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© Unsplash

TikTok vs. Instagram: Wo inszenieren Influencer heimische Marken besser?

Die Ergebnisse zeigen, dass die Werbewirkung durch Influencer-Marketing zwar zunimmt, die Inszenierung der Marken jedoch weiterhin oft mangelhaft ist.
Influencer-Marketing auf TikTok und Instagram: Geringe Markensichtbarkeit und Markenbezug
BuzzValue

Eine Analyse von BuzzValue offenbart, dass heimische Influencer bei Kooperationen häufig Schwierigkeiten haben, Marken und Produkte effektiv zu präsentieren. In über 20 Prozent der untersuchten TikTok- und Instagram-Kampagnen war das beworbene Produkt in den Videos und Reels kaum sichtbar. Die durchschnittliche Dauer der Markensichtbarkeit in den Videos lag lediglich bei 15,4%. Trotz einer Verbesserung im Vergleich zur Studie aus 2019, in der über die Hälfte der Kampagnen keine Markensichtbarkeit zeigten, bleiben die aktuellen Ergebnisse für viele Unternehmen enttäuschend, was diesen möglicherweise nicht immer bewusst ist. Hashtags, Mentions und Tags setzen Influencer hingegen sehr häufig ein: 98 Prozent kennzeichnen in ihren Beiträgen das kooperierende Unternehmen im Text. Durchschnittlich werden pro Kampagnen-Posting fünf Hashtags verwendet, jedoch nur einer mit direktem Bezug zur Marke.

Signifikant höhere Präsenz bei TikTok

TikTok vs. Instagram: Wo inszenieren Influencer heimische Marken besser?
BuzzValue

Die Präsenz von Marken in TikTok-Videos erreicht dabei mit 21,2 Prozent einen signifikant höheren Anteil als auf Instagram, wo die durchschnittliche Markenpräsenz bei nur 13,1 Prozent liegt. Diese Differenz spiegelt sich auch in den markenbezogenen Kommentaren wider, die auf TikTok mit 20,6 Prozent deutlich umfangreicher als auf Instagram, mit nur 10,1 Prozent, sind.

„Unsere Studie zeigt, dass Influencer Marken und Produkte auf TikTok deutlich besser und umfangreicher in Szene setzen als auf Instagram und so auch deutlich positiveren Einfluss auf die produktbezogene Interaktion der User nehmen”, erläutert Markus Zimmer, Geschäftsführer von BuzzValue.

Influencer-Marketing auf TikTok und Instagram: Markensichtbarkeit als Engagement-Treiber
BuzzValue

Die Studie zeigt zudem, je länger die Marke oder das Produkt im Video auf Instagram oder TikTok sichtbar ist, desto mehr markenbezogenen Kommentare gibt es. So beziehen sich bei einer Markensichtbarkeit im Video oder Reel von unter 5 Prozent im Durchschnitt nur 6,2% der Kommentare auf das beworbene Produkt. Bei einer Markensichtbarkeit von über 10 Prozent steigen die markenbezogenen Kommentare bereits signifikant auf 17 Prozent an. Ist die Marke mehr als 50 Prozent im Video sichtbar haben sogar über 25 Prozent der User-Kommentare einen direkten Produktbezug.

Nano-Influencer bieten mehr Markensichtbarkeit

Eine aktuelle Untersuchung von BuzzValue offenbart überraschende Einblicke in die Effektivität von Influencer-Marketing in Bezug auf Markensichtbarkeit. Es zeigt sich, dass Nano-Influencer, also jene mit weniger als 10.000 Followern, ihre beworbenen Produkte in Kampagnen-Videos stärker hervorheben. Dies führt zu einer durchschnittlichen Markensichtbarkeit von 21,9 Prozent. Im Gegensatz dazu neigen Influencer mit über 500.000 Followern dazu, Marken in ihren Videos weniger ausführlich zu präsentieren, was in einer durchschnittlichen Sichtbarkeit von nur 10,7 Prozent resultiert.

Interessanterweise generieren Nano-Influencer trotz ihrer geringeren Reichweite einen höheren Anteil an markenbezogenen Kommentaren, der bei 21,9 Prozent liegt. Für Influencer mit mehr als 500.000 Followers beläuft sich dieser Anteil auf lediglich 3,8 Prozent. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl von Influencer für Marketingkampagnen. Die Studie legt nahe, dass nicht allein hohe Anzahl an Followern entscheidend sein sollten, sondern vielmehr, wie gut ein Influencer zur jeweiligen Marke passt und wie effektiv er oder sie die Markensichtbarkeit steigern kann.

Für die Studie untersuchte BuzzValue 100 Influencer-Kampagnen aus Österreich auf Instagram und TikTok mit insgesamt über 15 Millionen Views und 500.000 Interaktionen untersucht.

Gernot Kammerer

Gernot Kammerer

Chris Budgen

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