In einer Zeit zunehmender digitaler Überlastung und KI-getriebener Technologien streben immer mehr Menschen nach persönlichen Erlebnissen, die ihre zwischenmenschlichen Beziehungen stärken und bleibende Erinnerungen schaffen. Das zeigt auch eine neue Umfrage des Mastercard Economic Institutes: Österreicher:innen wollen 2026 verstärkt in reale Erlebnisse investieren, mit einem klaren Fokus auf Reisen, Outdoor-Aktivitäten und Live-Veranstaltungen.
Österreich nutzt diesen Sommer für echte Abenteuer
Die Mastercard-Studie zeigt, dass Österreichs Konsument:innen 2026 verstärkt in Erlebnisse investieren möchten. Der klare Fokus liegt auf Aktivitäten, die persönliche Verbindungen fördern und in Erinnerung bleiben: Reisen (52 Prozent), Outdoor-Abenteuer (35 Prozent) und Wellness und gesundheitsbezogenen Aktivitäten (34 Prozent). Besonders bemerkenswert ist der Trend, dass immer mehr Menschen, insbesondere aus der Generation Z, ihre Ausgaben zunehmend auf gemeinschaftliche Momente ausrichten und weniger auf materielle Güter.
„Wir erleben in Österreich einen signifikanten Wandel, bei dem Konsument:innen ihre Ausgaben und ihre Freizeitgestaltung ganz neu definieren“, kommentiert Michael Brönner, Country Manager Mastercard Österreich „Mit der zunehmenden Digitalität neigen die Österreicher:innen dazu, sich wieder mehr auf Momente einzulassen, die sie zusammenbringen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“
Die Top 10 Erlebnisse, für die Österreicher:innen 2026 häufiger erleben möchten
- Reisen und Tourismus: 52 Prozent
- Outdoor-Aktivitäten (Wandern, Radfahren): 35 Prozent
- Wellness und gesundheitsbezogene Erfahrungen (Spa, Sauna, Fitness): 34 Prozent
- Live-Musik-Events (Konzerte, Festivals): 30 Prozent
- Filmbezogene Events (Kino, Filmfestivals): 29 Prozent
- Erlebnisse mit Familienfokus (Freizeitparks): 28 Prozent
- Kulinarische Erlebnisse (Weinverkostungen, Restaurants, Food-Festivals): 23 Prozent
- Theater: 21 Prozent
- Sportevents: 20 Prozent
- Kunst- und Kulturevents: 20 Prozent
Motivation für Digital-Detox und „phone-free“-Erlebnissen steigt
Virtuelle Erlebnisse, wie Online-Konzerte oder Virtual-Reality-Touren, stoßen in Österreich auf geringeres Interesse: 34 Prozent der Befragten möchten auf keinen Fall Geld für virtuelle Erlebnisse ausgeben, weitere 9 Prozent möchten ihre Ausgaben in diesem Bereich reduzieren. Zudem wünschen sich 22 Prozent der Österreicher:innen mehr „phone-free“ und Digital-Detox-Erlebnisse, was auf ein wachsendes Bedürfnis nach Offline-Erfahrungen und einer bewussteren Auszeit vom digitalen Alltag hinweist.
Year of the Human: Die Trends des Sommers 2026
Der Trendbericht „Year of the Human: 2026’s Defining Trends“, der gemeinsam mit der Trendplattform “Trend Hunter” entwickelt wurde, identifiziert sechs zentrale Entwicklungen für 2026:
- Analogue Escapism beschreibt den Trend, dass Konsument:innen analoge Erlebnisse wie Vinyl-Listening-Bars oder klassische Fotografie digitalen Erlebnissen vorziehen.
- Common Ground beschreibt, dass Gemeinschaften durch gemeinsame Leidenschaften entstehen, auch in Bereichen, in denen sie sich zuvor nicht willkommen gefühlt haben – von Gruppen queerer Frauen, die sich über Fußball austauschen, bis hin zu Schwimmvereinen für People of Colour.
- Communal Coping beschreibt, wie Menschen zusammenkommen, um die Herausforderungen des modernen Lebens gemeinsam zu bewältigen, etwa bei Treffen von Vätern, die lernen, wie man die Haare der Töchter stylt, bis hin zu Gruppen Schrei-Workshops, um innere Wut loszulassen.
- Conscious Connection fördert tiefgehende Verbindungen durch gemeinsame Erlebnisse wie Philosophie-Dinner oder Nachtzugreisen, um intime Beziehungen zu stärken.
- Halcyon Days beschreibt die Sehnsucht nach nostalgischen Erlebnissen, bei denen Konsument:innen „die guten alten Zeiten“ wieder aufleben lassen, etwa durch Konzerte ehemaliger Teenie-Idole.
- Indie Everything feiert Unabhängigkeit und Authentizität, indem Konsument:innen Second-Hand-Mode, DIY-Events und unberührte Reiseziele abseits der Mainstream-Kultur suchen.
Chancen für kleine und lokale Unternehmen
Der Trend hin zu persönlicheren Aktivitäten bietet auch eine große Gelegenheit für kleine Unternehmen. 55 Prozent der Österreicher:innen geben an, dass sie eher bereit sind, mehr auszugeben, wenn das ausgegebene Geld lokalen Unternehmen zugutekommen.
Mehr als die Hälfte der österreichischen Konsument:innen (54 Prozent) gibt an, bewusst nach Aktivitäten bei KMU zu suchen, um Erlebnisse zu buchen. Damit liegen die Österreicher:innen über dem europäischen Durchschnitt (51 Prozent).













