© Elisabeth Kessler/MOMENTUM Wien

Tobias Riesenbichler von Google

JETZT GEO/SEO: Wie KI die Google Suche neu definiert

In seiner Keynote bei der JETZT GEO/SEO erläuterte Tobias Friesenbichler von Google, wie künstliche Intelligenz die Suche verändert, welche Rolle AI Overviews spielen und warum sich Suchverhalten, Sichtbarkeit und SEO grundlegend weiterentwickeln.

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In seiner Keynote beim Conference Day der JETZT GEO/SEO ordnete Tobias Friesenbichler die rasante Integration von KI in die Google Suche ein. Künstliche Intelligenz sei kein Zusatzfeature, sondern der nächste logische Evolutionsschritt einer Suche, die seit Jahren darauf ausgerichtet ist, Nutzer:innen möglichst schnell die relevanteste Antwort zu liefern.

Mit AI Overviews und dem AI Mode verfolgt Google das Ziel, komplexe Fragen besser zu verstehen, Inhalte zusammenzufassen und Kontext herzustellen – insbesondere bei informationsgetriebenen Suchanfragen.

Vom Finden von Links zum Verstehen von Fragen

Friesenbichler machte deutlich, dass sich der Fokus der Suche verschiebt: Weg vom reinen Auffinden einzelner Dokumente, hin zum Verstehen von Fragen und Intentionen. KI ermögliche es, Suchanfragen in mehrere Teilaspekte zu zerlegen, relevante Informationen zu bündeln und unterschiedliche Perspektiven abzubilden.

Gerade bei komplexen oder erklärungsbedürftigen Themen soll die Suche dadurch hilfreicher werden. Nutzer:innen erhalten schneller Orientierung, ohne sich durch zahlreiche Einzelergebnisse klicken zu müssen.

AI Overviews als Teil der Suche – nicht als Ersatz

Ein zentraler Punkt der Keynote war die Einordnung von AI Overviews. Diese seien kein Ersatz für Websites, sondern ein integraler Bestandteil der Google Suche. Die KI greife auf Inhalte aus dem offenen Web zurück, nenne Quellen und verlinke auf weiterführende Informationen.

Friesenbichler betonte, dass hochwertige Inhalte weiterhin die Grundlage bilden. Webseiten, die klare Antworten liefern, gut strukturiert sind und Expertise zeigen, hätten auch in einer KI-gestützten Suche eine hohe Relevanz.

Qualität, Vertrauen und Nutzer:innenfokus bleiben entscheidend

Trotz technologischer Veränderungen bleiben die Grundprinzipien der Suche laut Google bestehen. Qualität, Vertrauenswürdigkeit und Nutzer:innenorientierung seien weiterhin zentrale Bewertungskriterien. KI verstärke diese Anforderungen sogar, da Systeme lernen müssen, welche Informationen verlässlich, aktuell und hilfreich sind.

Für Websitebetreiber:innen bedeutet das, Inhalte konsequent an echten Nutzer:innenfragen auszurichten, transparent zu arbeiten und Expertise sichtbar zu machen. Klassische SEO-Grundlagen wie saubere Technik, klare Struktur und relevante Inhalte verlieren dabei nicht an Bedeutung.

Auswirkungen auf SEO und Content-Strategien

Friesenbichler ordnete die Entwicklungen auch für SEO und Content ein. Die Suche entwickle sich dynamisch weiter, doch erfolgreiche Strategien setzen weiterhin auf nachhaltige Qualität statt kurzfristiger Optimierung. KI belohne Inhalte, die Zusammenhänge erklären, Mehrwert bieten und komplexe Themen verständlich aufbereiten.

Gleichzeitig eröffnen neue Suchformate zusätzliche Möglichkeiten für Sichtbarkeit – insbesondere für Inhalte, die gezielt auf Informationsbedürfnisse eingehen und als verlässliche Quelle wahrgenommen werden.

Fazit: Die Google Suche wird hilfreicher, nicht beliebiger

Die Keynote machte deutlich, dass KI die Google Suche nicht beliebig verändert, sondern gezielt weiterentwickelt. Ziel bleibt es, Nutzer:innen schneller zu relevanten Antworten zu führen und Orientierung zu bieten. Für Unternehmen und Publisher bedeutet das, sich auf Qualität, Klarheit und Nutzer:innenzentrierung zu konzentrieren – denn diese Faktoren bilden auch im KI-Zeitalter die Basis für Sichtbarkeit.

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