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MAK macht Alltagsobjekte zur Jahreskarte

Das MAK – Museum für angewandte Kunst setzt ein Zeichen für sein Leitprinzip „Alles ist angewandte Kunst“ und überträgt dieses am 24. Februar in eine ungewöhnliche Marketingaktion.

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Das MAK – Museum für angewandte Kunst setzt ein Zeichen für sein Leitprinzip „Alles ist angewandte Kunst“ und überträgt dieses am 24. Februar in eine ungewöhnliche Marketingaktion. Nach einer Idee der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann, kurz DMB., wird an diesem Tag ab 17 Uhr nahezu jedes persönliche Objekt zur potenziellen Jahreskarte.

Besucher:innen sind eingeladen, ihr individuelles Lieblingsobjekt mitzubringen. Vor Ort wird dieses mittels Gravur eines Barcodes versehen und damit offiziell als MAK-Jahreskarte aktiviert. Das gewählte Objekt fungiert in weiterer Folge als personalisiertes Zutrittsmedium.

Von der Küchenreibe bis zum Gebiss

Bereits im Vorfeld wird die Aktion durch eine breit angelegte Kampagne inszeniert. Out-of-Home-Sujets spielen mit der Offenheit des Konzepts und zeigen exemplarisch unterschiedliche Gegenstände, die zur Jahreskarte werden können. Die Bandbreite reicht dabei von Alltagsobjekten wie einer Küchenreibe bis hin zu ungewöhnlicheren Beispielen wie einem Gebiss.

Die Botschaft dahinter bleibt konsequent am Markenkern des Museums orientiert: Wenn alles angewandte Kunst sein kann, kann auch nahezu alles zur Eintrittskarte werden.

Kreativer Hack im Digitalen

Auch im digitalen Raum wird die Idee weitergeführt. Statt klassischem Retargeting setzt die Kampagne auf ein augenzwinkerndes „Re-Re-Targeting“. Objekte, die User:innen zuvor in Onlineshops betrachtet haben, tauchen in personalisierten MAK-Bannern erneut auf – diesmal jedoch als mögliche Jahreskarte.

Dieser Ansatz greift bekannte Mechanismen der Onlinewerbung auf und verfremdet sie kreativ. Das übliche Nachverfolgen von Produktinteressen wird in einen musealen Kontext übertragen und macht die Kampagnenidee interaktiv erfahrbar.

Erlebnisorientiertes Kulturmarketing

Mit der Aktion verbindet das MAK analoge Experience-Elemente im Museum mit digitaler Verlängerung im Werberaum. Die Kampagne schafft damit nicht nur Aufmerksamkeit für die Jahreskarte, sondern positioniert das Haus als experimentierfreudige Institution an der Schnittstelle von Kunst, Design und Alltagskultur.

Unter dem Claim „MAK aus allem deine Jahreskarte“ wird das Prinzip der angewandten Kunst spielerisch in eine partizipative Markenaktion übersetzt. Die Initiative zeigt, wie Kulturinstitutionen durch kreative Kommunikationsstrategien neue Zugänge für Besucher:innen schaffen können.

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