Eine spontane und vollkommen organische Liebeserklärung im US-Podcast „Conan O’Brien Needs a Friend“ hat Vöslauer ins internationale Rampenlicht gerückt. Wie kam es genau dazu?
Yvonne Haider-Lenz: Die Liebeserklärung entstand vollkommen organisch: Jordan Schlansky sprach nach seiner Österreichreise im Rahmen der Serie „Conon O‘Brian Must Go“ in der Podcast-Folge vom 11. Juli minutenlang begeistert über Vöslauer prickelnd – über Geschmack, Herkunft und Qualität und postete sogar ein Vöslauer Bild mit dem Titel „Austrians know great water“. Dieser spontane Moment erreichte Millionen Hörer:innen und wurde später durch ein Blindtest-Video auf YouTube verstärkt, das rasch über 360.000 Views erzielte. Für uns war klar: Das ist ein internationaler Markenmoment, der zeigt, welchen emotionalen Stellenwert Vöslauer bei Menschen weltweit auslösen kann. Und da wir uns sehr um unsere Fans auf der ganzen Welt kümmern, wollten wir als echte Lovebrand ein wenig Liebe zurückgeben.
Wie viele Tage lagen zwischen der Podcast-Folge vom 11. Juli und der Entscheidung: „Daraus machen wir eine Kampagne“ – und was war der konkrete Auslöser, dass ihr gesagt habt: Jetzt oder nie?
Arno Reisenbüchler: Es war relativ schnell klar, dass wir das Momentum nutzen sollten. Es gab ja auch schon vor der Podcast-Folge sehr konkrete Postings von Jordan, die ihn als ausgewiesenen Vöslauer Prickelnd-Aficionado outeten. Und auch danach tauchten immer wieder eindeutige Liebeserklärungen auf. Als während unserer Planung und Umsetzung auch noch das Blindtest-Video erschien, wussten wir, dass wir definitiv die richtige Entscheidung getroffen hatten.
Was war das klare Ziel dieser Aktion: Reichweite in den USA, Imageaufbau als „kultige Marke“ – oder ein Testballon, wie weit man mit Popkultur-Marketing für ein Mineralwasser gehen kann?
Yvonne Haider-Lenz: Das Ziel war, die organische Begeisterung aus dem Podcast aufzugreifen und sichtbar zu machen – und gleichzeitig zu zeigen, welches internationale Strahlpotenzial in Vöslauer steckt. Es ging darum, den Lovebrand-Status weiter zu festigen und die starke Fan-Connection humorvoll zurückzuspielen. Die Aktion war damit sowohl Imageaufbau als auch ein bewusstes Spiel mit Popkultur-Marketing.
Welche konkreten KPIs habt ihr für die Kampagne definiert – über die 360.000 YouTube-Views hinaus? Ging es z.B. um Social-Media-Engagement, Earned Media, Markenbekanntheit in bestimmten Märkten?
Yvonne Haider-Lenz: Ziel war es, zum Media & Social-Media-Topic zu werden und die Wahrnehmung von Vöslauer als kultige relevante Marke weiter zu stärken.
Arno Reisenbüchler: Die Aktion in LA soll ein weiterer Schritt sein, um Vöslauer zu einem Cultural Player zu transformieren und den Status der Lovebrand weiter zu festigen. Und die Chancen stehen ziemlich gut, dass der Case auch von Conan und Jordan nochmals aufgegriffen und so ein weiteres Mal befeuert wird.
Warum genau diese drei Maßnahmen in L.A.: Billboard auf der Melrose, Wildpostings, Human Billboards vor dem Studio? Welche Rolle hatte jedes dieser Elemente im Gesamtkonzept?
Arno Reisenbüchler: Natürlich hätten wir Jordan als Dankeschön auch „nur“ ein paar Flaschen Vöslauer Prickelnd schicken können. Doch das wäre weder unserem Anspruch als Kreativagentur gerecht geworden, noch dem Selbstverständnis von Vöslauer als moderner, mutiger Brand – und schon gar nicht Jordan Schlansky, der als Kult-Comedian geradezu nach einer guten Story verlangt. Also haben wir uns für ein vielschichtigeres Narrativ entschieden. Die Story hinter der Story ist ja, dass eigentlich Conan den Blindtest versaut hat, da er das falsche Wasser besorgt hat – nämlich Vöslauer Ohne statt Vöslauer Prickelnd. Unsere Mission war es nun Jordan zu unterstützen: Einerseits natürlich mit einer Lieferung des richtigen Mineralwassers, andererseits mit unterschiedlichsten Werbemitteln, die seinen Ruf als Wasser-Connoisseur trotz verloren Blindtests weiter festigen und die natürlich auch dafür gedacht waren, Conan ein bisschen zu ärgern. Wir haben uns für einen Mix aus bolden, statischen Werbemitteln und mobilen, flexibel einsetzbaren Promotion-Teams entschieden, um die Gegend rund um das Podcast-Studio bestmöglich bespielen zu können.
Wird die Geschichte mit Jordan Schlansky weitergeführt – etwa durch weitere Content-Formate, Kooperationen oder Aktivierungen in Österreich und den USA – oder bleibt es bewusst bei diesem einen, sehr zugespitzten Stunt?
Yvonne Haider-Lenz: Die Story war bewusst als pointierter, einmaliger Moment angelegt – ein augenzwinkerndes Dankeschön an Jordan. Gleichzeitig zeigt die Resonanz, wie gut solche organischen Markengeschichten funktionieren. Ob und wie wir weitere Schritte setzen, hängt davon ab, ob sich daraus erneut authentische Anknüpfungspunkte ergeben.














