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Gerhard Kürner, CEO von 506.ai

Kollega: 506.ai gibt Unternehmen die Mitarbeiter:innen, die der Arbeitsmarkt nicht liefern kann

Mit Kollega bringt das Linzer Tech-Unternehmen 506.ai die erste KI-Belegschaft auf den Markt. Statt Software zu bedienen, stellen Unternehmen spezialisierte KI-Mitarbeitende ein, die eigenständig Aufgaben in Vertrieb, Service oder Administration übernehmen.

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Das Linzer Technologieunternehmen 506 Data & Performance bringt mit Kollega eine KI-Plattform auf den Markt, die einen grundlegenden Perspektivenwechsel einläutet: Künstliche Intelligenz wird nicht länger als Werkzeug verstanden, sondern als eigenständiges Teammitglied. Spezialisierte KI-Mitarbeiter:innen übernehmen fortlaufend und rund um die Uhr Aufgaben in Vertrieb, Kundenservice, Sachbearbeitung, Einkauf oder IT-Service – und adressieren damit den akuten Fachkräftemangel im deutschsprachigen Mittelstand.

Der Paradigmenwechsel: Software arbeitet jetzt selbst

Unternehmen kauften bislang Software – und machten damit die Arbeit selbst. ERP‑, CRM- oder Projektmanagement-Systeme sind Werkzeuge, die Menschen bedienen müssen. Kollega dreht dieses Prinzip um: Statt eines Tools kommt eine digitale Arbeitskraft ins Team, die Aufgaben eigenständig erledigt – Dokumente lesen, E‑Mails verfassen, Angebote erstellen, Anfragen bearbeiten oder Daten pflegen. Nicht auf Knopfdruck, sondern kontinuierlich und prozessintegriert.

„Niemand kauft Software, um Software zu haben. Unternehmen suchen jemanden, der die Arbeit macht. Genau das ist Kollega“, sagt Gerhard Kürner, CEO von 506.ai.

Die erste KI, die man einstellt – nicht bedient

Jede:r Kollega ist auf einen klar definierten Fachbereich spezialisiert. Die KI kennt Prozesse, Vorlagen und Abläufe – und liefert nicht bloß Textvorschläge im Chat, sondern fertige Ergebnisse im Arbeitsprozess. Kollega wird dort eingesetzt, wo Unternehmen keine passenden Mitarbeiter:innen finden oder wo sich eine Vollzeitstelle wirtschaftlich nicht rechnet. Mit jeder erledigten Aufgabe erweitert das System seine Wissensbasis und wird präziser.

Warum jetzt? Die Technologie ist reif

Was vor 18 Monaten noch als Zukunftsmusik galt, ist heute produktionsreif: Large Language Models verstehen nicht mehr nur Sprache, sondern komplexe Geschäftsprozesse. Moderne Agentenframeworks ermöglichen KI-Systeme, die nicht nur reagieren, sondern agieren – E‑Mails versenden, Dokumente ablegen, Systeme bedienen oder Entscheidungen vorbereiten.

Hinter der technologischen Basis von Kollega steht Andreas Stöckl, Head of AI bei 506.ai und Professor an der FH Oberösterreich (Campus Hagenberg). Seit über einem Jahr arbeitet er an autonomen KI-Agentenarchitekturen, testet Ansätze und optimiert Prozesse.

„Was wir im letzten Jahr an technologischem Fortschritt gesehen haben, hat die Spielregeln fundamental verändert. Autonome Agenten, die eigenständig komplexe Aufgabenketten abarbeiten – das ist heute produktionsreif. Kollega nutzt genau dieses Zeitfenster“, so Stöckl.

Kollega ist kein Experimentierfeld, sondern strukturell eingebunden: Jede KI-Mitarbeiter:in erhält eine:n Vorgesetzte:n im Unternehmen. Diese Person begleitet die Einschulung, definiert Aufgaben und prüft Ergebnisse. Verantwortung und Qualitätssicherung bleiben klar geregelt – wie bei einer klassischen Neueinstellung.

Gehalt statt Lizenz

Das Geschäftsmodell folgt ebenfalls der Logik einer Anstellung: KI-Mitarbeiter:innen werden nicht lizenziert, sondern „eingestellt“.

  • Vorstellungsgespräch: Stelle, Aufgaben und Erwartungen werden kostenlos geklärt.
  • Probezeit: Fixes Einstiegsgehalt, Aufbau der Wissensbasis, jederzeit kündbar.
  • Festanstellung: Gehalt nach Leistungsprofil plus Erfolgsprämie pro erledigte Aufgabe.

Damit wird KI nicht als abstrakte Technologie, sondern als konkrete Arbeitskraft kalkulierbar.

Datensicherheit als Versprechen

Kollega ist vollständig DSGVO-konform, deutschsprachig und auf EU-Servern gehostet. Die Infrastruktur ist ISO-27001-zertifiziert, sämtliche Unternehmensdaten bleiben innerhalb klar definierter Grenzen. Datensicherheit wird nicht als Zusatzfunktion kommuniziert – sondern als Grundvoraussetzung.

Mit Kollega etabliert 506.ai eine neue Kategorie im Markt: die KI-Belegschaft. Statt Software zu bedienen, stellen Unternehmen erstmals digitale Kolleg:innen ein, die eigenständig arbeiten – rund um die Uhr.

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