© Elisabeth Kessler/MOMENTUM Wien

Um diese Themen drehte sich der Speakers Corner an Tag 1 des JETZT SUMMIT

Der Speakers Corner des JETZT SUMMIT am 25. März 2026 versammelt zentrale Stimmen aus Marketing, Kommunikation und Gesellschaft. Im Fokus stehen Glaubwürdigkeit, virale Mechaniken, Markenführung und strukturelle Ungleichheit.

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Der Speakers Corner beim JETZT SUMMIT 2026 zeigt die thematische Vielfalt aktueller Marketing- und Gesellschaftsdiskurse. Von strategischer Markenführung über datengetriebene Kampagnenplanung bis hin zu Fragen sozialer Gerechtigkeit reicht das Spektrum der Impulse. Gemeinsam ist den Beiträgen die Auseinandersetzung mit Vertrauen, Kommunikation und Verantwortung in einer zunehmend komplexen digitalen Öffentlichkeit.

Den Auftakt machte am Vormittag des 25. März Daniela Berlini mit einem Beitrag zur „radikalen Ehrlichkeit im Marketing“. Im Zentrum stand die These, dass Marken zunehmend an Vertrauen statt an Kreativität gemessen werden. Angesichts wachsender Transparenz, KI-generierter Inhalte und kritischer Konsument:innen werde Ehrlichkeit zur strategischen Ressource. Berlini argumentierte, dass diese nicht in einzelnen Kampagnen beginne, sondern tief im Marketingverständnis selbst verankert sein müsse.

Verkauf als Beziehungsarbeit

Franz Renkin knüpfte mit einem bewusst zugespitzten Titel an: „Gute Verkäufer sind bessere Liebhaber“. Der Buchautor stellt Verkauf als alltäglichen sozialen Prozess dar, der weit über klassische Vertriebssituationen hinausgeht. Wertschätzung, Empathie und Humor seien zentrale Elemente erfolgreicher Kommunikation – sowohl im Verkaufsgespräch als auch im privaten Beziehungsleben. Sein Vortrag verband persönliche Erfahrungen mit einem erweiterten Verständnis von Sales.

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Attention als widersprüchliche Leitgröße

Mit „Attention! Attention!“ widmete sich Jürgen Platzer einem zentralen Begriff der digitalen Mediaplanung. Während sich Branchenakteur:innen weitgehend einig über die Relevanz von Aufmerksamkeit als KPI zeigen, entwickle sich das tatsächliche Buchungsverhalten häufig in eine gegenteilige Richtung. Platzer lieferte eine Einordnung dieser Diskrepanz und beleuchtet die Rolle von Attention im aktuellen Kampagnenumfeld.

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Virale Strategien im Social Web

Clemens Mayer fokussierte in seinem Impulsvortrag auf virales Marketing. Vor dem Hintergrund sinkender organischer Reichweiten und steigender Konkurrenz um Sichtbarkeit auf Social Media stellt er praxisnahe Ansätze vor, mit denen Inhalte dennoch Aufmerksamkeit erzielen können. Dabei ging es insbesondere um kreative Mechaniken und strategische Planung viraler Inhalte.

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Markenführung im offenen Dialog

Am Nachmittag folgt mit „Schulterblicke: Gedanken, die sonst keiner hört“ ein Live-Podcast-Format. Alena Spitzer, Jana David-Wiedemann und Melanie Schomann, Marketingleiterin bei OBI, diskutierten aktuelle Herausforderungen der Markenführung. Im Mittelpunkt stand der Umgang mit wachsendem Content-Druck, neue Plattformlogiken sowie die Rolle von Podcasts im Marketingmix. Das offene Gespräch ersetzte klassische Präsentationsformate und bietet Einblicke in reale Entscheidungsprozesse.

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Gesellschaftliche Verantwortung und strukturelle Ungleichheit

Den Abschluss bildete Bobby Herrmann-Thurner mit dem Vortrag „Fat Business“, gleichzeitig der Titel ihres aktuellen Buches. Der Beitrag thematisierte strukturelle Diskriminierung mehrgewichtiger Menschen und deren Auswirkungen auf Arbeitswelt, Medien und Medizin. Herrmann-Thurner verband persönliche Erfahrungen mit gesellschaftspolitischen Forderungen und stellt die Frage, inwiefern wirtschaftliche Interessen von Körpernormen profitieren. Der Vortrag verstand sich als bewusste Abrechnung mit bestehenden Ungleichbehandlungen.

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