Das österreichische Digitalmedium Jetzt startet eine Partnerschaft mit dem US-Magazin „The Atlantic”. Künftig sollen ausgewählte Texte aus Politik, Gesellschaft und Kultur regelmäßig für den österreichischen Markt aufbereitet werden. Jetzt will damit internationale Debatten stärker in die eigene Berichterstattung einbinden und Inhalte anbieten, die auf Einordnung und Hintergrund setzen.
Professionelle Übersetzung statt reiner Übernahme
Im Zentrum der Zusammenarbeit steht nicht die bloße Übernahme von Originaltexten. Die Beiträge werden professionell ins Deutsche übersetzt. Laut Chefredakteurin Hatice Akyün übernimmt das ein Team journalistischer Übersetzer:innen mit Native-Speaker-Kompetenz. Damit soll die Qualität der Texte auch in der deutschen Fassung erhalten bleiben und zugleich für das hiesige Publikum sprachlich passend umgesetzt werden.
Vertonung als zusätzliche redaktionelle Umsetzung
Neben der Übersetzung plant Jetzt auch Audio-Versionen der Atlantic-Artikel. Diese werden vom Morgenüberblick-Redakteur Philipp Bernhard vertont. Die Redaktion betont dabei, dass die Stücke nicht als reine Vorleseformate gedacht sind, sondern als eigenständige journalistische Umsetzung mit Fokus auf Sprache und Erzählfluss.
Gemeinsames Selbstverständnis gegen Klicklogik
Beide Medienhäuser verweisen auf ein ähnliches publizistisches Verständnis. The Atlantic gilt international als Magazin, das auf langfristige Wirkung, Kontext und Analyse setzt. In eine ähnliche Richtung positioniert sich Jetzt mit längeren, erklärenden Formaten, die Zusammenhänge sichtbar machen sollen, statt auf kurzfristige Empörung und maximale Reichweite zu zielen. Aus der Redaktion wird die Kooperation daher als Partnerschaft mit inhaltlicher Nähe beschrieben, nicht als reiner Content-Austausch.
Auftakt am 17. Dezember mit erstem Beitrag
Zum Start der Kooperation veröffentlichte Jetzt am 17. Dezember den ersten übersetzten Text unter dem Titel „Zeit für echte Freunde“. Weitere Beiträge sollen folgen und schrittweise das Angebot für zahlende Mitglieder erweitern. Zu konkreten Mitgliederzahlen äußert sich die Chefredakteurin nicht, verweist jedoch auf eine positive Entwicklung. Rund um Weihnachten werde das Abo zudem verstärkt als Geschenk genutzt; die Kooperation soll das bestehende Angebot ergänzen und zusätzliche Anreize für neue Abschlüsse schaffen.














