Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz nimmt weltweit weiter zu. Laut dem aktuellen AI Diffusion Report des Microsoft AI Economy Institute lag der Anteil der KI-Nutzer:innen im ersten Quartal 2026 bei 17,8 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren. Im vierten Quartal 2025 waren es noch 16,3 Prozent.
Damit setzt sich der globale Wachstumstrend fort. Neben der Verbreitung steigt laut Bericht auch die Intensität der Nutzung. Besonders deutlich zeigt sich das in Ländern mit bereits hoher KI-Durchdringung, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Norwegen, Irland und Frankreich.
Österreich liegt weltweit auf Platz 18
Österreich zählt laut den Microsoft-Daten weiterhin zu den Ländern mit überdurchschnittlicher KI-Nutzung. Mit einer Nutzungsrate von 34,1 Prozent liegt das Land weltweit auf Platz 18. Im vierten Quartal 2025 hatte der Wert noch 31,4 Prozent betragen.
Damit nutzt mittlerweile mehr als jede dritte Person im erwerbsfähigen Alter KI-Tools. Die Zahlen deuten darauf hin, dass Künstliche Intelligenz in Österreich zunehmend über die experimentelle Nutzung hinausgeht und stärker in berufliche sowie private Anwendungen einfließt.
Hermann Erlach, General Manager Microsoft Österreich, sieht darin eine solide Ausgangslage für den Standort. „Die aktuellen Daten zeigen: Österreich verfügt über eine starke Ausgangsbasis und zählt weiterhin zu den Ländern mit überdurchschnittlicher KI-Nutzung. Entscheidend ist jetzt, diese Dynamik gezielt zu skalieren und KI fest in Geschäftsprozessen und Wertschöpfung zu verankern. Dafür braucht es kontinuierliche Investitionen in Infrastruktur, Qualifizierung und Partnerschaften – damit aus breiter Nutzung langfristige Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit für den Standort entstehen.“
Technologieentwicklung als Wachstumstreiber
Ein wesentlicher Faktor für die steigende Nutzung ist die rasche technologische Weiterentwicklung. Besonders in der Softwareentwicklung kommen KI-gestützte Werkzeuge zunehmend zum Einsatz. Sie können Entwicklungsprozesse beschleunigen und dazu beitragen, Ideen schneller in Anwendungen zu überführen.
Der Bericht verweist zudem auf eine steigende Entwickleraktivität. Das zeigt, dass KI nicht nur als allgemeines Produktivitätstool genutzt wird, sondern auch stärker in technische Arbeitsprozesse integriert wird. Für Unternehmen kann diese Entwicklung relevant sein, weil sich dadurch Arbeitsabläufe, Innovationszyklen und Kompetenzanforderungen verändern.
Dynamik verschiebt sich stärker nach Asien
Regional entwickelt sich die KI-Nutzung unterschiedlich. Europa, einschließlich Österreich, zeigt laut den Daten eine stabile Entwicklung. Gleichzeitig verlagert sich ein wachsender Teil der Dynamik nach Asien. Dort tragen unter anderem Fortschritte bei lokalen Sprachmodellen sowie eine hohe digitale Affinität zur weiteren Verbreitung bei.
Diese Entwicklung unterstreicht, dass KI-Diffusion nicht allein von global verfügbaren Anwendungen abhängt. Auch regionale Sprachmodelle, digitale Infrastruktur und lokale Nutzungskontexte spielen eine wichtige Rolle dafür, wie schnell sich KI-Technologien in Märkten etablieren.
Digitale Kluft bleibt Herausforderung
Trotz des globalen Wachstums bleiben die Unterschiede zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden deutlich. Während KI in vielen Industrieländern bereits breit genutzt wird, fehlen in anderen Regionen weiterhin zentrale Voraussetzungen. Dazu zählen Infrastruktur, verlässlicher Zugang zu digitalen Diensten und digitale Kompetenzen.
Damit bleibt die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz auch eine Frage wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Die aktuellen Zahlen zeigen zwar einen anhaltenden Wachstumstrend, machen aber zugleich sichtbar, dass der Zugang zu KI-Technologien weltweit ungleich verteilt ist.














