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Jürgen Bogner (biteMe.Digital)

„Bei Zielgruppen nur in Generationen zu denken,  funktioniert nicht.”

Im Rahmen der JETZT Branding fand am Nachmittag des Conference Day am 1. Juni ein Panel unter der Moderation von Barbara Klinser-Kammerzelt statt mit folgenden Panelisten: Daniel Frühberger, Roland Divos, Jürgen Bogner, Alexander Oswald und Alexander Leitner.

Vorletzter Programmpunkt im Rahmen der JETZT Branding fand am Nachmittag des Conference Day am 1. Juni ein Panel unter der Moderation von Barbara Klinser-Kammerzelt (dentsu austria) statt mit folgenden Panelisten: Daniel Frühberger (Teads), Roland Divos (ShowHeroes), Jürgen Bogner (BiteMe.Digital), Alexander Oswald (FUTURA) und Alexander Leitner (Goldbach Austria). Dabei dreht sich alles um die Frage „Wo und wie erreiche ich heute die GenY und GenZ mit meinen Werbebotschaften?”

Die Panelisten sind überwiegend aus der Generation X. Klinser-Kammerzelt stellte in den Raum, dass es bei Werbung immer um das „wie” und „den Content” geht. Bogner meinte, man sollte bei Zielgruppen „zwischen Digitalisten und Nicht-Digitalisten unterscheiden, denn bei der Flut des Contents muss man diese irgendwie durchbrechen.” Oswald stimmte dem zu, denn „es ist wichtig, wie die Zielgruppe abgeholt werden möchte. Man sollte nicht in Generationen denken.” Divos: „Wichtig ist zu wissen, wen man ansprechen will. Werbung muss aber auch überlegt und durchdacht sein.” Frühberger: „Eine Marke muss für die zu erreichende Generation authentisch sein und auf eine positive Art und Weise überraschen – also kreativ sein und im richtigen Umfeld platziert.” Oswald fügte hinzu, dass auch „der Anspruch an Unternehmen derzeit steigt, denn die meisten wollen Bewegtbild sehen.” Im Großen und Ganzen ist sich das Panel hier einig.

„Was ist guter Inhalt?” lautete die nächste Frage von Panel-Moderatorin Klinser-Kammerzelt. Auch hier ist Bogner überzeugt, dass „der Content zur Zielgruppe passen muss.” Auch Negativ-Beispiele wurden debattiert. Auch eher traditionelle Unternehmen sollen mutig sein und neue Kommunikationswege ausprobieren, ist Divos überzeugt, aber „derzeit arbeiten wir für eine junge Zielgruppe und die erreicht man online bei dem Projekt nicht, sondern mehr über CTV.”

Eine weitere Frage war, ob „es als Unternehmen/Marke reicht, ausschließlich digital zu werben?”, fragte Klinser-Kammerzelt. Divos und Leitner sind davon überzeugt, die Frage mit „ja” zu beantworten, „denn fast kein Medium ist nicht auch digital zu bespielen.” Bogner: „Ich bin auch für ‚digital first’, aber am Coolsten ist, digital mit analog irgendwie zu verbinden, da gibt es sehr spannende und relevante Möglichkeiten.”

Das Panel ist sich auch darüber einig, dass auch kleine Unternehmen mit wenig Budget nicht nur auf Social Media als Werbekanal setzen müssen. Die Werbung muss einfach an die Zielgruppe angepasst sein, egal, wo sie ausgespielt wird.