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Kommen Sie nach Japan – ihr Outfit ist schon vor Ort!

Maximilian Mondel
Maximilian Mondel
Die Fluggesellschaft Japan Airlines bietet Reisenden ein neues Service an: Statt die eigene Kleidung nach Japan mitzunehmen, sollen JAL-Kunden für ihren Urlaub in Japan Kleidung bei einem JAL-Kooperationspartner anmieten und damit ihr Fluggepäck verkleinern.

Als die Meldung vergangenen Woche ihre Reise um die Welt antrat, wurden viele KonsumentInnen hellhörig. Hört sich doch gut an! Um das Gewicht der Koffer, die Japan-Reisende bei ihrem JAL-Flug einchecken, zu reduzieren, bietet die Fluglinie ihren KundInnen ab sofort an, Kleidung für ihren Trip nach Tokio, Kyoto und Sapporo kurzerhand zu mieten. Beim JAL-Kooperationspartner Anywear anywhere kann man bereits ein Monat vor dem Abflug ins Land der aufgehenden Sonne sein Outfit bestellen und muss dann – so der Plan von JAL – deutlich weniger Kleidung mitnehmen. 

Im Hotel warten dann schon die angemieteten Hosen, Röcke, Blousen und Hemden auf die BesucherInnen. Und am Ende des Aufenthalts werden die Kleidungsstücke einfach wieder im Hotel abgegeben. Das spart Benzin, das reduziert den CO2-Ausstoss, das hilft im Kampf gegen den Klimawandel – das geht in die richtige Richtung. 

Dass man aus Europa, USA und dem Rest der Welt nur mehr mit dem Handgepäck zum Japan-Trip anreist, ist natürlich eine Illusion, schließlich braucht der durchschnittliche Reisende auch Kulturbeutel, Unterwäsche, Schuhe, Socken und so weiter. Dass das Ganze bereits komplett ausgereift ist, behauptet aber auch niemand. Denn vorerst wird das Modell von JAL und Anywear anywhere bis August 2024 getestet. Mal sehen, wie das Anmieten von Outfit angenommen wird. Ob dann wirklich immer alle Hemden, Hosen passen? Ob dann alle Touristen im Einheits-Look durch Tokio stapfen? Und um wieviel Promille wird die Umwelt dadurch sauberer? Und werden viele Japan-Reisende dann nicht einfach anderes Zeug mitnehmen, um ihre rund 20 Kilogramm pro Economy-Reisendem auszunutzen? Fragen über Fragen. Wir bleiben dran.

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