Der Staatspreis Marketing ist die höchste staatliche Auszeichnung für Marketingleistungen in Österreich und würdigt Qualität, Innovationsgrad und betriebswirtschaftliche Relevanz. Warum ist es aus deiner Sicht wichtig, dass Unternehmen und Agenturen ihre erfolgreichen Projekte sichtbar machen und beim Staatspreis einreichen?
Antonia Koch: Marketing wirkt – aber nur, wenn wir seine Wirkung auch sichtbar machen. Der Staatspreis Marketing ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern ein Qualitätssiegel. Er zeigt, dass Marketing mehr ist als Kommunikation oder Kampagne, nämlich ein strategischer Hebel für Unternehmenserfolg. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten ist es wichtig, Erfolge belegbar zu machen. Wer einreicht, setzt ein Zeichen: Wir stehen zu unserer Leistung, wir können Wirkung nachweisen – und wir verstehen Marketing als Managementdisziplin.
Der Preis zeichnet ganzheitliche Marketingleistungen aus, die messbaren Unternehmenserfolg erzielen. Welche konkrete Bedeutung kann eine Auszeichnung für die Positionierung eines Unternehmens oder einer Agentur am Markt haben?
Koch: Eine Auszeichnung wie der Staatspreis wirkt auf mehreren Ebenen. Nach außen stärkt sie Reputation, Differenzierung und Vertrauenswürdigkeit – gegenüber Kund:innen, Partnern und Talenten. Nach innen ist sie oft noch wertvoller: Sie macht sichtbar, welchen Beitrag Marketing zum Unternehmenserfolg leistet. Das stärkt die Rolle des Marketings im Unternehmen und verschiebt es vom operativen Dienstleister hin zur strategischen Führungsfunktion.
Viele Unternehmen leisten exzellente Marketingarbeit, unterschätzen aber oft deren strategischen Wert. Was würdest du Entscheidungsträger:innen sagen, die zögern, ihre Projekte einzureichen?
Koch: Ich würde sagen: Wenn Sie selbst nicht zeigen, welchen Wert Ihr Marketing schafft, wird es niemand für Sie tun. Viele Unternehmen leisten exzellente Arbeit, aber sie sprechen zu wenig darüber. Eine Einreichung ist kein Selbstzweck, sondern eine strukturierte Reflexion der eigenen Leistung. Schon dieser Prozess bringt Klarheit: Was war die Strategie? Was war die Wirkung? Was war der Unterschied? Und selbst wenn man nicht gewinnt, man gewinnt Erkenntnis.
Der Staatspreis Marketing macht Best Practice sichtbar und setzt Qualitätsmaßstäbe für die gesamte Branche. Welchen Beitrag leistet die Auszeichnung aus deiner Sicht zur Weiterentwicklung des Marketings in Österreich?
Koch: Der Staatspreis definiert, was unter ganzheitlicher Marketingleistung verstanden wird: strategische Klarheit, Innovationskraft und messbarer wirtschaftlicher Erfolg. Das hebt das Niveau der Branche insgesamt.
Er zeigt Best Practice, fördert Vergleichbarkeit und schafft Orientierung. Damit trägt er dazu bei, Marketing als wirtschaftlich relevante Disziplin zu stärken – nicht als Kostenstelle, sondern als Wertschöpfungstreiber.
Erstmals werden heuer zusätzlich die besten Einreichungen aus jedem Bundesland ausgezeichnet. Welche Chancen eröffnet diese neue Bühne für die regionale Wirtschaft und für die Sichtbarkeit starker Marketingleistungen außerhalb der klassischen Zentren?
Koch: Die zusätzliche Auszeichnung pro Bundesland schafft eine wichtige Bühne für die Vielfalt und Qualität des Marketings in ganz Österreich. Sie macht sichtbar, wie viel strategische Kompetenz auch außerhalb der klassischen Zentren entsteht. Gerade Oberösterreich steht für unternehmerisch geprägtes, wirkungsorientiertes Marketing – oft sehr strategisch, eng an der Wertschöpfung und international ausgerichtet. Die neue Bühne unterstreicht, was in den Regionen längst geleistet wird. Im Marketing Club Linz holen wir seit Jahren die besten Einreichungen aus Oberösterreich vor den Vorhang, um andere zu inspirieren und voneinander zu lernen.
Jetzt hier für den Staatspreis Marketing einreichen – und zwar noch bis zum 6. März 2026.














