Die IFA Berlin hat erste Details zu ihrem Bühnen- und Creator-Programm für 2026 veröffentlicht. Vom 4. bis 8. September sollen internationale Vertreter aus Technologie, Politik, Handel, Design und Zukunftsforschung auf drei Bühnen über die Auswirkungen neuer Technologien auf Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren. Die Veranstalterin strukturiert das Programm über die Innovation Stage, Dream Stage und Creator Stage.
Parallel dazu baut die Messe ihre Aktivitäten rund um die Creator Economy aus. Samsung übernimmt die Rolle des Hauptsponsors des IFA Creator Hub und plant während der Messe ein eigenes Programm mit interaktiven Formaten.
Politik, Mobilität und Robotik auf der Innovation Stage
Zum Auftakt am 4. September ist eine politische Session mit Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, sowie Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe, vorgesehen. Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin und TV-Moderatorin Pinar Atalay.
Am darauffolgenden Tag rückt die Zukunft der Mobilität in den Mittelpunkt. Christine Wolburg, Chief Brand Officer von Volkswagen, und Kai Grünitz, Vorstand für Technische Entwicklung der Marke Volkswagen, sollen über neue Technologien, Vernetzung und die weitere Entwicklung moderner Mobilitätsangebote sprechen.
Ebenfalls für den 5. September angekündigt ist David Reger, Gründer und CEO von NEURA Robotics. Seine Keynote beschäftigt sich mit kognitiven Robotern, künstlicher Intelligenz und menschenzentrierter Automatisierung. Damit greift die IFA ein Thema auf, das zunehmend über industrielle Anwendungen hinausreicht und auch für Haushalte, Pflege und persönliche Assistenz relevant wird.
Smart Living und die Küche der Zukunft
Auf der Dream Stage liegt ein Schwerpunkt auf der Verbindung von künstlicher Intelligenz, Design und vernetztem Wohnen. Shane Lee von TCL Industries und Lisa Yong vom Trendforschungsunternehmen WGSN diskutieren am 6. September, wie sensorische Systeme und KI das Smart Home zu einem stärker automatisierten und personalisierten Umfeld machen können.
Am 7. September widmen sich Gemma Riberti, Jennifer Creevy und Lisa Yong von WGSN der Küche des Jahres 2030. Im Zentrum stehen intelligente Geräte, Interior Design und Food-Innovationen. Die Session soll zeigen, wie vernetzte Systeme alltägliche Bedürfnisse erkennen und Abläufe beim Kochen, bei der Ernährung und im Haushalt unterstützen könnten.
Auch der Handel erhält einen eigenen Programmschwerpunkt. Tobias Grote, Gründer und CEO der terraalpine AG, sowie Sebastian Klumpp, Solution Business Director bei Similarweb und CEO von XPLN, beschäftigen sich mit der Frage, wer künftig die Customer Journey kontrolliert: der Handel, digitale Plattformen oder KI-Systeme. Dabei geht es unter anderem um Marktdaten, digitale Vertriebskanäle und den wachsenden Einfluss KI-basierter Produktempfehlungen. Der genaue Veranstaltungsort dieser Session ist noch offen.
Auf der Creator Stage verbindet DAvide Colla, Gründer und Creative Director der Mailänder Agentur 150UP, Design, Storytelling und Technologie. Seine Session „I Am No One“ ist für den 5. September geplant. Die ungewöhnliche Schreibweise seines Vornamens nutzt Colla als Teil seiner persönlichen Marke.
Samsung wird Hauptsponsor des Creator Hub
Neben dem Bühnenprogramm erweitert die IFA ihren Bereich für Content Creator, Influencer und Streamer. Der Creator Hub im Palais am Funkturm soll Produktions- und Arbeitsmöglichkeiten für digitale Inhalte bieten. Geplant sind unter anderem Streaming-Studios, Podcast-Bereiche, Editing-Zonen, Masterclasses sowie Räume für Networking und Kooperationen mit Marken.
Als Hauptsponsor soll Samsung den Hub mit einem eigenen Programm und interaktiven Formaten mitgestalten. Damit positioniert sich der Technologiekonzern nicht nur als Aussteller beziehungsweise Partner, sondern auch als Akteur innerhalb der wachsenden Creator Economy. Samsung wird auf der offiziellen IFA-Seite bereits unter den Partnern und Sponsoren für 2026 geführt.
Darüber hinaus plant Samsung eine auf Fachhandel, B2B-Publikum und Medien ausgerichtete Präsenz im Berliner Humboldt Carré. Das eigenständige Veranstaltungsformat soll bereits am 2. September beginnen und offizieller Bestandteil des IFA-Programms sein. Während der Messetage ist der Zugang laut Veranstalterin mit einem IFA-Fachbesucher-Ausweis möglich.
IFA entwickelt sich zur Content-Plattform
Mit der Kombination aus Fachprogramm, Creator Stage und Produktionsinfrastruktur erweitert die IFA ihre klassische Rolle als Produktschau. Neue Geräte und Technologien sollen nicht nur vor Ort präsentiert, sondern über Social Media, Livestreams, Podcasts und Creator-Kooperationen international verbreitet werden.
Die ersten Ankündigungen zeigen zugleich, wie breit die inhaltliche Ausrichtung der IFA 2026 angelegt ist. Neben Produktneuheiten stehen zunehmend wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen im Vordergrund – von digitaler Staatsmodernisierung und KI-gestütztem Handel bis zur Automatisierung privater Lebensräume.
Das bislang veröffentlichte Programm ist noch nicht vollständig. Weitere Speaker, Sessions und Veranstaltungsorte sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.














