Die re:publica 2026 bringt von 18. bis 20. Mai erneut Akteur:innen aus Digitalwirtschaft, Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in der STATION Berlin zusammen. Geplant sind Talks, Panels, Workshops, Meetups, eine Expo-Area und Makerspaces mit mehr als 1.000 Speaker:innen auf über 20 Bühnen.
Digitale Gesellschaft als Schwerpunkt
Unter dem Motto „Never Gonna Give You Up“ rückt die Konferenz zentrale Fragen der digitalen Gesellschaft in den Vordergrund. Ein besonderer Fokus liegt auf digitaler Souveränität, demokratischer Kontrolle technologischer Infrastruktur und der Rolle großer Plattformen für Öffentlichkeit, Wirtschaft und gesellschaftliche Teilhabe.
Das Programm-Special „re:claim Digital Future“ widmet sich der demokratischen Gestaltung der digitalen Transformation. Dabei stehen digitale Souveränität, Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Zentrum.
Speaker:innen zu KI, Plattformmacht und Digitalpolitik
Zu den angekündigten Speaker:innen zählen unter anderem Markus Beckedahl, Co-Founder und Head of Curation der re:publica, die Investigativjournalistin Carole Cadwalladr, Autor und Aktivist Cory Doctorow, HateAid-CEO Josephine Ballon sowie Urvashi Aneja vom Digital Futures Lab.
Auch Francesca Bria, Annette Zimmermann, Dirk Schrödter, Quinn Slobodian und Marisa Tschopp setzen digitale Akzente im Programm. Bria spricht über den Einfluss von US-Tech-Unternehmen auf kritische Infrastrukturen in Europa, Zimmermann über die Demokratisierung von KI, Schrödter über Open Source und digitale Souveränität, Slobodian über X, Grok und Zustimmung im digitalen Raum, Tschopp über Mensch-Maschine-Interaktionen.
Debatten über digitale Macht und Öffentlichkeit
Ein Programmpunkt mit Markus Beckedahl trägt den Titel „Digitale Macht begrenzen: Der Weg in die digitale Souveränität“. Darin geht es um die Abhängigkeit von wenigen Tech-Unternehmen, die digitale Infrastrukturen und Kommunikationsräume prägen.
Weitere Sessions greifen digitale Räume für Demokratie, Plattformökonomie, Desinformation, KI und digitale Teilhabe auf. Formate zu Deepfakes, algorithmischer Sichtbarkeit, digitaler Gewalt und Social-Media-Öffentlichkeit zeigen, dass die re:publica digitale Themen nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftspolitisch einordnet.
Relevanz für Medien und Digitalwirtschaft
Für Medienhäuser, Plattformanbieter, Agenturen und digitale Dienstleister bleibt die re:publica damit ein wichtiger Ort zur Einordnung aktueller Digitaltrends. Die Debatten reichen von KI-Regulierung und Open-Source-Infrastrukturen über digitale Öffentlichkeit bis zu Plattformabhängigkeiten und demokratischer Resilienz.
Parallel zur re:publica findet auch die TINCON Berlin auf demselben Gelände statt. Die Jugendkonferenz beschäftigt sich unter anderem mit Games, Netzpolitik, Code, Medienkompetenz, Wissenschaft, Bildung und Aktivismus.













