Der Online-Vermarkterkreis im iab austria machte sich für die Einführung der Digitalsteuer in Österreich stark. Diese ist ein erster Schritt auf nationaler Ebene, um global agierende Giganten wie Google, Amazon oder Facebook in die fiskale Pflicht zu nehmen. Die Forderung nach einer gesamteuropäischen Lösung genießt weiterhin oberste Priorität und gilt laut iab austria als einzig wirksame Steuerungsmaßnahme. Nun folgt Spanien mit einem Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Steuersystems. Dieser orientiert sich an der rot-weiß-roten Digitalsteuer: Die globale Umsatzgrenze liegt ebenfalls bei 750 Millionen Euro, der Steuersatz jedoch nur bei drei Prozent. Dafür werden auch Unternehmen besteuert, die eine Umsatzschwelle von drei Millionen Euro in Spanien überschreiten.
„Wenn immer mehr Puzzleteile zusammenfinden, ergibt sich ein großes Ganzes. Genau das braucht die Europäische Union bei der Besteuerung der US-Digitalgiganten. Nun folgt auch Spanien dem österreichischen Vorbild. Die steuerlichen Maßnahmen in Frankreich, Spanien und Österreich sollen der EU als Vorbild für ein zeitgemäßes Steuermodell dienen, das Wettbewerbs- und Steuergerechtigkeit forciert”, erklärt Eugen Schmidt (AboutMedia), Leiter des Online-Vermarkterkreis im interactive advertising bureau austria.
Der OVK fordert, dass die Sicherung des europäischen Digital- und Medienstandorts ein zentrales Anliegen der Politik ist. Die Digitalwirtschaft zählt zu den stark wachsenden Branchen, die für ein hohes Steueraufkommen verantwortlich zeichnen. Zudem schafft sie Arbeitsplätze, fördert journalistische Vielfalt und ist Treiber für Forschung- und Entwicklung. Die anhaltende steuerliche Benachteiligung führt zu einem Wertschöpfungsabfluss und Steuerverlust. Ungerechte Steuern führen zu einer Abwärtsspirale, die volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet., kritisiert der OVK im iab austria.














