Franz Solta (CEO Gewista) und Josef Kneisl (Gruppe Krisenmanagement und Sicherheit, Stadt Wien)
© Gewista

Franz Solta (CEO Gewista) und Josef Kneisl (Gruppe Krisenmanagement und Sicherheit, Stadt Wien)

Gewista bringt AT-Alert auf digitale Werbeflächen in Wien

Warnmeldungen der Stadt Wien können künftig automatisiert auf digitalen Gewista-Screens ausgespielt werden. Damit wird digitale Außenwerbung stärker in die öffentliche Sicherheitskommunikation eingebunden.

Beitrag teilen:

JETZT Data Driven am 22. und 23. September in Wien

Mehr Erfolg durch Daten und AI

Entdecke Strategien, Technologien und Best Practices, die Marketing, E‑Commerce und Business messbar voranbringen. Sichere dir jetzt dein Ticket für die Fachkonferenz JETZT Data Driven am 23. und 24. September in Wien.

Digitale Außenwerbung wird in Wien künftig auch für behördliche Warnkommunikation genutzt. Die Gewista bindet ihre digitalen Werbeflächen im öffentlichen Raum an die Warn- und Alarmplattform der Stadt Wien an. Dadurch können geprüfte Warnmeldungen automatisiert und in Echtzeit auf DOOH-Screens ausgespielt werden.

Zum Einsatz kommt die Lösung auf digitalen City-Lights der Gewista. Laufende Werbeschaltungen können dabei automatisch unterbrochen und durch Warnsujets der Stadt Wien ersetzt werden. Die Stadt Wien nutzt AT-Alert bereits als Bevölkerungswarnsystem auf Basis der Mobilfunktechnologie Cell Broadcast; das System ergänzt bestehende Warnwege wie Sirenen und soll Menschen im betroffenen Gebiet direkt erreichen.

Automatisierte Ausspielung über Schnittstelle

Technisch erfolgt die Anbindung über eine Schnittstelle zwischen der Warn- und Alarmplattform der Stadt Wien und dem JCDecaux-System „EVENT“. Die Warnmeldungen werden auf Basis des international standardisierten Common Alerting Protocol, kurz CAP, erstellt und als XML-Datei an die Gewista-Systeme übermittelt.

Das Krisenmanagement der Stadt Wien erstellt die Meldungen auf Grundlage der jeweiligen Gefahrenlage und der Informationen aus den Magistratsabteilungen. Nach Prüfung und Freigabe werden die Inhalte in das offizielle Layout der Stadt Wien eingebettet und auf den digitalen Werbeflächen angezeigt.

Ziel ist eine schnelle und räumlich zielgerichtete Information der Bevölkerung, insbesondere an stark frequentierten Orten im urbanen Raum. Digitale Außenwerbung kann damit Menschen erreichen, die gerade keine klassischen Medien nutzen oder keine Warn-App geöffnet haben.

Fünf gemeinsame Testläufe

Die Implementierung wurde laut Gewista in enger Abstimmung mit dem Land Wien umgesetzt. Insgesamt fanden fünf gemeinsame Testläufe sowie zahlreiche interne Tests statt, um Stabilität und Zuverlässigkeit des Systems sicherzustellen. Zusätzlich sollen regelmäßig Live-Tests durchgeführt werden.

„Digitale Außenwerbung erreicht Menschen im Alltag unmittelbar und ohne aktive Mediennutzung. Genau darin liegt ein enormes Potenzial für die öffentliche Sicherheit. Mit der Integration in die Warn- und Alarmplattform der Stadt Wien leisten wir einen konkreten Beitrag, um wichtige Warnmeldungen schnell, zuverlässig und breit sichtbar zu machen“, sagt Franz Solta, CEO der Gewista.

Auch die Stadt Wien verweist auf den Vorteil der gezielten Ausspielung. „Durch unser System können wir gezielt die Bereiche auswählen, wo die Information ankommen soll. Dadurch ist gewährleistet, dass die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt wird“, sagt Josef Kneisl vom Krisenmanagement der Stadt.

Österreichweiter Rollout in Vorbereitung

Mit der Umsetzung nimmt Wien laut Gewista eine Vorreiterrolle ein. Die Gewista Gruppe führt bereits Gespräche über eine Ausrollung des Systems in weiteren Bundesländern. Ziel ist eine Implementierung in ganz Österreich, abhängig von den jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen, bis Ende des Jahres.

Die notwendige Infrastruktur stellt die Gewista kostenlos zur Verfügung. Damit gewinnt digitale Außenwerbung über ihre klassische Rolle als Werbeträger hinaus an Bedeutung: DOOH-Screens werden zunehmend auch als Bestandteil öffentlicher Informations- und Sicherheitsinfrastruktur positioniert.

Beitrag teilen: