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Armin Schlamp, Vice President Global Marketing & Communications Palfinger AG, hält beim B2B Marketing Forum am 23. April in Wien eine Keynote mit dem Titel „Vom Markenversprechen zur Nachfrage: Wie Palfinger Positionierung in Performance übersetzt“.

Armin Schlamp, Palfinger: „Wert entsteht im B2B vor allem durch langfristige Beziehungen und Loyalität.”

Armin Schlamp ist Vice President Global Marketing & Communications der Palfinger AG und Speaker beim B2B Marketing Forum am 23. April in Wien. Im Interview spricht er über B2B Marketing aus seiner Sicht und verrät, worum es in seiner Keynote gehen wird.

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Am 23. April findet zum ersten Mal in dieser Form das B2B Marketing Forum in Wien statt. Was hältst du von der Idee, eine eigene Konferenz zum Thema B2B Marketing zu lancieren?

Armin Schlamp: Eine eigene B2B-Marketing-Konferenz ist aus meiner Sicht absolut sinnvoll. Lange Zeit wurde Marketing vor allem aus einer B2C-Perspektive gedacht, während B2B-Marketing erst in den vergangenen zehn Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat – auch in unserem Sektor. B2B-Marketing ist durch komplexe Kaufentscheidungen, lange Zyklen und einen hohen Vertrauensfaktor geprägt. Dafür braucht es Formate, die Tiefe zulassen und den Austausch auf Augenhöhe ermöglichen. Genau hier setzt dieses Forum an – und schafft eine Plattform, die strategische Perspektiven sichtbar macht und den professionellen Dialog stärkt.

Was ist der Kern deiner Keynote und welche zentrale Erkenntnis sollen die Teilnehmer:innen mitnehmen?

Schlamp: Ausgangspunkt meiner Keynote ist die Realität vieler internationaler B2B-Unternehmen: hohe Komplexität durch unterschiedliche Märkte, Produktportfolios und kulturelle Rahmenbedingungen. Die zentrale Frage ist, wie daraus eine gemeinsame Positionierung und damit ein konsistentes Markenversprechen entsteht. Die Kernbotschaft lautet: Komplexität wird dann zum strategischen Vorteil, wenn sie klar orchestriert ist. Wer Vielfalt in eine gemeinsame Markenlogik übersetzt, schafft Orientierung, Vertrauen – und damit die Grundlage für nachhaltige Marktwirkung sowie langfristigen Unternehmenswert und ‑erfolg.

Welche konkreten Herausforderungen im B2B-Marketing siehst du 2026?

Schlamp: Die größte Herausforderung ist Relevanz. Kunden erwarten klare Orientierung über alle Touchpoints hinweg, während die Anforderungen durch steigende Komplexität, hohe Geschwindigkeit und volatile Märkte weiter wachsen. Gleichzeitig wächst der Anspruch, den Beitrag von Marketing zum Unternehmenserfolg sichtbar zu machen – ohne die langfristige Marken- und Vertrauensbildung aus dem Blick zu verlieren.

Wie kombinierst du in deiner Arbeit technologische Trends mit langfristiger Marken- und Vertrauensbildung?

Schlamp: Technologie ist ein Enabler, kein Selbstzweck. Sie hilft, konsistenter, relevanter und direkter mit dem Kunden zu kommunizieren. Vertrauen entsteht nur dann, wenn Technologie ein klares Markenversprechen trägt und dabei echten Mehrwert liefert. Genau daran orientieren wir uns mit unserem Anspruch von Lifetime Excellence: Marken- und Vertrauensbildung entsteht durch ein konsistentes Erlebnis über alle Kanäle und Botschaften hinweg.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten B2B-Marketing-Trends für 2026 und warum sollten Unternehmen sie jetzt priorisieren?

Schlamp: Ein zentraler Trend ist sicherlich das Thema KI und ihre Einbindung in den Kreations‑ und Marketingproduktionsprozess. Für mich ist jedoch der noch zentralere Faktor die stärkere Rolle der Marke als Orientierungsfaktor in komplexen Entscheidungsprozessen. Eine klare Positionierung vereinfacht Entscheidungen und stärkt Vertrauen – bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wie bei Kunden und Partnern und letztlich auch bei unseren Aktionären. Zweitens rückt die Ausrichtung auf den gesamten Kundenlebenszyklus stärker in den Fokus. Wert entsteht im B2B vor allem durch langfristige Beziehungen und Loyalität. Loyalität und Vertrauen sind wiederum die Treiber für Service und Wiederkauf und damit langfristigen Geschäftserfolg auf beiden Seiten. Drittens geht es um eine stärkere Systematisierung und Standardisierung in Prozessen sowie Konzepten – und damit um einen konsistenten Gesamtauftritt des Unternehmens über unterschiedliche Produkt- und Leistungsbereiche sowie Märkte und Kulturen hinweg.

Letzte Chance: Das B2B Marketing Forum findet am 23. April im Haus der Ingenieure Wien. Hier geht es zum Ticketshop und hier zum Programm.

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