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© Pixabay

Marktplatz-Boom im DACH-Raum: Zuwachs um 40 Prozent in zwei Jahren

In der Pandemie ist die Zahl der Online-Marktplätze in der DACH-Region auf 214 gestiegen. Inzwischen sind in den Konsumenten-Märkten auch viele Nischen besetzt, zeigt eine neue Studie. Das nächste große Ding seien daher die B2B-Plattformen.

In der Pandemie ist die Zahl der Online-Marktplätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz um 40 Prozent auf 214 hochgeschnellt. Das rasante Wachstum in den vergangenen beiden Jahren kommt vor allem aus dem Consumer-Segment, in dem 100 neue Marktplätze hinzugekommen sind, hat die Studie „Die Marktplatzwelt 2022“ von ecom consulting und Gominga ergeben. Viele Unternehmen konnten während der Lockdown-Phasen ihre Kunden nur mit Hilfe der Marktplätze erreichen, da sie zuvor keine eigenen Online-Vertriebskanäle aufgebaut hatten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen haben diese Chance genutzt. Insgesamt entfallen inzwischen rund 64 Prozent des Online-Handels in Deutschland auf solche Plattform-Unternehmen, allerdings stark auf Amazon (54 Prozent) konzentriert. Der Anteil der klassischen Online-Händler ist inzwischen auf 36 Prozent gefallen.

Dass aber 30 Marktplatz-Player wie Rewe oder Rakuten ihre Pforten geschlossen haben, zeigt auch, wie umkämpft das Geschäft geworden ist. Neben Generalisten wie Amazon oder Otto versucht die Mehrheit ihr Glück daher in der Spezialisierung: “Für nahezu jede Branche und jede Nische finden sich inzwischen zahlreiche mehr oder minder starke Wettbewerber”, sagt Co-Autor Christian Driehaus. “Doch Hunderte B2C-Marktplätze in Deutschland und Europa machen es Newcomern nicht leicht, Marktanteile zu ergattern“. Die Marktplatz-Flut stelle aber auch die Verkäufer beim Management der unterschiedlichen Kanäle vor immer größere Herausforderungen.

B2B-Marktplätze als nächstes großes Ding

Die Entwicklung der B2B-Marktplätze sehen die Studienautoren als nächste große Wachstumswelle. “Innerhalb Europas gibt es im B2B-Segment bereits über 300 Online-Marktplätze. Bis 2025 wird die Zahl auf deutlich über 1.000 B2B-Marktplätze explodieren – das ist nicht nur die Prognose der Experten, auch die großen Investoren setzen darauf“, sagt Co-Autor Ralph Hübner. Marktplätze für B2B müssen oft besondere Anforderungen der einzelnen Branchen erfüllen und skalieren bisher nicht so stark wie ihre Pendants in der B2C-Welt – was sich aber ändern könnte, wenn die automatisierten Bestellungen der Maschinen einmal Realität werden. Insgesamt könnte ihre Zahl deutlich größer werden als in den Konsumentenmärkten. (Über die Bedeutung der B2B-Plattformen im Einkauf diskutieren wir am 31. Mai 2022 auf den BME eLösungstagen in Düsseldorf.)

Kategorie-Heatmap

Die Verteilung der Marktplätze zeigt eine Konzentration auf die Branchen Mode/Sport und Home/Living. In diesen Sparten haben sich neben Generalisten auch vergleichsweise viele Spezialisten gebildet, die einzelne Nischen besetzen wollen.

Elisa Krisper

Elisa Krisper

Chris Budgen

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