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Samsung Bespoke AI 2026: Haushaltsgeräte sollen zu Home Companions werden

Samsung skizziert auf der CES 2026 seine Vision für vernetzte Haushaltsgeräte. Künstliche Intelligenz, SmartThings und Bixby sollen Geräte in adaptive „Home Companions“ verwandeln und den Alltag besser unterstützen.

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Samsung Electronics hat im Rahmen der CES 2026 in Las Vegas seine strategische Ausrichtung für den Geschäftsbereich Digital Appliances vorgestellt. Im Zentrum steht die Weiterentwicklung der Bespoke-AI-Geräte, die durch künstliche Intelligenz und Konnektivität einen aktiven Beitrag zu einem besseren Wohnen leisten sollen. Hintergrund ist ein globaler Hausgerätemarkt, in dem KI-basierte Funktionen und vernetztes Leben zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die Präsentation erfolgte im Rahmen einer Deep-Dive-Session auf der CES 2026 und wurde von Cheolgi Kim, Head of Digital Appliances Business, geleitet. Er beschrieb, wie sich Samsungs Geräte vom reinen Haushaltshelfer zum sogenannten „Home Companion“ entwickeln sollen.

SmartThings als zentrales Bindeglied

Kern der Strategie ist die nahtlose Vernetzung der Bespoke-AI-Geräte über die Plattform SmartThings. Ergänzt durch Sprachsteuerung via Bixby, integrierte Displays sowie Kamera- und Sensorikfunktionen sollen die Geräte ihre Nutzer:innen sehen, hören und verstehen können. Ziel ist eine proaktive Anpassung an alltägliche Routinen.

Diese intelligente Anpassungsfähigkeit beschränkt sich nicht nur auf Haushaltsgeräte. Auch Fernseher und mobile Endgeräte werden in das KI-Ökosystem eingebunden, um ein konsistentes Nutzungserlebnis über verschiedene Gerätekategorien hinweg zu ermöglichen.

Regionale Schwerpunkte im Produktportfolio

Ein weiterer Fokus der Präsentation lag auf der regionalen Differenzierung. Laut JS Moon, Head of Research and Development im Digital-Appliances-Bereich, passt Samsung sein Portfolio gezielt an lokale Marktanforderungen an. In Nordamerika treiben neue Formfaktoren wie die Bespoke AI Laundry Combo das Wachstum. Zusätzlich sollen neue Küchengeräte mit einheitlichem Edelstahl-Design im Jahr 2026 lokale Designpräferenzen adressieren.

In Europa steht weiterhin die Energieeffizienz im Vordergrund. Samsung verweist hier unter anderem auf Waschmaschinen, die den europäischen Mindeststandard der Energieeffizienzklasse A um bis zu 65 Prozent unterschreiten, sowie auf effiziente HVAC-Lösungen und Einbauküchengeräte.

Lateinamerika verzeichnet vor allem bei Wasch- und Klimageräten eine starke Nachfrage. In Asien sieht Samsung großes Potenzial in Smart-Home-Ökosystemen und lokalisierten KI-Funktionen wie regionaler Sprachunterstützung und erweiterten Energiemanagement-Modi.

KI über klassische Haushaltsgeräte hinaus

Mit Blick auf die kommenden Jahre will Samsung den Einsatz von KI über klassische Haushaltsgeräte hinaus ausweiten. Geplant sind unter anderem Lösungen für HVAC-Systeme, modulare Wohnkonzepte sowie versicherungsbasierte Serviceangebote, die den Nutzen vernetzter Geräte langfristig erhöhen sollen. Offene Partnerschaften, regionale Anpassungen und langfristige Software-Updates gelten dabei als zentrale Bausteine, um Vertrauen zu schaffen und die Alltagstauglichkeit der KI-Funktionen sicherzustellen.

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