Agentur MarktPlatz1, führte die Konferenzteilnehmer in insgesamt vier Workshops durch den Tag.
Nach einer kurzen Einleitung mit einigen Hard Facts über den Marktplatz, der bereits 1994 als Online-Shop für Bücher gestartet und sich erst 2000 für Drittanbieter geöffnet hat, erklärte Bannour, dass 50 Prozent der Amazon Kunden Amazon-Prime-Kunden sind. Die Relevanz von Prime-Kunden zieht sich durch das gesamte System, denn sie bestellen öfter und mehr als andere Kunden. Außerdem suchen sie kaum außerhalb von Amazon nach Produkten und generell gilt: „Amazon ist die Produktsuchmaschine Nummer eins noch vor Google“, so Bannour.
Vendor versus Seller
Anschließend ist Bannour mit den Teilnehmern tiefer in die Amazon-Struktur eingetaucht und hat die Unterschiede zwischen Seller und Vendor, sowie Hybrid und Broker erläutert. Wenn man als Vendor auf Amazon agiert, übernimmt Amazon sowohl den Verkauf als auch den Versand der Produkte. Auch der Verkaufspreis wird von Amazon festgelegt. Seller können den Verkauf entweder über einen Online-Shop und den Versand über Amazon oder sowohl den Verkauf als auch den Versand über Amazon festlegen. Seller legen den Produktpreis selbst fest, zahlen Amazon jedoch eine Monatsgebühr, um den Marktplatz nutzen zu können. Die Höhe des Entgelts richtet sich an die Kategorie in der die Produkte gelistet werden. Rund 50 Prozent der Angebote auf Amazon kommen von Sellern, der Vorteil für diese ist, dass der Verkauf über Amazon oftmals kostengünstiger ist als einen Online-Shop einzurichten.
„Es gibt keine Plattform über die man einfacher und kostengünstiger internationalisieren kann als über Amazon.”, erklärt Bannour und „egal wie ’nischig’ das Produkt ist, es gibt 40 Millionen Amazon-Nutzer, die das Produkt vielleicht kaufen wollen“, hebt der Experte die klaren Vorteile des Marktplatzes hervor.
Amazon Prime gewinnt an Relevanz
Außerdem gibt es die Möglichkeit eines FBA-Modells (Fullfillment by Amazon). Das bedeutet, dass Lager, Versand sowie Retourenmanagement durch Amazon abgewickelt werden. Die Produkte fallen dann in die Kategorie „Amazon Prime”, dies ermöglicht den Sellern einen klaren Wettbewerbsvorteil, denn das Vertrauen der Kunden in „Prime-Produkte” ist besonders hoch und die Produkte verfügen über einen höheren Verkaufsfaktor. FBA ist häufig preiswerter als FBM (Fullfillment by Merchant), das bedeutet, dass das Lager und der Versand beziehungsweise das Retourenmanagement durch Händler aus eigenem Lager erfolgen. Die Fehlerquote und die Kosten sind dadurch oftmals höher, jedoch ist man flexibler in der Verkaufsstrategie.
Auch das Hybrid-Modell wird immer gängiger, das bedeutet, dass immer mehr Vendoren auch Seller werden. Die „Broker-Lösung“ ist für jene Hersteller geeignet, die weder Vendor noch Seller sein wollen. Diese wenden sich an erfahrende Seller also „Broker” die zwischen dem Hersteller und Amazon fungieren.

Am Nachmittag stellte Bannour einige Analyse-Tools für Amazon, wie Amalyse, Helium10 und Sellix vor. Um eine sinnvolle Analyse des Marktes zu erstellen müssen sich Anbieter vier Fragen stellen.
- Für welche Produkte macht Amazon Sinn?
- Ist meine Marke oder mein Produkt schon auf Amazon?
- Sind meine Konkurrenten auf Amazon und wenn ja, wie ist er unterwegs?
- Wer vertreibt meine Produkte auf Amazon und in welcher Qualität?
Die Analysetools ermöglichen die komplette Analyse des Konkurrenzumfeldes. Anhand von Praxisbeispielen hat Bannour gemeinsam mit den Teilnehmern eruiert, welche Produkte zuletzt in ausgewählten Produktkategorien gesucht wurden. Gemeinsam mit den Teilnehmern hat er analysiert, welche Keywords die Anbieter nutzen. Mit den Analyse-Tools kann auch die Entwicklung des Produktabsatzes über einen bestimmten Zeitraum erhoben werden, zusätzliche Funktionen geben Einblicke in die am höchsten gerankten Produkte. Eine umfangreiche Analyse ist sinnvoll, um sich besser am Marktplatz positionieren und von der Konkurrenz abheben zu können.
It’s all about Keywords
Wenn man ein Produkt auf Amazon anbietet sind vor allem der Titel und die Beschreibung wichtig. Denn im Gegensatz zu B2B-Kunden die nach Artikelnummern suchen, suchen Durchschnittskonsumenten nach Keywords. Außerdem führt eine präzise Produktbeschreibung in der Regel zu weniger Rücksendungen, dadurch spart man Kosten ein. Neben dem Titel und den Bullet-Points sind aber auch der Preis, das Prime-Angebot und die Bilder für einen erfolgreichen Verkauf ausschlaggebend.
Amazon Advertising
Zuletzt wurde auf die verschiedenen Möglichkeiten von Amazon Advertising eingegangen und besprochen, wie diese funktionieren und wie sie wirken. Diese Werbemöglichkeiten erschließen sich von Sponsored Products und Sponsored Brands, über Product Display Ads bis hin zu Bannern. Das Thema Advertising vertieft Karim-Patrick Bannour am gesonderten Advertising Day der JETZT Amazon.
Der Conference Day der JETZT Amazon findet am Folgetag, dem 22. Mai 2019, im 25hours Hotel in Wien statt.
Beim Advertising Day am 25. Juni 2019 dreht sich alles rund um das Thema „So wirbt man clever und zielgerichtet auf Amazon“. Hier können Sie noch Tickets für den Advertising Day erwerben.














