© Elisabeth Kessler/MOMENTUM Wien

Christian Z. Nemere von Visual Statements bei seiner Best Practice Keynote im Rahmen der JETZT Recruiting 2023.

Speed Recruiting und Social Native Ads: Das war der Nachmittag des Conference Day der JETZT Recruiting

Die Speaker des Conference Day der JETZT Recruiting am 2. März waren Thomas Leitgeb (Stieglbrauerei), Christine Katzler und Edda Mogel (AboutMedia), Christian Nemere (Visual Statements) und Carina Hödl (niceshops).

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Nach einem Mittagessen in der Labstelle ging das Programm des Conference Day der JETZT Recruiting mit einer Best Practice Keynote „Wie die Stieglbrauerei mittels Speed Recruiting und Recruiting Bus den Kampf um die Best Heads aufnimmt” von Thomas Leitgeb (Stieglbrauerei). „Bei Stiegl gibt es durchschnittlich 30 offenen Positionen über ein Jahr – im Verkauf, Automatisierungstechnik, Logistik, etc.” Welche Herausforderungen beschäftigt die Stieglbrauerei im Recruiting? „Die aktuelle Arbeitslage und diverse Jobportfolios,” so Leitgeb. Außerdem gab Leitgeb praktische Tipps, wie Speed Recruiting erfolgreich als Personalbeschaffungsmaßnahme eingesetzt werden kann. Außerdem erläuterte Leitgeb, wie Stiegl ein altes Feuerwehrauto zum „Recruiting Bus” umfunktioniert hat und auch auf diesem Weg erfolgreich MitarbeiterInnen für sich gewinnen konnten.

„Nur alte Generationen denken in Generationen”

Edda Mogel und Christine Katzler von AboutMedia zeigten zu Beginn anhand einer Grafik, wie sich der Fachkräftemangel in Österreich seit 1996 entwickelte. Warum? „Aufgrund des demografischen Wandels, dem Trend zu höheren Bildungsabschlüssen und häufigeren Jobwechsel als früher. Außerdem leiden KMU oftmals unter mangelnder Bekanntheit,” erläuterte Mogel. Und weiter: „ArbeitgeberInnen müssen sich attraktiv präsentieren.” Das Geheimnis im erfolgreichen Recruiting laut Mogel ist, „individuell Personen anzusprechen und nicht in Rollenbildern.” Katzler erläuterte abschließend, warum die Vier-Tage-Woche bei AboutMedia derzeit keine Rolle spielt als Arbeitsmodell, da die Vorstellungen im Team davon zu unterschiedlich sind.

Die Kraft von Social Native Ads fürs Recruiting nutzen

Christian Z. Nemere von Visual Statements aus Deutschland erläuterte in seiner Best Practice Keynote, inwiefern Social Native Advertising als Recruiting-Kampagne genutzt werden kann. Nemere zeigte humorvolle Umsetzungen im Social-Bereich. Warum Visual Statements fürs Recruiting nutzen? „Wir haben ein positives Werbeumfeld mit direkter Nähe zu den Talents von morgen. Auf Basis von Datenanalysen verzeichnen wir überdurchschnittlich hohe Interaktionsraten.” Anschließend stellte Nemere die Marke „Lieblingskollegen” vor, die 743.000 Fans und Follower auf Instagram und Facebook haben und noch deutlich mehr Menschen erreichen. „Der Großteil unseres Contents ist zeitlos und wird auch in Jahren noch relevant sein”, so Nemere und ging auf die redaktionelle Content-Strategie von Visual Statements und deren Marken ein und zeigte dazu einige Best Practices für ihre Kunden (wie zum Beispiel Henkel, Babbel oder Ravensburger). Laut einer Story-Befragung zum Thema Recruiting sind 60 Prozent der Reactions genervt von Stellenausschreibungen, die keine Gehaltsangaben machen. Mit dem Beantworten von Bewerbungsschreiben sollte sich laut derselben Befragung maximal 1 bis 2 Wochen Zeit gelassen werden im Bewerbungsprozess. 

Nice Code Valley: Wie niceshops erfolgreich Recruiting betreibt

Nach einer kurzen Vorstellung erklärte Carina Hödl von niceshops, dass „Employer Branding eigentlich zu jedem Unternehmen gehört.” Und was hat es jetzt mit dem „Nice Code Valley” auf sich? Hödl: „Das Nice Code Valley ist das Paradies für Coding-Fans (bzw. MitarbeiterInnen). Bei uns passt sich das Unternehmen nämlich an die MitarbeiterInnen an, nicht umgekehrt.” Dies untermauerte Hödl auch mit einem Video, dass das Arbeiten beim Nice Code Valley zeigte. Auch beim Staatspreis Marketing, den niceshops vergangenes Jahr für sich gewinne konnte, „hat die Jury bei unserer Einreichung Gänsehaut bekommen.” Weiters zeigte Hödl die Nice Code Valley-Landingpage, „wir wollten ganz viele Menschen abbilden und klar machen, wie man ticken soll, um bei uns glücklich beim Arbeiten zu sein.” Hödl stellt außerdem einmal mehr fest, dass „Unternehmen auch die Versprechen halten müssen, die sie ihren MitarbeiterInnen bzw. BewerberInnen geben.” Hödl erzählte außerdem: „Wir hatten im Nice Code Valley die Idee, BewerberInnen, die von uns leider eine Absage erhalten haben, ein niceshops Goodie-Packerl zu schicken. Unsere PersonalerInnen waren anfangs sehr skeptisch aus Sorge, dass das nicht gut ankommen könnte, aber die Reaktionen auf die Packerl bewiesen das Gegenteil.”

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