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BBDO startet Podcast „Schulterblicke“ über Agenturrealität

Mit „Schulterblicke“ bringt BBDO ab 12. Jänner 2026 einen neuen Podcast an den Start. CEO Jana David-Wiedemann und Head of Digital Alena Spitzer sprechen darin offen über Denkprozesse, Zweifel und Entscheidungen hinter Kampagnen.

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Der Podcast „Schulterblicke“ der Agentur BBDO startet offiziell am 12. Jänner 2026. Eine erste Folge null ist bereits online und dient als inhaltlicher Auftakt. Darin stellen die beiden Hosts, CEO Jana David-Wiedemann und Head of Digital Alena Spitzer, ihre Motivation und den Anspruch des Formats vor.

Ein Podcast aus der Agentur heraus

Ausgangspunkt für das neue Audioformat waren interne Gespräche im Team. Laut Jana David-Wiedemann sei dabei deutlich geworden, dass Diskussionen über Kampagnen, Trends und die Dynamik des Agenturalltags auch über die eigene Organisation hinaus relevant seien. Der Startzeitpunkt sei weniger strategisch gewählt als Ausdruck eines Moments, in dem sich Kommunikation neu sortiere – zwischen Künstlicher Intelligenz, Kulturwandel, fragmentierten Medien und einem zunehmend kritischen Publikum.

Der Podcast soll Raum für Fragen bieten, die in der Branche zwar präsent sind, aber selten offen diskutiert werden. Ziel sei es, zuzuhören, zu hinterfragen und Einblicke in reale Entscheidungsprozesse zu geben.

Blick hinter die Kulissen statt Erfolgsrückschau

Der Titel „Schulterblicke“ ist programmatisch gemeint. Alena Spitzer beschreibt das Format als Versuch, unter die Oberfläche zu schauen und Denkprozesse sichtbar zu machen, die im Alltag oft verborgen bleiben. Neben gelungenen Ideen sollen auch Zweifel, Reibungen und Umwege thematisiert werden.

Im Unterschied zu vielen bestehenden Marketing- und Kreativpodcasts setzt „Schulterblicke“ auf die Perspektive von Praktiker:innen. Statt Erfolgsrezepte zu präsentieren, gehe es um das Warum hinter Entscheidungen – auch dann, wenn Kampagnen nicht wie geplant funktionieren.

Graubereiche der Kommunikation im Fokus

Inhaltlich bewegt sich der Podcast bewusst zwischen Arbeit, Haltung und persönlichen Erfahrungen. Kommunikation werde selten eindeutig, sondern entstehe oft in Graubereichen. Diese Ambivalenzen sollen ebenso Platz haben wie die Sichtweisen von Marken und Kund:innen, die täglich unter Unsicherheit entscheiden müssen.

Die Agenturperspektive ermögliche es, nicht nur Ergebnisse zu zeigen, sondern Wege dorthin. David-Wiedemann betont die besondere Position zwischen Marken, Medien, Kultur und Konsument:innen, aus der sich Entwicklungen früh erkennen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten ließen.

Transparenz als Voraussetzung für Offenheit

Beide Hosts betonen, dass Ehrlichkeit im Podcast eng an Transparenz geknüpft ist. Persönliche Meinungen und der Agenturkontext sollen klar erkennbar nebeneinanderstehen. Auch unbequeme Einschätzungen hätten Platz, solange nachvollziehbar bleibe, aus welcher Rolle gesprochen wird.

Die Zielgruppe von „Schulterblicke“ ist bewusst breit gefasst: Angesprochen sind Menschen, die sich für Kommunikation interessieren – unabhängig davon, ob sie in der Branche arbeiten, am Beginn ihrer Laufbahn stehen oder Zusammenhänge zwischen Marken, Medien und Kultur besser verstehen wollen.

Auftakt mit Rückblick auf 2025

In der ersten regulären Folge diskutieren David-Wiedemann und Spitzer Kampagnen, die im Jahr 2025 für Debatten gesorgt haben. Im Zentrum steht die Frage, warum Kreativität heute weniger Methode als Mut erfordert.

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