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Schon wieder Apple

Albert Sachs
Albert Sachs
Über den zweifelhaften Wert der in immer größerer Vielfalt und in kürzeren Abständen erscheinenden Markenwert-Rankings.

Jetzt als auch bei BrandFinanz. Jetzt auch dort Apple. Die Nummer 1. Laut dem soeben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlichten Markenwert-Ranking von BrandFinanz verdrängt Apple mit einem Markenwert von 517 Milliarden US-Dollar Amazon auf den zweiten Rang. Nach einem Plus von 74 Prozent im vergangenen Jahr.

Damit ist die Dreieinigkeit in den Markenrankings (wieder) hergestellt. Denn auch Interbrand mit einem Wert von 502,680 Milliarden US-Dollar (2023, plus 4 Prozent) und Kantar BrandZ mit 880,455 Milliarden US-Dollar (2023, minus 7 Prozent) führen Apple auf Platz 1. Bei Interbrand liegt Apple seit 2013, damals wurde Coca-Cola überholt, unangefochten an der Spitze. Kantar setzte Apple schon 2011 auf die Top-Position, IBM wurde vom Thron verdrängt. In weiterer Folge wechselten sich Apple, Google und Amazon mehrfach auf Platz 1 ab. Auch BrandFinanz führte Apple schon mehrmals auf der Top-Position.

Rankings sind beliebt. Immer mehr Branchen und Institutionen präsentieren Rankings. Medien veröffentlichen sie, präsentieren gerne die saisonalen oder jährlichen Auf und Abs, stellen sie als Messlatten und Leitlinien dar.

Das ist auch in der Wirtschaft so. Gerade Markenrankings scheinen in diesem Sektor sehr beliebt zu sein, gewinnen an Popularität. Immer mehr Markenwert-Studien und Brand-Rankings tauchen auf.

Manchmal drängt sich allerdings der Eindruck auf, dem publizierenden Unternehmen hinter solchen Rankings geht es nur darum, jenes Institut zu sein, das ein bestimmtes Unternehmen endlich über eine bestimmte Wertgrenze – seien es die 10- oder 100 Milliarde-Hürde – hebt. Die Kriterien für die Berechnungen lassen sich hingegen manchmal nicht klar nachvollziehen, Richtlinien sind nicht immer deutlich festgelegt und werden schwammig argumentiert.

Hinzu kommt die Tatsache, dass sich der Markenwert deutlich vom Unternehmenswert unterscheidet. Auch für Letzteren gibt es unterschiedliche Berechnungsmodelle, doch zumindest für an einer Börse gelistetes Unternehmen ein klares, unabhängiges Instrument. Denn der Börsenwert eines Unternehmens ist unbestechlich, unterliegt zwar den täglichen Kursschwankungen, aber keinen beliebigen Kriterien auf schwacher Argumentationsbasis.

Als erstes US-Unternehmen und als zweites nach dem chinesischen Energiekonzern Petrochina erzielte Apple im August 2018 einen Börsenwert von mehr als einer Billion US-Dollar. Sogar als erstes Unternehmen überhaupt erreichte der Computer- und iPhone-Konzern aus Cupertino (Kalifornien) am 3. Jänner 2022 an der Börse eine Marktkapitalisierung von mehr als drei Billiarden US-Dollar. Aktuell notiert Apple bei einem Gesamtwert von rund 2,8 Billionen Dollar.

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