Mit „The Incredible Unknowns of the Louvre“ präsentieren Snaps AR Studio Paris und das Musée du Louvre eine interaktive AR-Erfahrung, die im regulären Eintrittspreis enthalten ist. Diese lädt Besucher*innen dazu ein, ihren Blick von den weltbekannten Ikonen hin zu Meisterwerken zu lenken, die im Alltag oft übersehen werden.
Das Projekt knüpft an einen ersten Testlauf aus dem Jahr 2023 an, der sich auf Werke aus dem Alten Ägypten konzentrierte. Nun wird Augmented Reality im gesamten Museum verankert und direkt in den Rundgang integriert. Seit dem 18. Februar bieten Snapchat und das Musée du Louvre neue, didaktisch aufbereitete AR-Erlebnisse zu sechs ausgewählten Meisterwerken. Besucher*innen können kostenlos direkt über ihr Smartphone
- Formen, Materialien und Farben sichtbar machen, die im Laufe der Jahrhunderte verblasst oder ganz verschwunden sind,
- künstlerische Techniken besser nachvollziehen
- und ikonische Werke aus den Sammlungen des Louvre auf eine ungewohnte, immersive Weise erleben.
Technologische Innovation im Zentrum des Besuchserlebnisses
Der Zugang zum immersiven Erlebnis ist einfach: Besucher*innen scannen den QR-Code auf dem Beschriftungsschild des jeweiligen Kunstwerks – schon öffnet sich die AR-Lens direkt auf dem Smartphone und führt mitten hinein in die Geschichten und Geheimnisse der Werke.
Die sechs Meisterwerke im Überblick:
- Der Codex Hammurapi
Dieses ikonische Monument des Alten Orients vereint fast 280 Rechtsentscheidungen, die auf den babylonischen König Hammurapi zurückgehen. Mit Augmented Reality können Besucher*innen den jahrtausendealten Gesetzestext Stück für Stück entschlüsseln – darunter auch das berühmte Prinzip „Auge um Auge“. - Büste des Echnaton
Die monumentale Skulptur aus dem Tempel von Karnak zeigt Pharao Amenophis IV., besser bekannt als Echnaton. Über AR gewinnt die Büste ihre ursprünglichen Proportionen und Farbnuancen zurück, die über die Jahrhunderte verloren gegangen sind, und lässt so einen zentralen Herrscher des Alten Ägypten in neuem Licht erscheinen. - Porträt von Anna von Kleve
Das Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren, einem der bedeutendsten deutschen Maler der Renaissance, gilt als Meisterstück malerischer Präzision und birgt zahlreiche versteckte Hinweise und Symbole. Auf dem Smartphone können Besucher*innen diese Geheimcodes direkt auf dem Bild entdecken und dechiffrieren. - Kore von Samos
Die marmorne Frauenfigur, eine Weihegabe an die Göttin Hera auf der Insel Samos, war ursprünglich in kräftigen Farben bemalt. In der AR-Experience erleben Besucher*innen, wie die Kore vor rund 2.500 Jahren aussah und gewinnen so ein genaueres Bild von der Farbigkeit antiker Skulpturen. - Die vier Gefangenen (Les Quatre Captifs)
Die imposanten Bronzen im Cour Puget umgaben einst den Sockel der Statue Ludwigs XIV. auf der Place des Victoires in Paris. Während der Französischen Revolution wurde die Statue des Sonnenkönigs zerstört und eingeschmolzen, die „Gefangenen“ jedoch – als Sinnbilder der Opfer absoluter Macht – blieben verschont. Mit Hilfe der AR-Technologie von Snap können Besucher*innen Martin Desjardins’ Werk in seiner ursprünglichen Anordnung und Wirkung im Cour Puget wiederentdecken. - Rustikale Figuren (Rustic Figurines)
Dieses außergewöhnliche Becken ist ein Schlüsselwerk des französischen Renaissance-Künstlers Bernard Palissy aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Durch die AR-Technologie erwachen Schlangen, Eidechsen, Schildkröten, Frösche und zahlreiche weitere Tiere zum Leben und machen Palissys radikalen Naturalismus unmittelbar erfahrbar.
„Mit ‚The Incredible Unknowns of the Louvre‘ wird Augmented Reality zu einem eigenen Vermittlungsmedium“, erklärt Antoine Gilbert, Manager AR Studio Paris. „Sie macht verlorene Farben, Bewegungen und Techniken sichtbar und eröffnet einen zeitgemäßen, emotionalen Zugang zu den Werken.“
Auch das Musée du Louvre unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Mit Snap nutzen wir Augmented Reality, um weniger bekannte Werke in den Vordergrund zu rücken und unser Kulturerbe in Formaten zu vermitteln, die zum digitalen Alltag der Menschen passen“, so Gautier Verbeke, Director of Audience Development and Public Engagement am Musée du Louvre.
Alle AR-Erlebnisse wurden vom AR Studio Paris von Snap in enger Zusammenarbeit mit den Kurator*innen des Musée du Louvre auf Basis von Archivbeständen und wissenschaftlichen Referenzen entwickelt.
Die Meisterwerke über den Louvre hinaus entdecken
Snap AR Studio Paris und das Musée du Louvre erweitern das Projekt zudem in den digitalen Raum und machen Teile des Erlebnisses für Snapchatter*innen weltweit zugänglich. Über das Lens-Carousel in Snapchat oder durch das Scannen von QR-Codes rund um das Museum wird eine zusätzliche AR-Erfahrung aktiviert: Animierte Marmorblöcke erscheinen, lassen sich spielerisch erkunden und geben Schritt für Schritt die dahinterliegenden Kunstwerke in 3D frei. Gleichzeitig erfahren die Nutzer*innen, in welchen Abteilungen des Museums die Originale zu finden sind.












