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Maximilian Pruscha, Chief Operating Officer (COO) von YOC
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Maximilian Pruscha, Chief Operating Officer (COO) von YOC

Maximilian Pruscha, YOC: „Auf der Demand-Seite unterstützt KI eine Output-fokussierte Kampagnensteuerung.”

Maximilian Pruscha fungiert als Managing Director & Chief Operating Officer bei YOC. Im Interview plaudert Pruscha über den Impact von Digital Marketing sowie den Einsatz und die Zukunft von künstlicher Intelligenz.

Was finden Sie am Digital Marketing besonders interessant? 

Maximilian Pruscha: Ich finde vieles besonders. Ich glaube, es ist die Gegenwart, es ist die Zukunft. Digitales Marketing ist breit gefächert. Ganz spannend ist, dass auch diese klassischen Disziplinen ja immer digitaler werden. Ob das Out of Home ist, ob das TV ist, vielleicht dann irgendwann auch Print aber so oder so: Alles wird digital. Es ist ein unglaublich effizientes Medium. Alles ist in Realtime und sehr flexibel. Man kann optimieren und kurzfristig planen. 

Wie hat sich das Verhalten der Menschen gegenüber Digital Marketing in den letzten Jahren verändert?

Pruscha: Es gibt zwei Blickwinkel von meiner Seite: Auf der einen Seite zeigen sehr viele Studien, wie stark die digitale Nutzung in den letzten Jahren gestiegen ist. Lineares TV switcht hin zu digitalen On-Demand Plattformen. Die Soziodemographie dahinter ist viel breiter geworden. Waren die Nutzer früher nur junge Leute, sind es heute alle. Der andere Blickwinkel ist die Werbewirtschaft. Hier hat sich der digitale Share in der Media-Planung über die letzten Jahre sicherlich vervielfacht. Digital Marketing ist sicherlich Nummer eins im Media-Mix geworden. 

Wie hebt sich Digital Marketing von den anderen klassischen Kanälen ab? 

Pruscha: Es ist digital, bietet Schnelligkeit und Flexibilität. Kampagnen können in der Sekunde angedreht, abgedreht, pausiert und gesteuert werden. Es bietet zudem noch unglaubliche Targeting Möglichkeiten. Durch viele Datenpunkte ist es im Tracking den klassischen Kanälen Lichtjahre voraus. Noch dazu können User-Journeys abgebildet werden und evaluiert werden, welche Kanäle für das Unternehmen performen und effizient sind. Über verschiedene digitale Systeme kann die ganze Welt bespielt werden und das hat mit einem Knopfdruck sofort eine unglaubliche Reichweite. Ich möchte User dort erreichen, wo sie sich aufhalten. Das ist, wenn man sich den Tag anschaut, zum größten Teil in der digitalen Welt. 

Wie könnte die Zukunft aussehen? Haben Sie irgendwelche Technologien, die Sie einsetzen, welche in Zukunft eine große Rolle spielen werden? 

Pruscha: Wie überall ist für uns die künstliche Intelligenz sehr wichtig. Wir haben noch vor dem großen Chat-GPT Hype am Ende von 2022 unser KI-Modul in unserer Plattform Vis.X gelauncht. Hier liegt sehr viel Fokus und in der Zukunft wird hier sicher noch mehr investiert. Nicht zuletzt, weil wir tolle Resultate haben und uns weiterentwickeln wollen und müssen. 

Wie können Unternehmen von dem Einsatz von künstlicher Intelligenz profitieren? 

Pruscha: Auf der Demand-Seite unterstützt KI eine Output-fokussierte Kampagnensteuerung. Es hilft uns vollautomatisiert und noch viel intelligenter auf Key Perfomance Indicators einzugehen und diese zu analysieren. Im Videobereich kann zum Beispiel die View-ThroughRate optimiert werden. Hier hilft uns die KI über tausende Datenpunkte bei der Optimierung. Eine Person oder auch ein einfacher Algorithmus könnte das in diesem Ausmaß nie auf die Reihe bekommen. 

Ist Ihrer Meinung nach die Gesellschaft positiv oder negativ gegenüber künstlicher Intelligenz gestimmt? 

Pruscha: Ich sehe es grundlegend positiv. Ich glaube auch, dass viele schon von Large Language-Modellen wie zum Beispiel Chat-GPT im privaten oder studentischen Bereich profitiert haben. Das ändert für mich massiv die Sichtweise und die Art auf Dinge und wie ich an diese herangehe. Ich glaube es ist ein Fakt, dass es uns massiv unterstützen wird. Natürlich sieht man auch gewisse Risiken. Ich glaube, dass es gut wäre, eine Kennzeichnungspflicht in gewissen Bereichen einzuführen. Einfach um noch immer die Trennung zwischen Realität und nicht Realität zu wahren.

Abschließende würden wir gerne wissen, welches Werbeformat nach Ihrer Expertise am effektivsten im Digital Marketing wirkt?

Pruscha: Hier gibt es keine einfache Antwort. Immer und überall geht es glaube ich um den Marketingmix. User müssen dort erreicht werden, wo sie sich aufhalten. Unser Credo ist: In dieser Flut an Werbebotschaften muss ein Werbetreibender auffallen, herausstechen oder sich hervorheben. Das geht über unterschiedliche Wege, sei es Interaktivität, gewisse Animationen, schöne Darstellung und noch vieles mehr. Aber du hast nur die Chance deine Botschaft zu vermitteln, wenn du herausstichst. Wir glauben daran und haben verschiedene Produkte und Produktlösungen, die alle darauf einzahlen mehr Awareness und mehr Impact für Werbetreiber zu erreichen. 

Internet World Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten. Dieser Artikel wurde von Christoph Schluttner und Rosa Scheibelreiter verfasst.

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