Wie die Studie „E‑Food Report 2022” von Appinio und Spryker zeigt, ist der Mehrheit der VerbraucherInnen in Deutschland die Vielzahl von Möglichkeiten, Lebensmittel online zu bestellen, bewusst, und viele nutzen diese auch bereits. Wichtig ist, dass die Minderheit den Großteil ihrer Einkäufe bereits auf das Internet umgestellt hat – aber viele mehr planen, dies in den nächsten zwei Jahren zu tun. Selbst wenn 2021 die Online-Verkäufe von Lebensmitteln mit rund 4 Milliarden Euro verglichen mit Ländern, wie Frankreich oder Großbritannien, relativ gering war, stellt diese Zahl ein Wachstum von dar etwa 30 Prozent gegenüber 2020 dar und Prognosen für 2022 deuten auf einen Umsatz von über 5 Milliarden Euro hin.
Deutscher Lebensmitteleinzelhandel
Deutschland ist bezogen auf Supermärkte einer der bestbedientesten Märkte Europas, denn zwei von fünf Befragten (39,3 Prozent) wohnen weniger als fünf Minuten von einem Supermarkt entfernt, weitere zwei von fünf Befragten (45,2 Prozent) sind innerhalb von 10 Minuten beim nächsten Supermarkt; nur 2,8 Prozent der Befragten sind weiter als 20 Minuten entfernt von einem Lebensmittelgeschäft, das von einem großen Lebensmitteleinzelhändler betrieben wird. Außerdem haben sieben von zehn Befragte ein insgesamt positives Bild vom Einkaufen im Supermarkt. Aber: 29,3 Prozent der Befragten nehmen laut der Studie einen Lebensmittelkauf als unangenehme Erfahrung wahr. Demnach ist es auch weniger überraschend, dass ein weiteres Drittel der Befragten bereits online Lebensmittel geshoppt hat, doch da spielen natürlich auch Faktoren wie urbanes oder nicht-urbanes Umfeld etc. eine entscheidende Rolle. So erledigen 12,1 Prozent der Befragten in Städten mit über 500.000 Einwohnern bereits den Großteil ihres Lebensmitteleinkaufs online. Das heißt, dass mehr Menschen aus Städten online Lebensmittel shoppen als Menschen aus ländlicheren Regionen.
Künftige Gewohnheiten: Jüngere KundInnen, höhere Onlineausgaben
Auffällig ist, dass im Alter von 25 bis 34 Jahren und 35 bis 44 Jahren die Befragten, die online einkaufen, bereits fast 20 Prozent ihres Essens-Budget im digitalen Kanal ausgeben und über 10 Prozent des Budgets für Bestellungen mit Lieferung nach Hause ausgeben. Die Abholung im Geschäft ist klar zweite Wahl. Warum? 47,9 Prozent der UmfrageteilnehmerInnen, die online bestellen, geben Zeitmangel als primäre Motivation an, online einzukaufen.
Insgesamt ist die klare Botschaft der UmfrageteilnehmerInnen, dass es eine große Bereitschaft gibt, zumindest einige Lebensmittel online zu bestellen. Die überwiegende Minderheit möchte künftig Lebensmittel rein über Online-Kanäle abschließen. Die komplette Verschiebung ins Netz hält derzeit noch die breite Zufriedenheit mit den etablierten Supermärkten auf.
Hier können Sie die gesamte Studie kostenlos downloaden.












