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© Hermann.Bio

Thomas Neuburger, Teil der Geschäftsleitung von Hermann.Bio

Thomas Neuburger, Hermann.Bio: „Die Zeiten, in denen schöne Spots und Plakate für eine Markenpositionierung ausreichend waren, sind vorbei.”

Im Interview plaudert Thomas Neuburger (Hermann.Bio) über seine Disruption Keynote, die er im Rahmen der ForumF Konferenz 2023 am 26. September halten wird. Dabei dreht sich alles um Wandel in Unternehmen, Trends im Finanzmarketing und Zielgruppenansprache.

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ForumF: Am 26. September findet zum dritten Mal die „ForumF Konferenz – Finance Marketing Benchmark 2023: Transformation, Disruption, Innovation“ in Wien statt. Sie halten die Disruption Keynote „Vom Fleisch zum Pilz – die radikale Neuausrichtung eines hundertjährigen Familienbetriebs“. Was dürfen sich die KonferenzteilnehmerInnen von Ihrem Auftritt erwarten?

Thomas Neuburger: Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich sehr auf die Konferenz. Für mich hängen Transformation, Disruption und Innovation nicht nur zusammen, sie bedingen einander gegenseitig. Unsere 100-jährige Unternehmensgeschichte zeigt, dass eine Innovation disruptiv sein muss, um eine Transformation auszulösen. Bereits 1986 hat mein Vater Hermann unser Sortiment auf den Neuburger beschränkt und damit seine Vision eines einzigartigen Produktes radikal verfolgt. Von außen betrachtet war das ein 100-prozentiges Risiko, für meinen Vater war es eine 100-prozentige Chance. Dasselbe machen wir heute mit Hermann.Bio. Wir sind die ersten am Markt, die den Menschen keinen Ersatz, sondern eine echte Alternative bieten. Am 26. September gibt es Einblicke und Learnings aus unserer persönlichen Firmen-Geschichte und ich werde erzählen, warum Erfolg radikal sein muss.

ForumF: Welche Key Learnings werden die KonferenzteilnehmerInnen von ihrem Auftritt mitnehmen können – auch, wenn Ihr Business nicht direkt mit der Finanzbranche in Verbindung gebracht wird?

Neuburger: Es gibt Kernelemente, die branchenübergreifend gültig sind. Es braucht Mut zur Veränderung. Es braucht VisionärInnen, die an ihre Ideen glauben, daran festhalten und sie entgegen aller Widerstände radikal und leidenschaftlich verfolgen. Und es braucht vor allem ein neues Verständnis für die Kommunikation mit der Zielgruppe. Die Zeiten, in denen schöne Spots und Plakate für eine Markenpositionierung ausreichend waren, sind vorbei. Die Möglichkeiten mit der Zielgruppe zu kommunizieren sind ungleich größer als vor wenigen Jahren. Wir müssen weg von der Einweg-Kommunikation und vor allem lernen, wie unsere KonsumentInnen zu denken. Nur so schaffen wir es, dass sich RezipientInnen wieder über Werbebotschaften freuen und sie nicht genervt wegschalten.

ForumF: Was kann die Finanzbranche – aus Ihrer Sicht – im Marketing falsch machen?

Neuburger: Ich möchte lieber darüber sprechen, was die Branche gut machen kann. Wir leben in herausfordernden Zeiten und in Hinblick auf Inflation und Klimawandel spielt die Finanzbranche eine besonders tragende Rolle. Die Menschen sind verunsichert und es ist wichtig, das Vertrauen der KundInnen wiederzugewinnen. Für uns stand niemals der möglichst schnelle Erfolg im Vordergrund, sondern immer die Perfektion unserer Produkte und damit die Zufriedenheit unserer KundInnen. Wir möchten dazu beitragen, dass sich unsere KonsumentInnen langfristig wohl fühlen. Das wünschen sich die Menschen auch von Finanzprodukten. Es geht darum, den eigenen Markenkern zu finden, sich klar zu positionieren und nicht andere Marktteilnehmer zu imitieren oder zu ersetzen. Auch in der Finanzbranche sind Alternativen gefragt.

ForumF: Welche sind die bestimmenden Trends, die in den kommenden Jahren das Finanzmarketing Ihrer Meinung nach prägen werden?

Neuburger: Unsere Welt, die Systeme in denen wir leben, befinden sich im Umbruch. Neben der Diskussion um den digitalen Euro, Vollgeld, Kryptowährungen und Digitalisierung ist aus meiner Sicht ein Thema klar beherrschend: Green Finance. Dabei geht es nicht um einen kurzfristigen Trend, sondern darum, die Zukunft des Planten und schlussendlich unsere eigene zu retten. Die Finanzbranche ist einer der wichtigsten Hebel, um Geldströme in nachhaltige Veranlagungen zu lenken und damit eine echte Transformation in Gang zu setzen. Diese Nachhaltigkeitsbestrebungen dürfen nicht im Greenwashing enden, sondern müssen tatsächlich und ehrlich etwas bewegen. Nachhaltigkeit in schönen Spots zu propagieren, reicht nicht aus. Banken müssen sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein und diese auch in der Kommunikation mit ihren Kund*innen thematisieren. Es ist an der Zeit, wieder Vertrauen zu schaffen und zu beweisen, dass es nicht um den Profit Einzelner geht, sondern um die Zukunft der Menschheit. Und dieses Versprechen muss schlussendlich jeder kritischen Prüfung standhalten.

ForumF: Welche Ziele haben Sie sich in Ihrer Position für das restliche Jahr 2023 gesetzt?

Neuburger: Wir halten an unserer Vision, den Menschen eine echte Fleischalternative zu bieten, fest. Wir bleiben unserer Philosophie treu und werden weiterhin Produkte anbieten, die besser sind als alles andere. Auf jeden Fall gehen wir unseren Weg weiter und werden mit dem Fungi Pad in einem ersten Schritt den DACH-Raum flächendeckend beliefern. Unser erklärtes Ziel ist es, den Biomarkt in Europa ordentlich aufzuwirbeln und damit eine Erneuerung bestehender Systeme zu bewirken. Klar ist für uns: Veränderung muss Spaß machen und sie muss schmecken.

Thomas Neuburger, Hermann.Bio, hält auf der ForumF Konferenz eine Disruption Keynote. Die ForumF Konferenz findet am 26. September 2023 in der Wiener Innenstadt statt. Sichern Sie sich jetzt hier Ihr Ticket!

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Elisa Krisper

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