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© Unsplash

Zwischen Schnelllebigkeit und strategischer Planung: Social Media Management gewinnt an Bedeutung

Die Geschwindigkeit auf den Plattformen ist die größte Herausforderung für Social Media Manager in Unternehmen. Ein Großteil von ihnen fühlt sich von der Schnelllebigkeit von Social Media aktuell überfordert. Eine der Antworten darauf heißt Automatisierung.

Dies ist eine zentrale Erkenntnis der jetzt vorgestellten Social Media Management Study 2023 von Virtual Identity (VI). Zusammen mit den akademischen Partnern Dr. Rosemarie Nowak von der Donau Universität Krems und Prof. Dr. Christian Rudeloff von der Hochschule Macromedia Hamburg hat Virtual Identity den aktuellen Stand des Social Media Marketings in der DACH-Region untersucht. Social Media Managern wurde dabei die Möglichkeit gegeben, ihre Meinung zur Bedeutung ihrer Rolle im Unternehmen, zur Messung des Erfolgs und zu den Herausforderungen im täglichen Geschäft mitzuteilen.

Größte Herausforderung ist die Schnelllebigkeit

Dabei zeigt sich auch die gestiegene Bedeutung von Social Media. Interessanterweise sind Social Media Manager nicht nur über ihren Wert im Unternehmen im Bilde, sondern auch in die strategische Planung eingebunden. Ihre größte Herausforderung? Die Schnelllebigkeit der sozialen Medien, während sie sich nach mehr Budget und Ressourcen sehnen, um ihre Arbeit noch besser ausführen zu können.

Wichtigste Währung bleiben die Interaktionen. 62 Prozent der Befragten messen ihren Erfolg daran. Grund dafür ist auch, dass Kommentare, Shares und Likes am besten in die Geschäftsleitungen kommunizierbar sind. Erfolgsversprechender wären allerdings Performance, Leads und Conversions. 

Das Festhalten an der herkömmlichen Erfolgsmessung zeugt von einem Wissensdefizit bezüglich des Beitrags, den Social Media zum Unternehmenserfolg leistet. “Die Erfolgsmessung per Engagement, Interaktion, Klicks und Click-Through-Rates lassen sich leicht und präzise ablesen, ähnlich wie die Anzahl der Fans und Follower. Es passt ins stressige Business der Social Media Manager:innen, diese leicht greifbaren Zahlen heranzuziehen, die wiederum plakativ weiterkommuniziert werden können, beispielsweise an Vorgesetzte. Mich hätte eher überrascht, wenn das Ergebnis anders ausgefallen wäre“, sagt Dr. Rosemarie Nowak dazu.

Prof. Dr. Christian Rudeloff ist überzeugt: „Ausgeklügelte Erfolgsmessungen werden in Kommunikationsabteilungen häufig vernachlässigt. Vielleicht können wir eine Trendwende erwarten, eine passende Erfolgsmessung für Social Media durchzuführen steht bei den Herausforderungen der Befragten an dritter Stelle.“

Birgit Sedlmayer-Gansinger, Business Development Virtual Identity, sieht darin auch einen besonderen Wert der Studie: „Wir halten es für wichtig, auch Personen in Führungspositionen den Wertbeitrag von Social Media zu vermitteln – und somit die Stellung von Social Media Managerinnen und Managern zu stärken.”

Wichtigstes Ziel ist Brand Awareness

Wichtigstes Ziel für Social Media ManagerInnen ist laut Studie weiterhin die Brand Awareness. Dabei verändert sich die Rolle von einzelnen Plattformen. Linkedin gewinnt demnach stetig an Bedeutung als Business-Plattform, das Gegenteil gilt nach Aussage der Studien-TeilnehmerInnen für Xing. Unverzichtbar ist nach Ansicht fast aller Unternehmen die eigene Website. Für 97 Prozent aller Befragten ist sie der zentrale Punkt der Customer Journey. Ähnlich gesetzt ist für viele Instagram. TikTok wird – sollte es keine gesetzlichen Einschränkungen geben – immer stärker genutzt werden. Twitter ist dagegen angesichts der zahlreichen Turbulenzen und Unsicherheiten auf dem absteigenden Ast.

Das Social Media Management ist inzwischen etablierter Teil der Kommunikationslandschaft. Von 85 Prozent der Social Media Manager werden Vorschläge zur strategischen Planung immer oder meistens umgesetzt. 85 Prozent sind davon überzeugt, die Herausforderungen sehr oder eher gut zu bewältigen. Und doch sind sich die Social Media Manager noch immer nicht einig, ob ihr Aufgabengebiet zum Gesamtunternehmenserfolg beiträgt.  „Social Media von der Sonderrolle zum etablierten Kanal etabliert, der in Markenkommunikation, Sales und Service nachweisbare Beiträge liefert“, fasst Amir Tavakolian, Geschäftsführer Virtual Identity GmbH, zusammen.

Social Media Manager professionalisieren sich, sind relevante KommunikatorInnen und MultiplikatorInnen. Auch wenn strategische Tätigkeiten für Social Media Manager bedeutend sind, steht aber weiterhin zumeist das Tagesgeschäft im Fokus, was auch mit der Schnelllebigkeit des Bereichs zu tun hat. Eine der Konsequenzen daraus erläutert Michael Oppermann, Senior Data Consultant VI: „Die Automatisierung der Content-Produktion und ‑Distribution nimmt zu. Basierend auf datengesteuerten Vorlagen werden Creative Assets für Zielgruppen generiert und automatisiert in allen Formaten ausgespielt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung innovativer Strategien und kreativer Konzepte.”

Die gesamte Studie zum aktuellen Stand des Social Media Marketings in der DACH-Region steht mit allen relevanten Statistiken und unseren Expertenmeinungen hier zum Download bereit.

Elisa Krisper

Elisa Krisper

Chris Budgen

„Chatter” von Ethan Cross

Der renommierte Psychologe Ethan Kross verschränkt für sein international vielbeachtetes Buch seine eigenen bahnbrechenden Forschungsergebnisse aus Verhaltens- und Hirnforschung mit zahlreichen Fallstudien aus der Praxis.