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Jürgen Eppinger, Head of Digital Marketing und Geschäftsführer von Rosenbauer E-Commerce

Jürgen Eppinger, Rosenbauer: „B2B Marketing bekommt endlich eine eigene Bühne, um Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.”

Jürgen Eppinger, Head of Digital Marketing und Geschäftsführer von Rosenbauer E-Commerce, ist Speaker beim B2B Marketing Forum 2026. Im Interview spricht er über seine Keynote und welche B2B Marketing Trends er erwartet. Schnell Ticket sichern!

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Am 23. April findet zum ersten Mal in dieser Form das B2B Marketing Forum in Wien statt. Was hältst du von der Idee, eine eigene Konferenz zum Thema B2B Marketing zu lancieren?

Jürgen Eppinger: Ich finde die Idee richtig gut. B2B Marketing bekommt endlich eine eigene Bühne, um Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen – das fehlt im deutschsprachigen Raum ja oft noch. Wenn die Inhalte praxisnah und relevant sind, kann das definitiv ein starkes Format mit viel Mehrwert werden.

Was ist der Kern deiner Keynote und welche zentrale Erkenntnis sollen die Teilnehmer:innen mitnehmen?

Eppinger: Es soll zeigen, dass man bereits mit vergleichsweise einfachen Mitteln, viel Hands-on-Mentalität und wenig Overhead sehr wirkungsvolle Plattformen und Möglichkeiten schaffen kann – um nicht nur das klassische B2C‑Kundensegment zu erreichen, sondern ebenso Business‑Kunden wie Händler, Partner oder auch den internen Vertrieb. Die Grenzen zwischen den einzelnen Segmenten verschwimmen dabei zunehmend.

Welche konkreten Herausforderungen im B2B-Marketing siehst du 2026?

Eppinger: Sicherlich weiterhin eine technische Herausforderung: Es gibt unzählige Lösungen am Markt, aber die passende für die eigenen Anforderungen zu finden, ist alles andere als einfach. Im Hintergrund muss man nämlich immer bedenken, dass B2B wesentlich längere und komplexere Entscheidungswege hat. Weiters viele unterschiedliche Stakeholder mit teils widersprüchlichen Interessen. Teilweise geringere Reichweiten, dafür höhere Anforderungen an Relevanz und Tiefe. Und dann natürlich die technischen Challenges wie Preis-Thematik, Kunden/CRM-Strukturen, Konfigurationsmöglichkeiten, ERP-Schnittstellen usw.

Wie kombinierst du in deiner Arbeit technologische Trends mit langfristiger Marken- und Vertrauensbildung?

Eppinger: Auch hier verfolgen wir einen klar pragmatischen Ansatz: Dinge zunächst im Kleinen testen und, wenn sie funktionieren, gezielt skalieren. Nicht jeder Trend ist automatisch der nächste große Hit. Die Marke bildet dabei den „Keller“ bzw. das Fundament – und dieses muss stabil und sauber aufgebaut sein. Darauf aufbauend entstehen Vertrauen, Marketing‑Maßnahmen, Vertriebsunterstützung, Technologie und vieles mehr. Das kontinuierliche Beobachten, Testen und Weiterentwickeln dieser Bausteine ist Teil unserer täglichen Arbeit.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten B2B-Marketing-Trends für 2026 und warum sollten Unternehmen sie jetzt priorisieren?

Eppinger: Sicherlich ein spannendes Thema ist aktuell die Beratungsfunktion von Chatbots. Die gibt es zwar schon länger, aber jetzt funktionieren diese Lösungen wirklich gut und liefern echten Mehrwert. Auch die Personalisierung entlang der Customer Journey bleibt ein großes Thema: Inhalte, Touchpoints und Angebote sollten stärker auf Rolle, Branche und Phase im Buying‑Prozess abgestimmt sein. Im B2B ist das zum Teil sogar einfacher als im B2C – daran arbeiten wir aktuell intensiv. Und trotzdem gilt weiterhin: Content ist King. Lieber weniger, dafür mit Substanz – etwa durch Use Cases, Customer Stories, Expertenformate, Video oder interaktive Inhalte. Egal ob B2B, B2C oder B2G: Die Story dahinter muss passen und relevant sein, dann überzeugt man auch den Käufer.

Das B2B Marketing Forum findet am 23. April im Haus der Ingenieure Wien. Hier geht es zum Ticketshop und hier zum Programm.

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