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© Claudio Waldner

Stefanie Koch, Head of Business Solutions & Sales LAOLA1 (rechts): „Wichtig ist, dass es keine Singlepoint-Nutzung wird, sondern strategische Implementierung im Team forcieret wird.“

Stefanie Koch, LAOLA1: „Wir sollten uns bewusst und proaktiv mit den Auswirkungen der revolutionären KI-Technologie auseinandersetzen.”

Stefanie Koch fungiert als Head of Business Solutions & Sales bei Österreichs größter Sportwebsite und Sportvermarkter LAOLA1. Im Interview teilt Koch spannende Einblicke in die KI-basierten Innovationen, die die Sport- und Medienwelt neu definieren.

Wie ist Ihre Meinung zur Künstlichen Intelligenz allgemein?

Stefanie Koch: Meine Meinung zur künstlichen Intelligenz ist, dass sie einen bedeutsamen Technologiesprung darstellt und eine bedeutsame Veränderung im Alltag und Berufsleben sein kann. Der KI-Boom hat unsere Welt in vielerlei Hinsicht transformiert, von der Art und Weise, wie wir arbeiten und leben, bis hin zur Art und Weise, wie Unternehmen operieren und Innovationen vorantreiben. Obwohl KI uns schon eine Weile begleitet hat, wird erst jetzt deutlich, wie sie unser Leben erleichtern und Prozesse beschleunigen kann. Der Unterschied ist das jetzt jeder KI bewusst und unbewusst nutzen kann. Kurz gesagt, Künstliche Intelligenz hat bereits erhebliche Auswirkungen auf unser Leben und wird voraussichtlich in Zukunft noch stärkeren Einfluss nehmen.

Wie nutzt LAOLA1 derzeit KI?

Koch: Bei LAOLA1 integrieren wir Künstliche Intelligenz auf vielfältige Weise. KI unterstützt uns als Brainstorming-Assistent, hilft bei grafischen Gestaltungen, Textoptimierung und Transkriptionen von Interviews. Im Sales Team verwenden wir ChatGPT nicht nur als Aufheiterung im Jour Fixe, sondern auch für Storyboards und Teambuildings oder Pitches. Wir sind gerade dran, dass wir für jede Abteilung einen Ambassador definieren, der mit dem Team dann KI-Einsatzmöglichkeiten pusht und die Anwendungen dokumentiert und eine Art kontinuierlichen Austausch mit den Tools und Erfahrungen forciert. Wir haben bereits Tools wie ChatGPT, Bing, Bard, Dall-E‑3, Midjourney, MiroAI ausprobiert.

Welche langfristigen Ziele und Visionen haben Sie für den Einsatz von KI in Ihrem Bereich?

Koch: Die Personalisierung des Contents ist ein entscheidender Schwerpunkt für uns als Medium. Hier bieten sich viele spannende, neue Perspektiven. Die Content-Erstellung wird sich maßgeblich ändern, hier müssen und werden wir die neuen Möglichkeiten nutzen. In der Virtualisierung von Sport und Sport-Übertragungen spielen KI-Modelle ebenfalls eine große Rolle, hier liegt bei uns ein großer Fokus von LAOLA1. Speziell für Sales gibt es bereits einige Programme, die Die Integration von KI-Tools in den Vertriebsprozess und somit die Effizienz steigern, die Umsätze steigern und Vertriebsmitarbeitern wertvolle Einblicke liefern. Viele CRM-Systeme beherrschen künstliche Intelligenz bereits und helfen im Sales-Alltag enorm.

Welche Quellen nutzen Sie, um bezüglich KI-Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben?

Koch: Neben diversen Fach-Veranstaltungen und Vorträgen vor allem den Newsletter von AI Austria. Auf LinkedIn bieten ExpertInnen immer wieder spannende Einblicke.

Welche Chancen und Risiken sehen Sie bei dem Einsatz von KI?

Koch: Die Chancen, die sich für ein Unternehmen der Digital-Welt bieten, sind groß. Es bieten sich neue Arten der Content-Erstellung und der Kuratierung. Viele Prozesse in der Erstellung können vereinfacht werden. Etwa das Transkribieren von Interviews oder das Verschlagworten von Inhalten. Bei den Risiken ist das Thema Arbeitsplatz-Sicherheit klarerweise präsent. Bei Effizienzsteigerung schwingt immer der Verlust von Arbeitsplätzen mit. Hier sind Unternehmen und Teams gefordert, sich an die neuen Technologien anzupassen und die Chancen in den Vordergrund der Überlegungen zu stellen. Durch Wegfall von sich wiederholenden Routine-Aufgaben wird mehr Zeit in den Teams frei, um sich den sinn- und wertstiftenden Bereichen der Jobs zu widmen. In vielen Bereichen können vor allem die Verwaltungsaufgaben durch KI unterstützt und vereinfacht werden. Dadurch wird mehr Zeit frei, um sich den eigentlichen Aufgaben zu widmen.

Wo sehen Sie persönlich die Grenzen der KI?

Koch: Alles im Bereich von Softskills. Trotz des Booms von Bild-und Video Generatoren bleibt die Kreativität dem Menschen vorbehalten. Der gelungenen Umsetzung eines solchen Bildes liegt ein kreativer Input eines Menschen zugrunde. Auch in Bereichen wie kritisches Denken oder kreatives Problemlösen bleibt der Mensch der Maschine überlegen. KI kann hier Inputs und Hilfestellungen liefern. Etwa durch Analyse von Daten und Erkennen von Mustern darin. Die Bewertungen und Schlussfolgerungen liegen aber weiterhin bei uns Menschen. Ein weiteres Gebiet ist Moral und Ethik: Auch hier können KI-Systeme antrainierte Antworten liefern. Die Fähigkeit zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, ist aber tief verwurzelt in der menschlichen Erfahrung. Leicht zu prüfen, in dem man ChatGPT eine moralische Frage stellt. Hier wird immer der Hinweis kommen, dass es nur eine Maschine ist.

Internet World Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten. Dieser Artikel wurde von Pia Hofstätter und Claudio Waldner verfasst.

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