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Thomas Peham, CEO und Co-Founder von OtterlyAI

Thomas Peham, OtterlyAI: „Eine Konferenz wie die JETZT GEO/SEO beschleunigt den Austausch.”

Thomas Peham ist CEO und Co-Founder von OtterlyAI. Im Interview spricht er über seine Keynote, die er im Rahmen der JETZT GEO/SEO am 27. und 28. Jänner halten wird sowie die Sponsoring-Gründe. JETZT Tickets sichern!

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Am 27. und 28. Jänner 2026 findet zum ersten Mal die Fachkonferenz JETZT GEO/SEO in Wien statt. Was erwartest du dir persönlich von der Fachkonferenz?

Thomas Peham: Ehrlich gesagt freue ich mich am meisten auf den Austausch mit anderen Marketing-Experten. Wir sehen bei OtterlyAI täglich, wie Brands mit AI Search kämpfen, aber viele dieser Herausforderungen werden noch hinter verschlossenen Türen diskutiert. Die Konferenz ist eine Chance, gemeinsam herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Ich erwarte mir konkrete Diskussionen darüber, wie Teams ihre Workflows anpassen. Welche Metriken zählen wirklich, wenn Klicks immer weniger relevant werden? Wie rechtfertigt man Budgets für einen Kanal, der noch in den Kinderschuhen steckt? Solche Fragen lassen sich am besten face-to-face klären, wenn man die Erfahrungen von Marketing-Teams aus verschiedenen Industrien hört.

Du wirst die Opening Keynote am Conference Day mit dem Titel „The State of AI Search: Wie Du Deine Marke für ChatGPT & Co optimierst“ halten. Was dürfen sich die KonferenzteilnehmerInnen von deinem Auftritt erwarten?

Peham: Keine Theorie, sondern Daten und Insights aus über einer Million Citations. Wir haben im September 2025 analysiert, welche Websites auf ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews tatsächlich zitiert werden. Ich werde zeigen, warum viele Brands unsichtbar bleiben, obwohl ihr SEO perfekt ist. Die Teilnehmer bekommen einen praxisnahen Fahrplan mit konkreten Steps, die sie direkt nach der Keynote umsetzen können. Plus: Wir werden live durchgehen, wie man checkt, ob die eigene Website überhaupt zitierfähig ist.

Generative Engine Optimization (GEO) hat zuletzt einen großen Boom erfahren. Was fasziniert dich an den neuen Möglichkeiten in dem Bereich am meisten? 

Peham: Dass GEO verschiedene Marketing-Disziplinen wieder zusammenbringt, die über Jahre künstlich getrennt wurden. Gute On-Page-Arbeit allein reicht nicht. Du brauchst gleichzeitig starken Content, Digital PR und Community-Präsenz. Ein konkretes Beispiel: Wenn deine Brand auf Reddit diskutiert wird, steigen deine Chancen auf Brand Mentions bei ChatGPT. Das bedeutet, dein Content-Team muss mit dem Community-Team sprechen, das wiederum mit PR koordiniert werden muss. Silos funktionieren in GEO einfach nicht. Das ist keine Revolution. Es ist eine Rückbesinnung auf ganzheitliches Marketing, bevor alles in spezialisierte Teams zerlegt wurde. SEO macht On-Page, Content erstellt Blog-Posts, PR kümmert sich um Medien, jeder in seiner Box. GEO zwingt diese Disziplinen zurück an einen Tisch, weil AI-Plattformen ganzheitlich bewerten. 

Was ist aus deiner Sicht das größte Missverständnis in Zusammenhang mit GEO/SEO?

Peham: Dass man mit den gleichen Metriken arbeiten kann. SEO-Teams messen Rankings, Klicks, Traffic. In AI Search sind diese Zahlen bedeutungslos, weil es keine Klicks gibt. Die neuen Metriken sind radikal brand-fokussiert. Wie oft wird deine Marke erwähnt? In welchem Kontext erscheint sie? Wird sie als Autorität positioniert oder nur als eine von vielen Optionen? Das sind qualitative Fragen, keine quantitativen. Ein Beispiel: Stell dir vor, deine Brand wird in 100 ChatGPT-Antworten erwähnt, aber immer erst an dritter Stelle nach zwei Konkurrenten. Im klassischen SEO hättest du 100 Impressions. In GEO hast du ein Positionierungsproblem. Die Metrik ist nicht „Wie oft?”, sondern „Wie gut?”. Das zwingt Marketing-Teams zurück zu klassischen Brand-Metriken: Share of Voice, Sentiment, Positionierung. Wir müssen wieder lernen, Brand-Sichtbarkeit als eigenständigen Wert zu messen, nicht nur als Vorstufe zu Traffic.

Welche Trends erwartest du in den kommenden Jahren im Bereich GEO/SEO?

Peham: Erstens wird die Fragmentierung zunehmen. ChatGPT, Perplexity, Google, Anthropic Claude, jede Plattform hat eigene Präferenzen. Brands brauchen plattformspezifische Strategien, ähnlich wie heute bei Social Media. Zweitens sehe ich einen Shift zu Community-Content. Reddit und Wikipedia dominieren unsere Citation-Daten nicht ohne Grund. Brands müssen lernen, in Communities präsent zu sein, statt nur owned Media zu optimieren. PR wird wichtiger als klassisches SEO. Drittens: AI-Bot-Management wird zur eigenen Disziplin. Server Logs zeigen heute schon, dass AI Crawler mehr Traffic erzeugen als manche traditionelle Suchmaschinen. Teams brauchen Tools, um diesen Traffic zu monitoren und zu steuern. Wir entwickeln gerade Agent Analytics genau dafür.

Ihr fungiert außerdem als Sponsor der ersten JETZT GEO/SEO. Aus welchen Gründen unterstützt ihr die Fachkonferenz?

Peham: Weil wir glauben, dass die DACH-Region eine eigene Stimme in dieser Diskussion braucht. Viele SEO/GEO-Konferenzen finden in den USA statt, aber die Herausforderungen hier sind teilweise anders. deutschsprachiger Content, lokales SEO/GEO, das alles spielt eine Rolle. Als österreichisches Unternehmen ist es uns wichtig, dass Wien als Hub für AI-Marketing-Innovation sichtbar wird. Ich habe mit meinen Mitgründern Josef und Klaus hier seit vielen Jahren erfolgreiche B2B SaaS Unternehmen aufgebaut, und jetzt mit OtterlyAI über 15.000 User weltweit. Diese Erfolgsgeschichten inspirieren hoffentlich auch ein paar lokale Marketing-Teams. Und ganz praktisch: Wir lernen selbst enorm von solchen Events. Die besten Product-Features bei OtterlyAI kamen aus Gesprächen mit Kunden und der Community. Eine Konferenz wie diese beschleunigt diesen Austausch.

Die Fachkonferenz JETZT GEO/SEO findet am 27. und 28. Jänner 2026 im SAAL der Labstelle in Wien statt. Hier geht’s zum Ticketshop: Tickets | JETZT GEO/SEO 

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