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Die Gesamtausgaben für mobile In-App-Werbung soll laut Studie von 201 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf 425 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 steigen.
© Pixabay

sms.at schließt seine Pforten

Das waren noch Zeiten, als über sms.at pro Monat 30 Millionen SMS versandt wurden und 800.000 Kunden die Plattform aktiv nutzten. 24 Jahre nach dem Launch der Plattform geht diese Ära nun zu Ende: „sms.at“ stellt bis zum 13. Dezember ihr Geschäft ein.

Für private User hat die SMS in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung verloren. Messenger-Dienste haben großteils ihre Rolle übernommen. Das zeigt sich auch in den Zahlen von sms.at: So wurden zu Spitzenzeiten 30 Millionen SMS pro Monat über die Plattform sms.at versandt. Im heurigen Jahr waren es nur mehr 100.000 SMS pro Monat. „Aufgrund der Entwicklungen im privaten SMS-Versand haben wir nun schweren Herzens die Entscheidung getroffen, die Plattform einzustellen“, so Josef Grabner, Managing Director von LINK Mobility Austria, dem Betreiber von sms.at. Mit heute, 4. Oktober 2023, können Privatkunden keine Abos mehr abschließen und es sind keine neuen Registrierungen mehr möglich. Mit 13. Dezember 2023 wird der Betrieb von sms.at dann komplett eingestellt. sms.at-Kunden wurden heute über die Schritte bis Ende des Jahres informiert.

Alternative für Vereine und Unternehmen

Im Gegensatz zum privaten Bereich verzeichnet der SMS-Versand bei Vereinen und Unternehmen auch weiterhin Zuwächse. LINK Mobility Austria bietet deshalb jetzigen sms.at-Kunden in diesem Bereich über websms eine sehr gute und kostengünstige Alternative an. „Jene, die sms.at kommerziell genutzt haben, können unser Einstiegsangebot mit 50 gratis SMS und einer 14-tägigen Testphase nutzen“, so Grabner. Die Registrierung erfolgt auf websms.at.

„sms.at“ – eine Marke für österreichischen Innovationsgeist

Die Geschichte von „sms.at“ zeugt sehr eindrucksvoll vom rasanten technologischen Wandel und dem österreichischen Innovationsgeist der letzten 20 Jahre. Als „sms.at“ im Jahr 1999 erstmals online ging, war das Internet noch ein relativ neues Phänomen und Ideen wie Social Media standen noch in den Kinderschuhen. In jener Zeit – lange vor Facebook oder MySpace – wuchs „sms.at“ zu einer Plattform, die schon früh wie ein Wegweiser in die Richtung zeigte, in welche die digitale Revolution sich entwickeln sollte. Über die Jahre haben sich sieben Millionen Menschen auf „sms.at“ versammelt, um sich zu vernetzen, sich kreativ auszudrücken und ihre Geschichte mit der Welt zu teilen.

So vielfältig die Community, ihre Gruppen und Themen waren, so vielfältig waren die damals bahnbrechenden und innovativen Tools der Plattform. So konnte man beispielsweise am SMS-Chat über den ORF Teletext teilnehmen, den passenden Partner auf Herz.Klopfen finden, Klingeltöne herunterladen und an zahlreichen SMS-Quizzes mit genialen Preisen teilnehmen. Selbst wenn die Präsenz von „sms.at“ über die Jahre nachließ, findet man bis heute liebevoll angebrachte „sms.at“-Aufkleber in unseren Lieblingsbars.

Elisa Krisper

Elisa Krisper

Chris Budgen

„The Four” von Scott Galloway

„Die vier apokalyptischen Reiter“ – so bezeichnet Marketing-Guru Galloway Amazon, Apple, Facebook und Google. Diese Tech-Giganten haben nicht nur neue Geschäftsmodelle entwickelt, sie haben die Regeln des Wirtschaftslebens und für Erfolg neu definiert.