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© Pixabay

Ketchum Austria präsentiert den Trendradar 2024

Die Kommunikationswelt befindet sich im steten Wandel, und 2024 bringt herausfordernde Entwicklungen mit sich. Um einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen in der Kommunikation zu haben, haben wir die wichtigsten Trends zusammengestellt.

Der Trendradar zeigt, worauf es 2024 in den Bereichen Digitale Kommunikation, Markenkommunikation, Unternehmenskommunikation, Organisationsentwicklung, Nachhaltigkeitskommunikation, DEI und Creative ankommen wird.

Echte Verbindungen in der Digital and Influencer Communication

Die digitale Welt verlagert ihren Fokus auf Authentizität und Community-Engagement innerhalb von Social-Media-Plattformen. NutzerInnen und Marken streben nach echten, tiefgehenden Verbindungen, was sich vor allem in Direktnachrichten, Gruppen-Chats und Broadcast-Kanälen zeigt. MitarbeiterInnen werden zu Schlüsselfiguren der Markenauthentizität (Stichwort: Employer Branding), während Corporate Influencer sich als ExpertInnen etablieren.

Gleichzeitig sind Innovation und Qualität durch KI-gestützten Technologien entscheidend. Beispielsweise heben Fake Reality Videos oder KI-generierte Bilder, den kreativen und qualitativen Content auf ein neues Niveau. Durch die Integration von KI wird auch die Art und Weise, wie wir mit Influencern interagieren und kooperieren, neu definiert. Studien zeigen, dass die Messung des ROI von Influencer-Kampagnen mit zu den größten Herausforderungen zählt (49 Prozent). Um dieser Challenge entgegen zu wirken, konnte Ketchum den internen KE-Score etablieren, mit dem InfluencerInnen und CreatorInnen aufgrund von Daten beurteilt und auf diverse Kampagnen abgestimmt werden können.

Emotion trifft Effizienz in der Markenkommunikation

Auch Marken setzen verstärkt auf künstliche Intelligenz für die Erstellung von Inhalten. Hierbei ist das Gleichgewicht zwischen KI-Effizienz und menschlicher Tonalität nicht nur wünschenswert, sondern absolut entscheidend. Dieser Trend revolutioniert die Interaktion mit KundInnen und beeinflusst Strategien grundlegend.

In Reaktion auf diese technologische Entwicklung besinnen sich Marken auf ihren eigentlichen Zweck. Sogenannter purpose-driven content gewinnt an Bedeutung im Versuch eine tiefergehende Verbindung mit Kund:innen herzustellen. Dafür stehen vor allem Kampagnen mit sozialem oder ökologischem Engagement im Rampenlicht der Authentizität.

Gleichzeitig gewinnt die Erstellung einer effektiven Omnichannel-Strategie von Bedeutung. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in Messaging und Tonalität unterstützt durch KI sind gefragt, um auf schnelle Veränderungen reagieren zu können.

Unternehmenskommunikation 2024: Digitale Intelligenz trifft Menschlichkeit

Trotz des Aufkommens von KI in den digitalen Medien wird die Bedeutung der Mensch-zu-Mensch-Kommunikation als Gegenpol neu bewertet. Unternehmen müssen die Balance zwischen automatisierter und persönlicher Kommunikation finden, um Authentizität und Vertrauen aufzubauen.

Im kommenden Jahr zeigt sich zusätzlich ein Trend zur Verständlichkeit: komplexe Fachsprache wird durch direkte, verständliche Botschaften ersetzt. Auch nimmt die Geschwindigkeit, mit der Informationen verbreitet werden stetig zu. Der Trend zur raschen Unternehmenskommunikation wird sich im Jahr 2024 verdichten, insbesondere in Krisenzeiten oder bei der Verbreitung von Unternehmensnachrichten.

Fokus auf Dialog und Transparenz in der Nachhaltigkeitskommunikation

Echte Dialoge statt Monologe lautet die Devise in der Nachhaltigkeitskommunikation, Stakeholder Management im ESG-Kontext gewinnt somit stark an Bedeutung im Jahr 2024, um Nachhaltigkeit, Relevanz, Reputation, Risikominimierung, Wettbewerbsvorteile und soziale Verantwortung einer Organisation zu steigern.

Gleichzeitig animiert der zunehmende Druck durch ESG-Aktivismus Unternehmen zu mehr Transparenz in Bezug auf Umweltauswirkungen, soziale Praktiken und Unternehmensführung. Eine Verpflichtung zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten sowie neue CSRD-Richtlinien führen zur Verdichtung dieses Trends im kommenden Jahr.

Verantwortungsvoller Einsatz von KI für Vielfalt und Inklusion in der Arbeitswelt

Studien zeigen, dass professionelles DEI-Management bei der Arbeitgeberwahl entscheidend ist, denn Vielfalt und Inklusion sind wertvolle Aspekte der Unternehmenskultur. Betriebe müssen daher sicherstellen, dass das „G“ in ESG die Messung von Vielfalt und Integration umfasst, denn junge ArbeitnehmerInnen werden wählerischer.

Künstliche Intelligenz kann ein unterstützendes Werkzeug sein, um Ungleichheiten oder sogar Diskriminierung aufzudecken und dem entgegenzuwirken, zum Beispiel in der Neugestaltung von internen HR-Prozessen. Allerdings ist es wichtig, die Vielfalt unserer Gesellschaft zu fördern und nicht unbewusst Vorurteile zu verstärken. Bei der Nutzung von KI gilt: ein qualitativ hochwertiger Output basiert auf der Qualität des Inputs.

Die Zukunft der Arbeit: Talentförderung als Fokus der Organisationsentwicklung

In der Organisationsentwicklung wird eine stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden entscheidend werden, um als Unternehmen im War of Talents wettbewerbsfähig zu bleiben. Flexibilität, Zusatzangebote und Inklusion sind Schlüsselbegriffe – Trends, die durch das steigende Gesundheitsbewusstsein noch verstärkt werden.

Gleichzeitig werden Umschulungen und lebenslanges Lernen aufgrund des rasanten Wandels der Arbeitswelt unverzichtbar sein. Das zeigen auch die Zahlen: laut einer von uns durchgeführten Marktumfrage wollen zirka 43 Prozent der ÖsterreicherInnen im Jahr 2024 eine Weiterbildung, Kurs oder Umschulung machen. Unternehmen, die diese Möglichkeiten bieten, werden somit immer attraktiver.

Auch in der OE gilt es, KI und Technologien gekonnt einzusetzen. Der Trend, von zu Hause aus zu arbeiten, erlaubt die unautorisierte Eindringung in sonst gut gesicherte Firmensysteme. Eine wachsende Bedeutung wird daher Angriffs- als auch Verteidigungsszenarien künstlicher Intelligenz beigemessen.

Das Motto in der Kreativität lautet: innovate and adapt

Im Jahr 2024 verdichtet sich das Verlangen nach realen Interaktionen und Aktivitäten. Treffen in der wirklichen Welt, echte Erlebnisse, Veranstaltungen und Berührungspunkte außerhalb der virtuellen Bereiche werden wichtiger. Der Fokus liegt aber auch auf Mut. Mut zu Veränderung, Mut zu Neuem, Mut zur Positionierung, Mut zum Storytelling und Mut werteorientierter Positionierung. In einer Welt, die von Krisen geprägt ist, wird eine klare Positionierung umso wichtiger. Zwei wichtige Prinzipien dabei sind: „Purpose driven“ und „Making meaningful Connections“. In verrückten Zeiten braucht es verrückte Ideen. 

Humor und surreal wirkende Elemente sind wieder im Trend Spaß, Freude und Absurdität ist bereits in vielen Markenbotschaften und ‑erlebnissen zu sehen. Das reicht von kleinen Freuden, bis zu luxuriösen Assets und künstlich geschaffenen Fantasiewelten durch künstliche Intelligenz. Marken nutzen spielerische Elemente, um ihre Botschaften zu vermitteln. Hyperpersonalisierung und Automatisierung stehen nicht im Widerspruch zueinander, sondern werden durch datengetriebene und KI-basierte Ansätze, die individuelle Präferenzen erkennen und nutzen, verstärkt. Die Kombination aus technologischer Effizienz und kreativer Anwendung ermöglicht es, die Möglichkeiten von KI optimal zu nutzen. Unternehmen, die hier kreativ denken und innovative Wege beschreiten, werden die Nase vorn haben.

Elisa Krisper

Elisa Krisper

Chris Budgen

„Die with Zero” von Bill Perkins

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