© Elisabeth Kessler/MOMENTUM Wien

Ines Eschbacher (valantic) und Susanne Holzer (Liechtenecker UX Studio)

JETZT SUMMIT: Community als strategische Antwort auf digitale Abhängigkeit

Der zweite Tag des JETZT SUMMIT stand im Zeichen von Community-Building als Marketingstrategie. Ines Eschbacher und Susanne Holzer zeigten, warum Vertrauen zur zentralen Ressource wird und welche Rolle Vereinbarkeit dabei spielt.

Beitrag teilen:

Jetzt bei der Green Marketing Studie 2026 mitmachen und gewinnen

Jetzt bei der Green Marketing Studie 2026 mitmachen und gewinnen

Wie wirksam und glaubwürdig ist nachhaltige Kommunikation heute noch? Teilen Sie Ihre Einschätzung und helfen Sie uns, ein realistisches Bild für Österreich zu zeichnen. Als Dankeschön werden insgesamt fünf Conference Passes für die MARKETING X (13.–14. Oktober 2026 in Wien) verlost.

Am zweiten Veranstaltungstag des JETZT SUMMITs rückten Ines Eschbacher von valantic und Susanne Holzer von Liechtenecker UX Studio die Bedeutung von Communities in den Fokus. Erstmals fand ein Kick Off in Form eines Live Podcasts statt namens „Vereinbarkeit”. Ausgangspunkt ihrer Ausführungen war die klare Abgrenzung zwischen klassischer Audience und Community: Während eine Audience einer Marke zuhört, zeichnet sich eine Community dadurch aus, dass ihre Mitglieder miteinander interagieren.

Diese Verschiebung wurde als grundlegender Paradigmenwechsel im digitalen Marketing beschrieben. Markenkommunikation entwickle sich zunehmend weg von einseitiger Ansprache hin zu dialogorientierten Strukturen, in denen Nutzer:innen aktiv eingebunden sind.

Algorithmen, KI und steigende Bedeutung von Vertrauen

Ein zentrales Thema des Vortrags war die wachsende Abhängigkeit von Plattform-Algorithmen. Eschbacher und Holzer betonten, dass Community-Building eine strategische Antwort auf diese Abhängigkeit darstellt. Mit dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz werde die Distribution von Inhalten zwar günstiger, gleichzeitig steige jedoch der Wert von Vertrauen. Inhalte allein reichten nicht mehr aus, um nachhaltige Beziehungen aufzubauen. Stattdessen gewinne die Qualität der Interaktion innerhalb von Communities an Bedeutung.

Offline als Impuls, digital als Verlängerung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verbindung von analogen und digitalen Formaten. Offline-Erlebnisse wurden als wichtiger Auslöser für Community-Bildung beschrieben, während digitale Kanäle die langfristige Interaktion ermöglichen.

Diese Kombination erlaube es Unternehmen, Beziehungen zu vertiefen und Communities über einzelne Touchpoints hinaus zu entwickeln. Der JETZT SUMMIT selbst diente dabei als praktisches Beispiel, etwa durch die Integration eines Live-Podcasts mit dem Publikum.

Vereinbarkeit als Grundlage für nachhaltige Communities

Abschließend stellten die Vortragenden einen direkten Zusammenhang zwischen Community-Erfolg und Vereinbarkeit her. Nachhaltige Communities könnten nur dort entstehen, wo Rahmenbedingungen geschaffen werden, die langfristige Teilnahme ermöglichen.

Vereinbarkeit wurde damit nicht nur als gesellschaftliches Thema, sondern als strategischer Erfolgsfaktor im Marketing positioniert. Sie bilde die Basis dafür, dass Community-Strukturen stabil bleiben und wachsen können.

Der zweite Tag des JETZT SUMMITs machte deutlich, dass Community-Building weit über einen kurzfristigen Trend hinausgeht. In einer zunehmend automatisierten und algorithmisch gesteuerten digitalen Welt entwickelt sich die aktive Einbindung von Nutzer:innen zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Beitrag teilen: