Gehen Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, die Wochenzusammenfassungen von anderen LinkedIn Usern auch so auf die Nerven? Oder hab ich diese Aversion exklusiv? Wie auch immer, ich finde die Entwicklung schlichtweg falsch. Jetzt wird LinkedIn ohnehin immer mehr zur Business-EgoShooter-Show, wo jeder zeigt, was er nicht alles macht und wie toll das ist, und dann quälen uns manche Zeitgenossen nicht nur mit den heroischen Einzelereignissen, sondern bieten dem dann wohl reihenweise nicht hinschauenden Bekanntenkreis auch noch Wochenzusammenfassungen an.
Da sieht man dann, dass am Montag zum Mittag Kollege X mit einem drittklassigen Champagner zum Geburtstag abgefeiert wurde, dass am Dienstag die Präsentation eines neuen IT-Tools bei der Firma Y anstand, dass am Mittwoch die Verleihung des burgenländischen Werbepreises im Steinbruch von St. Margarethen in Szene ging, dass am Donnerstag in St. Aegyd am Neuwalde ein Fahrradständer und ein Mobil-Klo eröffnet wurden und dass am Freitag ein ur wichtiger Pitch bei einem langjährigen Kunden unter Einsatz aller aufbietbaren Kräfte erfolgreich gestaltet werden konnte.
Stellt sich die Frage: Who f****** cares? Ok, der eine oder andere aus der Familie wird sich schon erbarmen und den elendslangen Text querlesen und pro Foto eine handgestoppte Nanosekunde aufwänden, aber wirklich interessant sind diese Wochenzusammenfassungen für niemanden. Und dann haben diese Wochenzusammenfassungen ja auch noch gesamtwirtschaftliche Auswirkungen! Hat sich schon mal jemand ausgerechnet, wie viel Zeit für die Produktion dieser sinnbefreiten Postings österreichweit pro Jahr aufgewendet wird? Diesbezüglich halte ich persönlich es mit dem viel zu früh verstorbenen Ostbahn Kurti: Ich will’s gar nicht wissen.












